7 Impulse die du beim Pferdekauf nicht vergessen darfst

7 Impulse die du beim Pferdekauf nicht vergessen darfst

Ein neues Pferd zu kaufen – womöglich auch noch das erste – das ist eine spannende Erfahrung.

Tiefgehende Emotionen spielen eine große Rolle. Manchmal verlieren wir dann beim Anblick des imposanten Friesen oder des niedlichen Shettys unseren Fokus.

Unseren Fokus auf das was wir eigentlich brauchen und wie unsere eigene Erfahrung ist.

Damit du bestens vorbereitet dein Pferd kaufen kannst habe ich hier sieben Impulse für dich zusammen gefasst, welche dich bei deinem Pferdekauf unterstützen dürfen.

Denn viele Pferdemenschen kommen zu mir, die ihr vermeintliches Herzenspferd gefunden haben. Dies ist eine wundervolle Erfahrung. Doch wenn schon am zweiten Tag das Pferd nicht mehr so drauf ist wie bei dem Verkäufer, geraten wir ins schleudern.

Einige Menschen haben die Pferde dann wieder zurück gegeben. Andere lassen es nur noch auf der Weide stehen und wieder andere versuchen damit umzugehen – nach Bestem Wissen und Gewissen.

Heute geht es um die Vorarbeit. Überlege dir warum du ein neues Pferd kaufen möchtest. Wenn du gerne reitest, sollte dein Pferd dafür die Grundlagen mitbekommen haben.

Wenn du ein Pferd zur Persönlichkeitsentwicklung haben möchtest, darf es sein! Es darf nicht seinen Willen gebrochen haben bekommen.

Wenn du deinen Kindern eine Freude machen willst… Kauf KEIN Shetty. 😉 (Entschuldigt liebe Shetty Besitzer..) Doch ich habe in meinem Leben erst drei astreine Shettys kennen gelernt. Diese Drei nutzen es nicht aus, dass sie um einiges intelligenter sind als deine Kinder. 😀

Impuls No. 1:

Kauf kein Pferd ungesehen!

In der jüngsten Vergangenheit, hatte ich mit einer Dame zu tun die seit sechs Monaten ein Pferd besitzt. Nicht ungewöhnlich?

Sie hat es noch nie gesehen! Ja, das gibt es! Wenn man sich z.B. auf den Stammbaum verlässt. Bestimmt gibt es auch noch weitere Gründe dafür. Aber lass es nicht zu dein Pferd erst das erste Mal, den warmen Atem der Nüstern auf deinen Händen zu spüren, wenn irgendein fremder Mensch es später einmal zu dir bringt.

Vertraue nicht darauf, was andere Menschen über das Pferd sagen. Denn dies ist nur die Abbildung ihrer Realität. Ihrer Erfahrungen. Ihres Könnens. Ihres Pferdeverstandes.

Es soll doch aber dein Pferd werden.

Es gibt auch noch das zweite Extrem. Wenn du kein Fokus auf die Abstammung legst, aber dafür auf den Preis. Wenn es so billig ist, dass es das einzige ist das du dir zulegen kannst….

Spare bitte erst einmal weiter!

[Wenn du Tierkommunikator o.ä. bist… Ich habe so fantastische Geschichten von euren ersten medialen Begegnungen gehört, bevor ihr euch überhaupt Körper, zu Körper kennen lernen konntet. Das zählt für mich schon als Erstkontakt.]

Impuls No. 2:

Gerade wenn es dein Ziel ist zu reiten, nehme eine weitere Person mit.

Wir sind manches Mal von den Umständen die uns bei diesem Pferd erwarten, so überwältigt, dass wir unseren Fokus auf unsere Ziele mit einem Pferd total außer Acht lassen. Habe eine Vertrauensperson dabei, die klar im Fokus dabei bleibt. Sie kann dir helfen, hinter die wunderschönen großen Augen und das glänzende Fell hinaus zu blicken.

Impuls No. 3:

Kläre mit dem Besitzer ab, dass du bei allem dabei sein willst. Bei dem von der Koppel oder aus der Box holen.

Denn so bekommst du schon ein vollständiges Bild von deinem zukünftigen Vierbeiner. Du wirst erkennen, wenn er z.B. schwer einzufangen ist. Oder das er erst ‚ablongiert‘ werden ‚muss‘. Wie reagiert das Pferd auf das Zaumzeug oder den Sattel?

Impuls No. 4:

Lass zunächst den Besitzer Probereiten!

Denn dann kannst du gut erkennen, welche Kenntnisse dein Pferd wirklich hat. Der erste Spruch der sonst schnell fällt ist – naja er kennt dich ja noch nicht – bei mir klappt das (natürlich) gaanz einfach.

Du wirst auch erkennen, wenn dein Pferd vor dem Trecker o.ä. Angst hat. So sehr das ein Proberitt dich schon in Gefahr bringen könnte.

Impuls No. 5:

Wenn du kein Reitanfänger mehr bist, reite in allen Gangarten.

Wenn du es dich nicht bei dem Besitzer traust, warum denkst du das es zuhause besser werden würde?

Impuls No. 6:

Frage den Besitzer, ob er zunächst die Grundgangarten vom Boden zeigen kann. ALLE!

Wenn er den Galopp z.B. auslässt, warum? Geht mein Pferd auf beiden Händen?  Wenn es schon ohne Reitergewicht damit Probleme hat, was veranlasst dich zu denken, das es mit besser wird?

Impuls No. 7:

Höre auf deine Intuition.

Wenn dein Bauch sagt, es ist keine gute Idee mit diesem Pferd, das ein oder andere auszuprobieren, lass es!

Der Besitzer oder vielleicht auch deine Vertrauensperson, wird dir viele hilfreiche Tipps und Anregungen auf den Weg geben.

Doch bitte denk dran: Das sind IHRE Erfahrungen. IHR Können. IHR Gefühl. Wenn jemand sagt, du wirst dich schon dran gewöhnen. Oder das kannst du dem Pferd noch beibringen… Überlege doch mal, kann es dein Herzenspartner sein, wenn ihr euch beide Verändern müsst um zu einander zu passen?

Wenn du für dein Kind ein Pferd kaufen möchtest, achte drauf wie es sich von dem Pferd lösen kann. Wenn es soviel Spaß gebracht hat, dass du es förmlich wegschleifen musst… JACKPOT! Ihr habt Familienzuwachs.

Wenn es schüchtern und ängstlich ist, geht weiter, es ist nicht das richtige Pony.

Wenn du diesen Impulsen folgst, wird es etwas einfacher, deinen perfekten Partner zu finden.

Nun zu dir: Stehst du gerade vor einem Pferdekauf oder kennst jemanden? Dann leite ihm gerne diesen Post weiter und erzähle mir davon.

Wie war es bei deinem Pferdekauf? Was waren bei dir die wichtigen Kriterien… Die Kommentarfunktion wartet auf dich!

Ich freue mich auf unseren gemeinsamen Weg in eine ’neue‘ Pferdewelt.

Ich wünsche dir alles Gute, auf deinem Weg, bewusst, liebevoll, zu wachsen.

Deine Finja

Ps. und im Zweifelsfall lässt du dich von deinem Pferd finden… 😉

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