Erfahrene Leichtigkeit

Erfahrene Leichtigkeit

Kennst du das auch?

Nur mal eben eine Runde um den Block reiten… Vielleicht fragst du dich jetzt.. ja, und? Kommt jetzt noch etwas?

Oder du bist eine von denen die dieses ‚NUR‘ als unüberwindbares Hindernis mit ihrem Pferd sehen..

Denn dann sprechen wir die selbe Sprache.

Ich spreche von diesen drei Buchstaben, die so ein Ballast mit sich bringen, dass du es kaum alleine stemmen kannst. Es sind die Momente die du alleine nicht machen würdest und jemand anderen dazu bräuchtest.

 

Ich habe auch so ein ’nur‘: mit Tiny auf dem Platz reiten.

Ich höre schon deine Stimme in meinem Kopf: Hääh?? Wie kann das denn sein, ich sehe doch immer die tollen Bilder im Gelände!

Ja und genau da ist die Thematik. im Gelände.

Dort ist ja alles in Ordnung.

 

Auf dem Platz sieht es so aus. Ich sitze auf. Ich streichele mein Pferd. Ich frage, ob wir losgehen wollen.

Suche dir dann deine Lieblingswahlmöglichkeit aus…

Wir hatten sie alle.

 

a) stehen bleiben, bis die ersten Spinnweben mir das Atmen erschweren

b) auf 55 km/h beschleunigen… aber Rückwärts

c) aus diesem Rückwärts in 0,2 Sekunden ins selbe Tempo nach vorne wechseln

d) frustriertes Kopfschlagen im Duett

 

Natürlich hatten wir diese Thematik nicht immer. Aber an den meisten Tagen, gab es tatsächlich nur Stopp, Rückwärts, Trab oder Galopp. Schritt war aus.

Ich hatte natürlich so viele Ideen, Techniken und Methoden, doch keine löste das Problem in der Tiefe.

Und da im Gelände ja alles in Ordnung ist… Warum sollte ich überhaupt auf dem Platz reiten.

 

Dann war da während der letzten zwei Jahre immer  das Grundthema, OB ich überhaupt noch reiten möchte.

 

Nun bin ich darüber hinweg und habe meinen neuen Weg gefunden.

 

Ein wertvoller Teil davon ist Silke.

Silke hat mich gestern schon zum zweiten mal unterstützt. Und dieser Termin konnte sich schon, ‚fast‘ Reitstunde nennen. 😉

 

Ich sollte dieses Mal kleine – mögliche! – Zwischenschritte zu meinem großen Endziel einbauen..

Mein Endziel war es einfach nur eine stinknormale Runde im Schritt über die Wiese zu machen. Als kleine Zwischenschritte postierte ich drei Hütchen.

Bevor ich aufstieg, durfte ich mit diesen Gedanken im Kopf, am Boden spazieren gehen. Ich durfte ihr erklären, dass es praktisch das gleiche ist. ‚Nur‘ drauf sitzen und Schritt gehen. Das ist doch kein Problem… Wir scherzten darüber.

 

Ich stieg auf und … Leichtigkeit!

Der gesamte Ballast vom ‚Nur‘ fiel herab.

Die Hütchen? Unwichtig!

Tiny konnte mir eine riesige Runde über fast die Hälfte vom Platz machen. Und noch eine… und noch eine!

 

Dann alles einmal auf 0 gesetzt! Abgestiegen, grasen lassen, Resümee ziehen. Wiederaufsteigen. Und dieses Mal war es noch leichter.

 

Das ist eine echte Erfahrung von Leichtigkeit. Wenn es nicht nur positive Sprachmuster sind. Wenn es vielmehr und gleichzeitig vielweniger bedeutet.

Dann sind es wieder nur drei Buchstaben.

NUR drei Buchstaben.

 

Deine Finja

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