Learnings vom Wanderritt

Die 6 wertvollsten Tipps die du zum Schlafen auf Wanderritten brauchst

Du schläfst gerne?

In deinem gemütlichen Bett mit der neuesten Schlaraffia-Matratze?

Mit Heizung?

Ohne?

Mit geöffnetem Fenster?

Mit deinem Hund auf der Decke?

Jeder hat seine persönlichen Vorlieben und man soll sich natürlich erholen können und Energie tanken für den nächsten Arbeitstag.

Sobald du in der Wildnis auf einem Wanderritt bist wird sich einiges ändern! Versprochen!

 

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1 . Für eine angenehme Bettruhe braucht es nicht viel  .  .  .

 

Es benötigt erstaunlich wenig, um es sich auch während des Wanderrittes bequem zu machen. Auf dem letzten Wanderritt haben wir uns für die Therm-A-Rest Prolite entschieden.  
Diese hier:

Es ist eine drei Jahreszeiten Matratze und bestach vor allem durch ihr Gewicht: 366 Gramm! Wenn du 10 Minuten Zeit hast bläst sie sich von selbst auf. Ansonsten kannst du ja immer nachhelfen.

Achte übrigens darauf das du das Ventil  N I C H T verschließt, wenn du warme Außentemperaturen von über 25 ° hast! Es seiden du möchtest dabei zu sehen, wie deine Matratze sich langsam weiter aufbläst und sich mit einem netten Knall verabschiedet… Das steht dir natürlich frei.

In dem gemütlichen Federgewicht Cumulus Lite Line 200 sollte es bis 4° schön muckelig sein. Soweit der Plan… beim genaueren hinsehen war deutlich, dass dies die angegebene Grenztemperatur sei und die Komforttemperatur bei 9° erreicht wurde. Tatsächlich hatte ich ihn die ersten Wochen durchgängig offen und nur als Decke locker über mich geworfen. Doch an diesen Tagen konnte ich auch schon um 07.00 Uhr meine kurzen Hosen tragen… Das hätte mir man zu denken geben sollen. Je höher wir kamen desto kälter wurde es. Und … achja … Der Winter kam…! Unglücklicherweise hatten wir nach einer sehr warmen Nacht, nur noch 2°. Nicht darauf vorbereitet, klapperten meine Zähne während der Nacht wie Espenlaub. Die folgenden Nächte waren einige Grad wärmer, doch trotz doppelten Hosen, dreifachen Pullovern und des heißgeliebten Buffs war keine Besserung zu finden. Erst einige Tage später fand ich heraus, dass ich einen Großteil meiner Körpertemperatur durch meine Hände verlor. Denn die spontane Idee die Handschuhe anzuziehen, verpasste mir die erste Nachtruhe in der ich wieder durchschlafen konnte.

 

2. Murphys Gesetz . . .

Kennt ihr das Gesetz des Marmeladenbrotes? Denn alles was schiefgehen kann, wird auch schiefgehen! In diesem Fall kannst du es 1 zu 1 auf mühsam gesammelte Brombeeren umsetzen. Das bedeutet, wenn du die gesammelten Brombeeren in einer Tupperdose neben den Isomatten auf einer über 5 Hektarkoppel, mit drei Pferden, für 20 min alleine lässt, wird eine gefräßige Tiny diese Dose entdecken, alle Brombeeren essen, den Saft über die gesamte Ausrüstung verteilen und eine Isomatte zerstören.

Wenn du jetzt wissen willst wo Murphys Gesetz noch zuschlägt, dann schau doch mal bei Tim`s Seite Mymonk rein. Dort erklärt er dir auch was du tun kannst, wenn es mal wieder soweit ist …

 

3. Wo darf ich mich aufs Ohr hauen?

In Frankreich gilt: Nur mit der ausdrücklichen Genehmigung vom Grundstückseigentümer oder in ausgewiesenen Flächen, wie zum Beispiel Campingplätzen. Doch hier ist es allgemein eher schwieriger mit Pferd unterzukommen. Wir waren glücklicherweise in der Situation jeden Abend eine Koppel zur Verfügung gestellt zu bekommen und so war unser Schlafplatz auch immer gesichert, da wir im Zweifelsfall bei den Ponys auf der Weide genächtigt haben. Übrigens gibt es in jeder französischen Gemeinde einen öffentlichen Platz oder Weide auf dem man im Fall der Fälle zurück kommen kann und darf um ein nächtliches Asyl zu finden. So kamen wir auch nicht in die Verlegenheit dem Gesetz in die Quere zu kommen.

Was du aber auf deinem Wanderritt beachten musst: In Naturschutzgebieten zu schlafen ist Tabu! Und selbstverständlicher Weise achtet ihr  auf euren Müll, kein Lagerfeuer usw.

 

4. Man schläft so wie man sich bettet

Diesen Spruch solltest du bei allen Campingerlebnissen beherzigen. Wenn du am Abend nach einem geeigneten Schlafplatz Ausschau hältst, dann stelle sicher das du einen unebenen Untergrund findest. Auf Kuhweiden sah es so manches Mal auf den Ersten Blick toll aus. Und auf den Zweiten… Also nachdem das Zelt aufgebaut war… Konnte man die Klauenabdrücke deutlich im Rücken zu spüren! Übrigens kannst du auch deine Sattelunterlagen (da du dich natürlich für einen Woilach entschieden hast) unter dein Zelt oder auch nur deine Matratze tun. Ich habe durch den viel zu frühen Verlust :'( meiner Matratze praktisch den ganzen September nur auf meinem Woilach geschlafen.

Falls du Probleme haben solltest, weil du an einem leichten (!!!) Hang Unterschlupf gesucht hast, lege dir deine Matratzen so in dein Zelt das dein Kopf über deinen Füßen ist und nicht umgekehrt.

Und halte Abstand von Brombeerranken . . .

 

5. Aussicht inklusive.

Achte nicht nur drauf, auf was du schläfst,  sondern was über dir ist! Es ist eine wunderschöne Erfahrung unter dem klaren Sternenhimmel einzuschlafen und im Morgengrauen aufzuwachen. Gerade zu diesen besonderen Tageszeiten ist dir ein wunderbarer Ausblick sicher. Einmalige Aussichten die du nie mehr vergessen wirst. Die Pferde bis zum letzten Strahl der Sonne beim Grasen beobachten. Und morgens beim ersten Augenaufschlag schon erblicken ist fabelhaft. Du wirst es nie wieder vergessen.

dsc_1036Der Mont Blanc im Abendgrauen. Einfach unbezahlbar!

 

6. Wilde Pferde…

sind neugierig! Du kannst ohne weiteres mit deinen Pferden auf der selben Koppel schlafen, auch mit deinem kompletten Equipement. Wenn es möglich ist solltest du dir aber deinen abgegrenzten Bereich einzäunen. Dann passieren dir nicht so viele Malheure wie uns… Du kannst zum Beispiel deine Seile (Mecaten) zwischen Bäumen spannen oder aber auch in einer Zaunecke. Wann immer du dich dagegen entscheidest, musst du deine Ausrüstung Pferdesicher verschließen. Nach einigen Wochen sind die Pferde auch nur noch am Zelt vorbei gegangen, ohne es größerer Bedeutung zukommen zu lassen. Doch zu Beginn und beim Abendessen war das anders.. 🙂

 

Faszit

Auch bei Thema Schlaf auf Wanderritten gilt: Wie man sich bettet so schläft man auch. Daher solltest du darauf achten eine gute Ausrüstung zu haben, den Wetterfrosch im Glas und den gesunden Menschenverstand dabei. Du wirst dafür mit einem unbeschreiblichen Gefühl der Freiheit beim Aufwachen erleben, wenn deine ersten Augenaufschläge im Morgengrauen den Mont Blanc erblicken.

 

 

 

 

 

 

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