Leichtes Gepäck

Leichtes Gepäck

Lass dein Gepäck doch endlich stehen. . .
 
Silbermond hat vor einiger Zeit den Song ‚Leichtes Gepäck‘ veröffentlicht. Kannst du dich noch erinnern?
 
🎶Eines Tages fällt dir auf,
dass du 99% nicht brauchst.
Du nimmst all den Ballast
und schmeisst ihn weg,
Denn es reist sich besser,
mit leichtem Gepäck.🎶
 
Es geht um diese ganzen Altlasten, die sich in deinem Leben um dich herum aufgetürmt haben. Viele Dinge und noch mehr Gedanken. Zumindest sehe ich das so.
 
Manchmal sehe ich bei Facebook oder Instagram, die Pferdemädels die jeden Tag ein neues perfektes Bild ihrer Selbst und des Pferdes posten. Ich sehe blinkende Trensen, knalltürkise Schabracken und glitzernde Pferdehufe….
 
Das Pferd ist nicht präsent. Leblose teure Dinge dafür umso mehr. Und auch ich frage mich dann, wann es ihnen auffallen wird. Wann ihnen bewusst wird das sie 99 % davon nicht brauchen.
 
Ich brauche 1 Prozent. Und dieser eine Prozent besteht aus dem Pferd und mir. Denn ich habe auch so noch Ballast dabei. Und dieses Gepäck ist nicht leicht, obwohl niemand anderes es sehen kann.
 
Denn mein falsches Selbst  ist stets mit von der Partie. Woran ich das erkenne? Es lässt mich gesellschaftlich unliebsame Gefühle verdrängen. Es setzt mir die Maske von Freundlichkeit auf, auch wenn ich gerade das Gegenteil fühle. Es lässt mich denken, dass ich in einer Opferposition bin und ich es nicht schaffe mein Leben zu erschaffen. Es ist versteift auf seine Gewohnheiten. Das was man halt so tut, weil es das Richtige ist. Zumindest das was alle so nennen. Und mein absoluter Liebling zum Schluss… Es zeigt mir gedanklich Trailer-mäßig das Worstcase Szenario!
 
An Sonn- und Feiertagen kann mein falsches Selbst auch zu einem übertriebenen Optimismus tendieren… Ich liebe dazu ein Beispiel aus Linda Kohanovs Buch:
Selbst überaus gutmütige Pferde rennen, naive und unnatürlich optimistische Menschen einfach um. 😉
 
Was wäre nun, wenn ich dieses falsche Selbst, bewusst wahrnehmen könnte. Es wäre immer noch da, doch ich könnte es beobachten und feststellen, das es sich hier nicht um mein authentisches Selbst handelt und abwägen. Wie möchte ich mich zeigen authentisch, verletzlich oder maskenhaft, konditioniert von meiner Umgebung.
 
Seit dem ich mich eingehender damit beschäftige, erkenne ich die einzelnen Stimmen in mir immer besser.
 
Ich möchte dich daher heute einladen, zu hinterfragen an welchen Gewohnheiten oder immergleichen Gedankenschleifen du noch festhalten willst. Willst du dich (und dein Pferd) als Opfer aller Umstände sehen. Willst du weiterhin streng zu dir sein, dir nicht Vergeben oder du selbst werden?
 
Nicht das Abbild was dein Ego schon seit langer Zeit fleißig erschaffen hat. Die Statue, bei der ‚unliebsame‘ Aspekte entfernt werden und dann so viel willkommener pinker Glitzer Staub hinzugefügt wird.
 
Bevor wir nun wieder zu Staub zerfallen, liegt es in deiner Entscheidung, in wie fern du bewusst, liebevoll, wachsen möchtest.
 
Deine Finja
 
Ps. Welches Gepäckstück möchtest du diese Woche loslassen?
Ich finde dann mal die Pausetaste für meine Gedankenschleifen und schaffe Platz für Neues.

Leave a Reply

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.