Author Archive Finja Reumann

Freiheiten..

Mein persönlicher Post über Freiheiten…

Schon lange weiß ich, dass es für mich sehr wichtig ist “frei“ zu sein. Und ich finde es total spannend mit anderen Menschen darüber zu sprechen. Denn jeder hat diese Freiheit für sich anders (oder noch gar nicht) definiert.

Früher war es für mich wichtig, das ich etwas machen kann was ich gerne mag. Woran ich einfach jeden Tag denken muss. Daher habe ich schon mit 15 Jahren begonnen meinen ersten Unterricht zu geben. Da habe ich mich toll gefühlt. Erwachsen! Das war für mich der Inbegriff von Freiheit.

Mit 18 hatte ich mein erstes Auto und allein das Wissen darum, nun überall hin kommen zu können, machte mich überglücklich. Unabhängig und frei.

Ich wollte nun auch nicht mehr nur zuhause sein. Ich stellte das erste mal in einem Pensionsstall ein. Unbedingt flügge werden und weg vom Elternhaus.

Einfach mal mit guten Freunden nach Holland und ein Pferd kaufen. Hallo Tiny. Frei sein.

Feststellen, dass es keine Freiheit ist die Pferde bei Jemandem anderen zu haben. Dankbar die Pferde wieder zuhause zu haben. Diesmal ist es anders. Ich genieße hier meine Freiheiten. Ich kann machen was ich für richtig befinde.

Mit 21 der unbefristete Arbeitsvertrag, das sollte mir doch auch Freiheiten für meine Sicherheit und meine Finanzen geben. Doch hier fühlte ich bewusst zum ersten Mal das ich andere Prioritäten habe… Ein glückliches, freies Leben ist nicht bei jedem das selbe.

Meine Zeit – von anderen Bestimmt.

Und in mir baute sich beständig eine Vision auf. Ich kann nicht für jemanden arbeiten, dem:
a) Menschen unwichtig sind „Ich bin nicht zuständig.“
b) Gesundheit total egal ist „Ach Gott, jetzt behindert die mit ihrer Depression wieder den ganzen Betrieb…“ „Schon wieder krank?“

Also auf der Suche nach einem Arbeitgeber, der anders ist. Bei dem Menschen und Gesundheit an erster Stelle stehen.
Noch nicht gefunden.

Auf eigenen Beinen stehen. Freie Entscheidungen treffen. Für die Tiere um mich herum. Die Menschen. Für Mich.

Nach meinem Umzug nach Niedersachsen habe ich für mich gefühlt wieder ein neues Freiheitslevel erreicht. Level 26!

Ich kann aufstehen wann ich möchte. Ich kann entscheiden wann und wie häufig ich bei meinen Pferden bin. Ich kann mich oder andere zur Priorität machen. Ich kann entscheiden wie viel ich arbeite. Ich kann entscheiden mit wem ich zusammen arbeite. Wen ich hierher einlade. Welche Veranstaltungen ich hier anbiete.
Zusätzlich habe ich mich so entwickelt, dass ich immer häufiger spüren kann, dass ich nicht nur äußerlich frei bin, sondern auch innerlich. Ich kann meine Gedanken steuern. Ich kann meine Emotionen verändern.

Das ist meine Freiheit!
Und das fühlt sich so unbeschreiblich grandios an!

Über welche deiner persönlichen Freiheiten bist du dankbar?

Brauchst du ein Stück Freiheit? Dann bist du herzlich eingeladen, mit mir ein Stück deines Lebensweges gemeinsam zu gehen.
Bewusst. Liebevoll. Wachsen.

Deine Finja

Leichtes Gepäck

Lass dein Gepäck doch endlich stehen. . .
 
Silbermond hat vor einiger Zeit den Song ‚Leichtes Gepäck‘ veröffentlicht. Kannst du dich noch erinnern?
 
🎶Eines Tages fällt dir auf,
dass du 99% nicht brauchst.
Du nimmst all den Ballast
und schmeisst ihn weg,
Denn es reist sich besser,
mit leichtem Gepäck.🎶
 
Es geht um diese ganzen Altlasten, die sich in deinem Leben um dich herum aufgetürmt haben. Viele Dinge und noch mehr Gedanken. Zumindest sehe ich das so.
 
Manchmal sehe ich bei Facebook oder Instagram, die Pferdemädels die jeden Tag ein neues perfektes Bild ihrer Selbst und des Pferdes posten. Ich sehe blinkende Trensen, knalltürkise Schabracken und glitzernde Pferdehufe….
 
Das Pferd ist nicht präsent. Leblose teure Dinge dafür umso mehr. Und auch ich frage mich dann, wann es ihnen auffallen wird. Wann ihnen bewusst wird das sie 99 % davon nicht brauchen.
 
Ich brauche 1 Prozent. Und dieser eine Prozent besteht aus dem Pferd und mir. Denn ich habe auch so noch Ballast dabei. Und dieses Gepäck ist nicht leicht, obwohl niemand anderes es sehen kann.
 
Denn mein falsches Selbst  ist stets mit von der Partie. Woran ich das erkenne? Es lässt mich gesellschaftlich unliebsame Gefühle verdrängen. Es setzt mir die Maske von Freundlichkeit auf, auch wenn ich gerade das Gegenteil fühle. Es lässt mich denken, dass ich in einer Opferposition bin und ich es nicht schaffe mein Leben zu erschaffen. Es ist versteift auf seine Gewohnheiten. Das was man halt so tut, weil es das Richtige ist. Zumindest das was alle so nennen. Und mein absoluter Liebling zum Schluss… Es zeigt mir gedanklich Trailer-mäßig das Worstcase Szenario!
 
An Sonn- und Feiertagen kann mein falsches Selbst auch zu einem übertriebenen Optimismus tendieren… Ich liebe dazu ein Beispiel aus Linda Kohanovs Buch:
Selbst überaus gutmütige Pferde rennen, naive und unnatürlich optimistische Menschen einfach um. 😉
 
Was wäre nun, wenn ich dieses falsche Selbst, bewusst wahrnehmen könnte. Es wäre immer noch da, doch ich könnte es beobachten und feststellen, das es sich hier nicht um mein authentisches Selbst handelt und abwägen. Wie möchte ich mich zeigen authentisch, verletzlich oder maskenhaft, konditioniert von meiner Umgebung.
 
Seit dem ich mich eingehender damit beschäftige, erkenne ich die einzelnen Stimmen in mir immer besser.
 
Ich möchte dich daher heute einladen, zu hinterfragen an welchen Gewohnheiten oder immergleichen Gedankenschleifen du noch festhalten willst. Willst du dich (und dein Pferd) als Opfer aller Umstände sehen. Willst du weiterhin streng zu dir sein, dir nicht Vergeben oder du selbst werden?
 
Nicht das Abbild was dein Ego schon seit langer Zeit fleißig erschaffen hat. Die Statue, bei der ‚unliebsame‘ Aspekte entfernt werden und dann so viel willkommener pinker Glitzer Staub hinzugefügt wird.
 
Bevor wir nun wieder zu Staub zerfallen, liegt es in deiner Entscheidung, in wie fern du bewusst, liebevoll, wachsen möchtest.
 
Deine Finja
 
Ps. Welches Gepäckstück möchtest du diese Woche loslassen?
Ich finde dann mal die Pausetaste für meine Gedankenschleifen und schaffe Platz für Neues.

Entschuldige, das die Sonne scheint

Wie häufig hast du dich heute schon entschuldigt?

Mir ist es in der vergangenen Woche extrem aufgefallen.

Gerade wir Frauen, scheinen ein Patent aufs schnelle Entschuldigung angemeldet zu haben. Und wenn wir es am Tag nicht 259 Mal benutzen verfällt es wohl wieder.

Entschuldigung, das die Zirkel heute 8-Eckig waren.
Sorry, ich weiß ich kann das noch nicht so gut.
Oh Gott.. Stand ich dir im Weg? Entschuldigung.
Tut mir so leid, dass ich dir hier meine Gedanken ausschütten muss.
Sorry, ich liege mit 40° Fieber im Bett. Entschuldige bitte!

Das ist doch verrückt. Wir müssen uns nicht dafür entschuldigen, dass das Wetter nicht mitgespielt hat. Wir müssen uns auch nicht für unsere bloße Existenz entschuldigen.

Es geht hierbei auch wieder um Sprachmuster.. Denn in einem „Ent-schuldigung“ schwingt so ein Schuldeingeständnis mit. Und das merkt sich unser Unterbewusstsein.

Und nein, du musst nicht die Schuld auf dich ziehen, dass es heute regnet oder das die Sonne scheint. Das liegt vollkommen außerhalb deiner Schaffensmöglichkeiten. (Es sei denn du heißt zufällig Thor und du bist dafür zuständig.. 😉 )

Wir sind wahrscheinlich alle schon in unseren ersten Lebensjahren dazu erzogen worden, nett und zuvorkommend zu sein. Und wir suchen daher vermehrt nach Anerkennung auf der Beziehungsebene.
Das heißt wir kennen die: „Hab mich bitte wieder lieb – Entschuldigung“, die „Tu mir bitte nichts – Entschuldigung“ und die verrückte „Ich habe versagt – Entschuldigung“.

Es geht nicht darum dich im Umkehrschluss nun wie ein Ar*** zu benehmen. Das nicht, doch ich möchte dich dazu auffordern, bewusster mit diesen Worten umzugehen. Sodass andere dein ehrliches Entschuldigung von Herzen wahrnehmen, wenn nun wirklich mal etwas passiert ist. Und das du dich nicht jeden Tag durch deine Wortwahl schwächst.

Bleibe in deiner Kraft und stärke so auch andere. Deinem Pferd wird es gefallen. Glaube mir. 🙂

Du triffst die Entscheidung.

 

Deine Finja

Ps. Bin ich die Einzige? Was war deine letzte unnütze Entschuldigung? Meine war heute morgen: „Schatz, du musst jetzt leider aufstehen, tut mir Leid , aber du musst zur Arbeit.“ Oh mann… 😉

Erfahrene Leichtigkeit

Kennst du das auch?

Nur mal eben eine Runde um den Block reiten… Vielleicht fragst du dich jetzt.. ja, und? Kommt jetzt noch etwas?

Oder du bist eine von denen die dieses ‚NUR‘ als unüberwindbares Hindernis mit ihrem Pferd sehen..

Denn dann sprechen wir die selbe Sprache.

Ich spreche von diesen drei Buchstaben, die so ein Ballast mit sich bringen, dass du es kaum alleine stemmen kannst. Es sind die Momente die du alleine nicht machen würdest und jemand anderen dazu bräuchtest.

 

Ich habe auch so ein ’nur‘: mit Tiny auf dem Platz reiten.

Ich höre schon deine Stimme in meinem Kopf: Hääh?? Wie kann das denn sein, ich sehe doch immer die tollen Bilder im Gelände!

Ja und genau da ist die Thematik. im Gelände.

Dort ist ja alles in Ordnung.

 

Auf dem Platz sieht es so aus. Ich sitze auf. Ich streichele mein Pferd. Ich frage, ob wir losgehen wollen.

Suche dir dann deine Lieblingswahlmöglichkeit aus…

Wir hatten sie alle.

 

a) stehen bleiben, bis die ersten Spinnweben mir das Atmen erschweren

b) auf 55 km/h beschleunigen… aber Rückwärts

c) aus diesem Rückwärts in 0,2 Sekunden ins selbe Tempo nach vorne wechseln

d) frustriertes Kopfschlagen im Duett

 

Natürlich hatten wir diese Thematik nicht immer. Aber an den meisten Tagen, gab es tatsächlich nur Stopp, Rückwärts, Trab oder Galopp. Schritt war aus.

Ich hatte natürlich so viele Ideen, Techniken und Methoden, doch keine löste das Problem in der Tiefe.

Und da im Gelände ja alles in Ordnung ist… Warum sollte ich überhaupt auf dem Platz reiten.

 

Dann war da während der letzten zwei Jahre immer  das Grundthema, OB ich überhaupt noch reiten möchte.

 

Nun bin ich darüber hinweg und habe meinen neuen Weg gefunden.

 

Ein wertvoller Teil davon ist Silke.

Silke hat mich gestern schon zum zweiten mal unterstützt. Und dieser Termin konnte sich schon, ‚fast‘ Reitstunde nennen. 😉

 

Ich sollte dieses Mal kleine – mögliche! – Zwischenschritte zu meinem großen Endziel einbauen..

Mein Endziel war es einfach nur eine stinknormale Runde im Schritt über die Wiese zu machen. Als kleine Zwischenschritte postierte ich drei Hütchen.

Bevor ich aufstieg, durfte ich mit diesen Gedanken im Kopf, am Boden spazieren gehen. Ich durfte ihr erklären, dass es praktisch das gleiche ist. ‚Nur‘ drauf sitzen und Schritt gehen. Das ist doch kein Problem… Wir scherzten darüber.

 

Ich stieg auf und … Leichtigkeit!

Der gesamte Ballast vom ‚Nur‘ fiel herab.

Die Hütchen? Unwichtig!

Tiny konnte mir eine riesige Runde über fast die Hälfte vom Platz machen. Und noch eine… und noch eine!

 

Dann alles einmal auf 0 gesetzt! Abgestiegen, grasen lassen, Resümee ziehen. Wiederaufsteigen. Und dieses Mal war es noch leichter.

 

Das ist eine echte Erfahrung von Leichtigkeit. Wenn es nicht nur positive Sprachmuster sind. Wenn es vielmehr und gleichzeitig vielweniger bedeutet.

Dann sind es wieder nur drei Buchstaben.

NUR drei Buchstaben.

 

Deine Finja

Zeit nehmen oder Zeit geben?

Über das Zeit geben…

Seit diesem Bild sind mehr als fünf Jahre vergangen.
Yolli ist immer noch ein wichtiger Teil von meines Lernprozesses mit Pferden. Das ‚Was‘ hat sich also nicht geändert… Dafür das ‚Wie‘ enorm!

Wie du vielleicht weißt habe ich mit Yolli an vielen Ausbildungen teilgenommen. Und überall wurde sie gelobt. Alle fanden sie toll, niemand spektakulär. Peter Kreinberg nahm sie während meiner Trainer Ausbildung gerne um Übungen zu verdeutlichen. Es klappte ja so einfach.

Das stimmt! Dinge die Yolli verstanden hat kann sie den lieben langen Tag machen. Doch hier geht es nicht um das was sie mit Selbstbewusstsein kann, sondern um die Aspekte die ihr schwerfallen.

Wie schon gesagt ist sie ein toller Charakter! Sie ist ruhig, zurückhaltend, manchmal schüchtern, braucht viel Zeit für neue Dinge, eine Lebensversicherung im Gelände und zum Unterrichten. Ein perfektes Pony für unsichere Menschen.

Ich hab ihr – als wir noch ambitioniert waren und ich dachte man muss weiterkommen. Man muss Reiten. Man muss Erfolge sehen können. – alles immer sehr langsam beigebracht. Viele Pausen und Tagelang das selbe. Bis wieder diese tolle Selbstsicherheit auftauchte. Ich dachte ich müsse ihr dabei helfen…

Hast du auch ein innerlich unsicheres Pferd? Hast du auch das Gefühl, dass du ihm helfen musst in der Menschenwelt Fuß zu fassen?

Denn gerade im letzten Jahr ist mir etwas aufgefallen. Unbewusst setze ich ihre Fähigkeiten herab. Ich ging davon aus, das ich sie unterstützen / heilen (was auch immer) müsse. Sie war doch in einem perfekten Zustand auf dem Paddock, dann kam ich als Mensch und setzte sie Situationen aus, die sie zwar gerne für mich erledigen wollte, aber durch die innere Überforderung nicht so schnell meistern konnte. Ich dachte ich müsse ihr helfen. Sie dachte sie müsse mir helfen.

Heute erst merke ich, das wir beide perfekt sind so wie wir sind.
Yolli hat sich, genau wie ich total verändert. Auf einmal galoppiert über 26 Jahren mit den beiden Jungen mit.. Das hat sie in den letzten 15 Jahren nicht in einer spielerischen Energie getan. Nur aus Furcht oder Überforderung. Auf einmal geht sie durch einreihige Litzen durch – wobei sonst immer ein Sacksband gereicht hätte. Und sie entscheidet ganz genau wo sie gerade sein will. Denn erst mit der jetzigen Haltung auf dem Trail, hat sie 24 Stunden die Möglichkeit zu entscheiden. Will ich mit den beiden anderen zusammen sein. Will ich alleine sein. Möchte ich Gras. Brauche ich Wasser. Oh Finja ist da.. Will ich das sie mich krault? Möchte ich einfach in ihrer Nähe sein? Oder möchte ich mit ihr gemeinsam etwas unternehmen?

Wenn wir nicht den Wald durchstreifen, sind wir viel frei dabei. Das bedeutet: Kein Halfter. Kein Seil. Kein Stecken.
Und sie hat eine Wahl. Anstatt dass ich ihr helfe besser zurecht zukommen, darf sie sich zeigen wie sie ist.
Und sie IST unglaublich, auf einmal kommen Einfälle von ihr, die ich vorher nie geschenkt bekam.
Wie von Zauberhand mit Leichtigkeit.

Gestern ging sie dann einfach. Kurz dachte ich die Verbindung wäre abgerissen und sie wolle aufhören, doch etwas in meinem Bauch sagte mir, warte ab.
Ich hatte sie als letztes seitwärts von mir weggefragt und sie stand nun in einiger Entfernung. Bei Charakteren wie ihr und mir dauern einige Dinge Zeit. Minuten später kam wieder Bewegung in das Pony. Sie kaute, bewegte Ihren Hals nach rechts, schaute mich kurz an, stellte sich nun nach links und ging seitwärts auf mich zu.
Ich war nur noch am Staunen. Ich hatte nichts gefragt und schon gar nicht so eine schwere Übung von ihr…

Und da war es: Das Geschenk fürs Zeit geben… (nicht das Zeit nehmen!!!)

Welches ist das besonderste 😉 Geschenk, aller Zeiten, welches du von deinem Pferd je bekamst?

Deine Finja

Kann dein Sprachmuster wichtig sein beim Pferd?

Ich bin ein Fan der essentiellen Sprache.

Hauptsache wir haben drüber gesprochen. Diese Wörter sind genau so hilfreich, wie immerhin habe ich mein Pferd kurz laufen lassen.
Es sagt überhaupt nichts aus. Und immer wieder fallen wir drauf rein.

Die Qualität deiner verwendeten Wörter bestimmt dein Gespräch, nicht die Quantität. Besonders wichtig ist es wahrzunehmen, dass du selbst die Qualität deines Redeverhalten beeinflussen kannst.

Man kann Stuten einfach nicht mit Wallachen zusammen lassen.
Heutzutage sind ja alle Pferdeleute so.
Wenn XYZ mit auf dem Platz ist, kann ich sowieso nicht zeigen was ich kann.

Was haben diese drei Sätze gemeinsam? Sie sind so gar nicht hilfreich! Und trotzdem höre ich jeden einzelnen Tag im Jahr verallgemeinernde, generell gefasste und resignierende Jammer-Haltungen. Und das 365 Tage im Jahr, manchmal sogar 366 Tage.

Achte beim nächsten Mal drauf und verändere sie in persönliche Sätze. Ich habe ein Problem, damit ….
Kein Man(n), Du! (Wenn du ein Mann bist, vielleicht schon. )
Konkretisiere deinen Satzbau. Heute, Gestern …
Und beginne Konstruktiv und vor allem Lösungsorientiert zu denken. Was kann ich verändern…

Wenn du wirklich authentisch mit deinen Mitmenschen reden möchtest und es auch von deinem Gegenüber möchtest, ist es so ziemlich leicht die oberflächlichen ‚Auskotzer‘ zu entlarven.

Beleuchtest du Achtsam deine Absichten des Gespräches? Denn dies ist die Grundvoraussetzung eines gelungenen Gespräches.
Denn nur wenn ich mich traue aufrichtig und persönlich zu sprechen kann ich erwarten, eine ehrliche und aufrichtige Antwort zu bekommen.

Überlege dir heute eine aktuelle Thematik mit deinem Pferd, zu dem du gerne einen Rat einer anderen Reiterin einholen würdest. Während du mit ihr sprichst, achte genau drauf, dass du möglichst persönlich, konkret und konstruktiv über dein Anliegen sprichst.
Wenn du dich selber ertappst noch nicht sicher in diesem Sprachmuster zu bleiben, ist es nicht schlimm. Bewusstsein dafür ist der erste Schritt. Also Herzlichen Glückwunsch. Schärfe deine Wahrnehmung nun für die Antwort deines Gegenübers, beeinflusst es ihn?

 

Ich freue mich auf unseren gemeinsamen Weg in eine ’neue‘ Pferdewelt.

 

Ich wünsche dir alles Gute, auf deinem Weg, bewusst, liebevoll, zu wachsen.

 

Deine Finja

 

Ps. Mann sollte nie über andere urteilen… 😉 Weniger bei sich kann man kaum sein!

Vom Geben und Nehmen

Heute möchte ich dich gerne animieren, genau darüber nachzudenken, wer oder was nimmt dir Energie, und wer oder was gibt dir Energie.
Hole dir dein Notizbuch heraus und nehme dir bewusst in diesem Moment des Lesens dafür die Zeit.

Und jetzt schreibe ganz intuitiv, alles auf was dir einfällt. Du hast ja schon gelernt nicht gleich jeden Gedanken zu bewerten. Das wird dir hier sehr helfen.

Nehme dir jetzt die Seite der schenkenden Energie raus, zaubert es dir ein Lächeln auf die Lippen? Stärkt es dir den Rücken, sodass du denkst alles erreichen zu können? Wie fühlst du dich, wenn du in die geschriebenen Situationen eintauchst?

Und nun schau dir die andere Seite an. Überrascht dich was du siehst? Verkrampfst du dich vielleicht sogar beim Gedanken daran?

Bemerkst du wie dich beide auf ihre eigene Art beeinflussen? Die einen beflügeln dich und die anderen ziehen dich runter.

Bewusst diese beide Seiten zu beachten, heißt nicht die Augen vor dem Nehmenden zu verschließen. Vielleicht wolltest du jemanden oder eine Situation gar nicht aufschreiben, weil du es doch nicht verändern kannst?

Es geht bei dieser Übung darum, Klarheit zu entwickeln für die Ereignisse die sich um dich herum abspielen und deine Gedankenmuster dabei zu beobachten. Denn an diesem Punkt, kannst du bewusst entscheiden, wie du handelst. Du reagierst nicht mehr auf Autopilot, auf jeden Einfluss von Außen.

Wie häufig erzähle ich dir in unseren Einheiten vom Agieren und Reagieren…?

Nach nur 7 Tagen, wirst du dich noch an dein nicht bewertendes Gedankenmuster erinnern müssen. Wunderbar ist es, wenn es dir nun manchmal schon auffällt. Denn nur wenn du bemerkst das dir die nötige Achtsamkeit in dieser Situation fehlt, dann kannst du es verändern.

Und das ist eine sehr wichtige Fertigkeit. Denn es gibt Situationen und Personen (gerade Personen, oder?) die einen gut Triggern können. Wenn du nun aber weißt, wer oder was dir etwas geben kann und wer oder was auch eben nicht, dann bist du frei anzugehen. Nehme bei nächsten Mal einfach wahr das es dir nicht gut tut, das dir Energie genommen wird. Handle erst dann. Denn jetzt wird dir erst bewusst, dass du diesen Personen nicht noch mehr Macht eben solltest in deinem Leben, durch dein reagieren – und auch wenn es nur in deinen Gedanken passiert.

Was oder Wer gibt dir soviel Energie, dass du all die Negativität des Alltages zu vergessen scheinst?

Und bitte überlege dir auch: Wer bist du für deine Umwelt im Stall… Ein Geber oder ein Nehmer?

 

Ich freue mich auf unseren gemeinsamen Weg in eine ’neue‘ Pferdewelt.

 

Ich wünsche dir alles Gute, auf deinem Weg, bewusst, liebevoll, zu wachsen.

 

Deine Finja

 

Ps. Ich könnte dir direkt 5 Energievampire aufzählen… Du auch?

Die ansteckende Wenn-Seuche

In den bisherigen Tagen ging es sehr viel darum, die Situation von oben zu betrachten, heute darfst du wieder einmal das Steuer in die Hand nehmen. Nutze deine Fähigkeiten. Du weißt was du kannst!

Und weißt du was viele Menschen davon abhält (mich inkl.)?
Die Wenn-Seuche… Scheint hoch ansteckend zu sein…

Wenn das Wetter nicht mehr so regnerisch ist…
Wenn ich wieder Geld für Unterricht habe…
Wenn ich wieder einen Sattel habe…
Wenn mein Pferd älter ist…
Wenn ich mehr Wissen habe…
Wenn ich nichts mehr falsch mache…

Siehst du was ich meine.. Es ist überall.

Worauf wartest du wirklich? Brauchst du eine Erlaubnis um zu starten? Ja, es ist deine Eigene!
Ein guter Zeitpunkt einen neuen Weg einzuschlagen, ist genau dann dran, wenn du es sagst.
Mache dein Glück also bitte nicht von Äußeren Umständen abhängig.

Und fordere nicht zu viel am Anfang. Denn es ist natürlich, das sich hier ein anderes Bild bietet als beim Endergebnis. … Soll ja auch so sein.

Hab Vertrauen in dich und trau dir. Lass deine Ausreden nicht stärker sein, als deine Wünsche.

Wie sieht dein Wenn gerade aus? Wenn der Boden endlich mal wieder schön trocken ist… Wenn es bis um 22.00 Uhr hell ist… Doch wenn wir zu lange warten, ist der Zauber des Moments vorbei und vielleicht starten wir nie!

Und möchtest du deinen Selbstwert, wieder schreddern indem äußere Umstände wichtiger sind als du?

Ich freue mich auf unseren gemeinsamen Weg in eine ’neue‘ Pferdewelt.

 

Ich wünsche dir alles Gute, auf deinem Weg, bewusst, liebevoll, zu wachsen.

 

Deine Finja

 

Ps. Wenn ich mal Zeit habe, ernähre ich mich gesund… Klassiker!

Kannst du deine Bedürfnisse formulieren?

Ich war gestern Abend auf einem Vortrag von einem meiner Mentoren in Hamburg. Und einen Aspekt des Abends möchte ich dir hier weitergeben: Bist du glücklich?
Ja oder Nein?

Du bist glücklich? Dann ist da der Weg.
Wenn du unglücklich bist, bist du derzeit von deinem Weg abgekommen. So einfach und unkompliziert! Keine Ausreden.. Ja, aber.. ich muss doch… Nein.

Du darfst mit deinem Glückskompass arbeiten. Das haben die meisten von uns verlernt …

Wenn du glücklich bist, egal in welchem Moment auch immer… das ist genau deine Richtung, in die deine Seele gerne möchte. Versuche ab heute sehr bewusst mit diesen Situationen zu sein. Vielleicht möchtest du sie aufschreiben? Damit du dich in schweren Zeiten dran erinnerst?

So weit so gut. Doch warum ist es so schwer, einfach dahin zu gehen wo du glücklich bist?
Für mich gesprochen (wobei ich denke da dies gerade einen Großteil der Frauen dort draußen betrifft) kann ich sagen, das ich im Zusammenleben mit anderen manchmal Probleme habe meine eigenen Bedürfnisse zu formulieren.

Ich bin mir nicht ganz sicher, ob mein Unterbewusstsein abgespeichert hat, dass es anderen egal ist oder ob ich egoistisch bin… Doch ich fühle, das ich immer noch über meine eigenen Bedürfnisse hinweg trete, wenn jemand anderes dabei ist und dieser seine formulieren kann.

Vielleicht unterstützt dich auch das Wort Meinung? In meinem ‚alten‘ Leben hatte ich einen Vorgesetzten dem nach gesagt wurde: Du gehst mit deiner Meinung rein und nach dem Gespräch kommst du mit seiner raus.
Und das stimmte.
Dieses Phänomenen hatte ich einige Male. Auch eine Kollegin, hatte diese Fähigkeit und ich begann, meine Bedürfnisse und Meinungen immer weniger nach außen zu tragen.

Und weißt du was passiert? Das schlägt ordentlich auf die Leber. Gedankenlesen können die wenigsten… Egal ob Mann oder Frau. Es trägt also nur kurzzeitig zu einem harmonischen Betriebsklima zu, danach sorgt es für eine angespannte Stimmung -weil die gegenübersitzende Person dauernd über deine Grenzen hinweg schreitet und deine Bedürfnisse ignoriert… nunja du hast sie auch nie kund getan.
Wir denken dann häufig unser Gegenüber wird schon von selbst drauf kommen… Nochmal Gedanken lesen ist schwer!

Um dieses Thema heute anzugehen, möchte ich gerne dich noch einmal an den Glückskompass erinnern.

Wenn du heute etwas tust, vielleicht ausreiten. Musst du es? Weil das Wetter gut ist, die anderen ausreiten usw.
Oder möchtest du es ? Achte drauf was du jemand anderem erzählst.
Und wenn du nun etwas nicht mehr tun willst, weil dein Glückskompass nicht ausschlägst, darfst du lernen zu sagen: Ich möchte nicht. (Und nicht ich kann nicht…)

 

 

Ich freue mich auf unseren gemeinsamen Weg in eine ’neue‘ Pferdewelt.

 

Ich wünsche dir alles Gute, auf deinem Weg, bewusst, liebevoll, zu wachsen.

 

Deine Finja

 

Ps. Wann haben wir verlernt ehrlich zu sein?

Minimalismus

Noch eins meiner Lieblingsthemen, habe ich ein Glück! 😀

Minimalismus!

Kannst du von dir sagen das du ein minimalistisches Leben führst? Und ich rede nicht von einem Kontostand, nachdem dein Pferd ihn mal wieder gefordert hat..

Mich hat es früher ehrlich gesagt nicht sehr interessiert.. Ich kaufte regelmäßig neue Dinge für mich und die Pferde, fühlte mich kurzzeitig besser und weiter ging es.
Vier verschiedene Kopfstücke und 5 bunte Gamaschen, tolle Pads…
Brauchte ich das? Nein! Wusste ich es? Nein!

An einem warmen Sommertag vor zwei Jahren zogen wir mit drei Pferden los. In ein Abenteuer. Und da man bei Abenteuern, ja nicht weiß was auf einen zukommt waren wir für alles gewappnet. Das bedeutet in den vier quietsch-roten Ortlieb Bags waren allein auf dem Packpferd 64 Kilo verstaut! Jedes Pferd trug dann nochmal um die 15 Kilo extra.

Wenn du nun kein erfahrener Wanderreiter bist denkst du vielleicht.. Ja braucht man ja auch alles.

Doch diese Dinge, deutlich mehr als 100, musst du jeden Tag neu verstauen. Jeden Morgen heißt es satteln, die Bags gleichmäßig bepacken, festzurren und hoffen das sie gleichmäßig aufliegen und sonst das selbe noch einmal von vorn.
Wenn du dann endlich unterwegs bist, ist all das Zeug so wahnsinnig sperrig, das du jedes Mal einen kleinen Tobsuchtsanfall bekommst, wenn du ein Wäldchen durchstreifst, in dem die Bäume es wagen nicht in einem 5 Meter abstand zu wachsen.?

Okay. Ich glaub du verstehst meinen Punkt. Viel Zeug macht dich unbeweglich und klaut dir deine Zeit und vor allem macht es dich emotional… Vielleicht auch nur mich?

Schon 8 Tage später hatte sich das Gepäck auf 41kg reduziert und am Ende von 32 Tagen hatten wir die finalen ~ 23 kg.
Von 64 kg zu 23 kg!!! Und wir haben es überlebt! Kamen schneller voran und es entlastete nicht nur die Ponys!

Einige Monde später, zurück in Deutschland, entrümpelte ich rigoros. Es fiel mir nicht schwer. Denn all dieses Zeug um mich herum lies mich kaum noch atmen. Und gerade all diese Pferdesachen, lassen ja auch noch für sich arbeiten… Stichwort: Lederpflege!

Deine Aufgabe für heute wird also sein: Was brauche ich in meinem Sattelschrank wirklich? Kann etwas in den Müll? Kann ich etwas verschenken? Kann ich etwa verkaufen? Dann tu es noch heute!

Verschwende deine Energie nicht unnötig, in dem du immer um 3 Fliegendecken herumgreifen musst, um an die Lederpflege zu kommen…

Wenn du für Minimalismus und Ordnung im Außen sorgst, darfst du dein Innen nicht vergessen.
Erinnere dich einmal an deinen Laptop, vielleicht sitzt du ja auch gerade dran? Wie viele Tabs sind offen? Kennst du die Menschen die hier immer mind.12 verschiedene Tabs im Hintergrund geöffnet haben..
Geht es dir nicht auch in deinem Kopf manchmal so. Verdammtes Multitasking!

Wie all diese geöffneten Tabs deinem PC die Prozessorgeschwindigkeit klauen und ihn immer langsamer machen, tun all die verschiedenen Aufgaben in deinem Kopf es auch.
Wenn du es übertreibst, sagen sowohl dein PC, als auch dein Kopf irgendwann ????? !

Daher kann deine mentale Aufgabe für heute sein: Mache eine Sache zur Zeit. Schließe deine Vorgänge ab. Lasse nichts offen, wenn du es schon erledigt hast.

Denn dann tritt ein tolles Phänomenen auf. Du wirst schneller und hast mehr Zeit und Energie.

 

Ich freue mich auf unseren gemeinsamen Weg in eine ’neue‘ Pferdewelt.

 

Ich wünsche dir alles Gute, auf deinem Weg, bewusst, liebevoll, zu wachsen.

 

Deine Finja

 

Ps. Warum hat man uns Frauen bloß immer suggeriert, Multitasking sei gut???