Sei dir selbst bewusst!

Veröffentlicht am Veröffentlicht in Learnings vom Wanderritt

Every  day is a Chance to Change your life.


Es war ein Montagmorgen, Ende April 2014. Ich hatte endlich einen neuen Aufgabenbereich im Rathaus, der Vertrag wurde auf unbefristet verlängert. Ich musste mich nicht mehr sorgen, ich durfte mich glücklich schätzen. Ich könnte hier nun sicher in meiner Comfort Zone jeden Tag bis zum Renteneintritt sitzen, auf den Feierabend warten, genervt von Kunden sein (die ihrerseits noch genervter von den ‚Beamten‘ im Rathaus waren) und mich am Ende des Monats beschweren, das das Geld welches auf meinem Konto landete nicht genügend wäre, mich bei Schmerzen im kleinen Finger krankmelden und sich über die viele Arbeit auslassen.

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Tatsächlich sagten mir viele Menschen in dieser Zeit, dass dies eine tolle Möglichkeit wäre die ich dort bekommen hatte. Und ja ich war und bin dankbar darüber, aber diese Möglichkeit machte mich nicht glücklich. Häufig mache die Arbeit mich traurig oder gar wütend. Immer häufiger kamen Momente des Selbstzweifels, die einige Menschen auch noch stützen.

Glücklicherweise kam der Tag an dem ich einmal Abenteuerlustig sein wollte. Ich hatte mich mit einer tollen Freundin zum Bootcamp in Frankreich auf dem Haras Naturel du Plessis angemeldet. Nach diesen harten 10 Tagen arbeiten konnte ich ein überaus positives Resumee ziehen. Ich war zwar müde, aber gestärkt nach Hause gefahren. Ich wurde gelobt nach getaner Arbeit und wenn ich einen Fehler getan hatte wurde ich darauf aufmerksam gemacht und dann wurde erklärt wie ich sie effektiver gestalten konnte. Alles hatte einen Sinn und brachte mich voran!

Falls ihr nun auch Interessiert seit an einem Bootcamp auf dem Haras Naturel du Plessis, schaut hier!

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Nach dem ich wieder in Deutschland an meinem Arbeitsplatz saß, war mir klar das es für mich keine Möglichkeit mehr gäbe in diesem Arbeitsklima Fuß zu fassen. Ich sehnte mich nach mehr. Ich wollte etwas tun woran ich mich später erinnern kann und mit diesem speziellen glitzern in den Augen davon berichten.  Etwas was ich mit Stolz später meinen Kindern erzählen könnte . Könnte ich dies zu dem jetzigen Zeitpunkt behaupten? War ich stolz? Nein, ich konnte keine diesbezügliche Gefühlregung erkennen. Insgesamt zog ich eine Bilanz in der die negativen Gedanken, die positiven am Ende vieler Arbeitstage überwog. Außer den Spaß den ich  mit einigen Arbeitskollegen erleben konnte, gewann ich dem Aufenthalt alsbald nicht mehr viel ab. Doch ich benötigte noch Wochen und Monate um mir sicher zu sein, um Antworten auf meine Fragen zu finden. Doch Mitte November 2015 war es soweit ich hatte mich entschieden und stand mit dem ganzen Herzen hinter meiner Entscheidung.

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Alles war wie immer ein ganz normaler Arbeitstag, doch ich trug ein Blatt Papier bei mir.  Es war in eine einfache Handmappe geklemmt, mehr Mühe hatte ich mir bei meiner Kündigung meines absolut sicheren Arbeitsplatzes, im trockenen Büro nicht gemacht.

Nur gut einen Monat später verließ ich Deutschland. Ich wollte nun in Frankreich leben, mein Horsemanship, mein Englisch und mein Herz (be)stärken.

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