Wie man mit 20% Einsatz, 80% Ergebnis erreicht

Wie man mit 20% Einsatz, 80% Ergebnis erreicht

‚Mit 20% Aufwand erreichen wir, 80% unseres Erfolges‘ (Vilfredo Pareto)
Ein Klassiker im Zeitmanagement, oder? Auch du wirst schon davon gehört haben. Mir geht es aber heute um die spezielle Art zu denken die da hinter steht.

Auf deinen ganz persönlichen Erfolg mit deinem Pferd gemünzt, bedeutet es, dass 20 Prozent deiner Anstrengungen, für 80 Prozent deines Erfolges zuständig sind.
Lass dir das einmal auf der Zunge zergehen!

Es ist für mich vor allem ein Apell sich auf die wesentlichen Dinge des Lebens zu fokussieren, denn der Großteil aller Anstrengungen setzten wir für Unnützes ein.

Leider ist der Zeitfaktor heutzutage immer noch die bevorzugte Messgröße! Du kennst es auch von der Arbeit.. ‚Wer sich am längsten im Büro aufhält, schafft am meisten.‘ Ist es wirklich so ? Für mich gesprochen – Nein! Ich weiß das ich mich sogar immens viel produktiver fühlte, als ich unter Zeitdruck, nur wenig Zeitstunden zur Verfügung hatte.

Heute, weniger als eine Woche vor Weihnachten, helfen dir ein paar Gedanken zum Pareto Prinzip hoffentlich bei dir zuhause und bei deinem Pferd, weiter, deine Zeit sinnvoll zu nutzen.

Nach Pareto macht es also Sinn:

wenn du erkennst, welche deiner Tätigkeiten zu den 20 Prozent gehören, die den meisten Erfolg bringen.

Diese Dinge dann immer zuerst zu tun.

Gerade bei den Pferden spielt das WIE eine größere Rolle als das WAS!

60 min und ein schwitzendes Pferd, bedeuten noch lange nicht das du nun einen Schritt näher an deinem Ziel bist.

Du erkennst du welche Dinge überflüssig sind und kannst diese einschränken oder gar nicht erst machen.. (Obwohl das manchmal so schwierig ist, wenn uns unsere Gewohnheiten, dazwischen funken…)

Wenn du ein Perfektionistischer Mensch bist, darfst du ihn im Zaum behalten..

Im Grunde, darfst du lernen wichtiges vom unwichtigen zu unterscheiden, dann wirst du dich auch nicht mehr so leicht verzetteln.

Und es ermutigt dich einmal mehr, deine Ziele sauber zu definieren… und das nicht nur am Jahresende, bitte. Regelmäßigkeit ist hier das Zauberwort.

Schau auf die Dinge in deinem Alltag, die du delegieren, ignorieren oder lassen könntest.

Was könntest du streichen, einschränken oder delegieren?

 

 

Ich freue mich auf unseren gemeinsamen Weg in eine ’neue‘ Pferdewelt.

 

Ich wünsche dir alles Gute, auf deinem Weg, bewusst, liebevoll, zu wachsen.

 

Deine Finja

 

Ps. Geht es nur mir so, oder ist es für dich genau so schlimm die Kontrolle an jemand anderen abzugeben?

Kannst du um Hilfe bitten?

In den vergangenen Tagen ist mir aufgefallen, dass es zwei Arten von Menschen gibt. Die Einen, für die es die leichtete Sache der Welt ist, ihre Mitmenschen um Hilfe zu bitten und die anderen, für die es die größte Herausforderung überhaupt ist.

Selbst nur kurz nachzufragen, ob man das Pferd kurz halten kann, wird da schon zur Mutprobe. Lieber fahren sie Nachts um 23 Uhr nach einem langen Tag bei der Arbeit und mit den Kindern, noch selbst zum Pferd um hier auszumisten…. Verstehe mich nicht falsch, das kann viele Thematiken beinhalten, heute geht es explizit um die Hilfe.

Denn auch hier ist es häufig ein Thema aus der Kindheit… Kommst du aus einem leistungsorientierten Haushalt?
Selbst in Situationen, äußerster Ohnmacht und Überforderung kämpfen einige Menschen noch mit dem Bemühen, alles alleine schaffen zu wollen.

Und was kann dahinter stecken? Vielleicht ist es in vereinzelten Fällen wirklich mal die Eitelkeit oder der mangelnde Wille, sich eine Schwäche einzugestehen. Doch ist es nicht meistens (unterbewusst) einfach die Angst zurückgewiesen zu werden?
Wir wollen unseren Mitmenschen ja nicht zur Last fallen… Vielleicht werden wir dann weniger respektiert oder gemocht…

Ich möchte das du dir heute überlegst, ob du heut nicht einmal um Hilfe bitten kannst, vorausgesetzt du gehörst zur zweiten Kategorie. Und gerne kannst du dir vorher schon überlegen, wie du dich revanchieren kannst. Es wird dich überraschen, dich einmal hilfebedürftig zu zeigen, wird deine Beziehungen stärken. Du gibst so deinen Mitmenschen die Möglichkeit auch einmal etwas gutes zu tun.

Abschließend möchte ich dir die Geschichte mit dem Hammer von Paul Watzlawick mit auf den Weg geben.

„Ein Mann will ein Bild aufhängen. Den Nagel hat er, aber nicht den Hammer. Der Nachbar hat einen. Also beschließt unser Mann, zu ihm herüber zu gehen und ihn auszuborgen. Doch da kommt ihm ein Zweifel. Was, wenn der Nachbar mir den Hammer nicht leihen will? Gestern schon grüßte er mich nur so flüchtig. Vielleicht war er in Eile. Vielleicht hat er die Eile nur vorgeschützt, und er hat was gegen mich. Und was? Ich habe ihm nichts getan; der bildet sich da etwas ein. Wenn jemand von mir ein Werkzeug borgen wollte, ich gäbe es ihm sofort. Und warum er nicht? Wie kann man einem Mitmenschen einen so einfachen Gefallen abschlagen? Leute wie dieser Kerl vergiften einem das Leben. Und dann bildet er sich noch ein, ich sei auf ihn angewiesen. Bloß weil er einen Hammer hat. Jetzt reicht´s mir wirklich. – Und so stürmt er hinüber, läutet, der Nachbar öffnet, doch bevor er „Guten Tag“ sagen kann, schreit ihn unser Mann an: „Behalten Sie Ihren Hammer“. “

 

Ich freue mich auf unseren gemeinsamen Weg in eine ’neue‘ Pferdewelt.

 

Ich wünsche dir alles Gute, auf deinem Weg, bewusst, liebevoll, zu wachsen.

 

Deine Finja

 

Ps. Auch die anderen kochen nur mit Wasser…

Handelst du aus Angst oder Liebe?

Jeden Tag triffst du Entscheidungen. Du musst dich z.B. entscheiden, ob du überhaupt zum Pferd fährst.
Dann entscheidest du dich was du mit dem Pferd machst.
Du entscheidest dich für eine kurze Katzenwäsche oder der 2 1/2 Stündigen Wellness- Massageeinheit für dein Pferd. Wald oder Platz? Ausritt alleine oder mit anderen ?

Diese täglichen Entscheidungen bist du gewöhnt.. Doch je bedeutungsvoller die Entscheidung ist desto länger brauchen wir und grübeln lange drüber nach.
Soll ich alles hinschmeißen und das Pferd verkaufen oder nicht? Soll ich diesen Job annehmen oder nicht?

Wenn ich vor dieser Art von Entscheidungen stehe und nicht weite weiß, hole ich mir etwas ins Bewusstsein. Vielleicht kann es auch dir helfen…

Ich frage mich immer handle ich nun aus Liebe oder aus Angst. Ich war lange (und bin es immer noch häufig) gefangen in der Angst und das fühlt sich für mich nicht schön an. Vor allem vermisse ich dort mein Entfaltungspotential… Daher frage ich mich was würde die Liebe jetzt tun?

Das meist geführte Gespräch mit verschiedenen lieben Menschen dieses Jahr war wohl, ob sie noch weiterhin in ihrem Job bleiben sollten, obwohl er sich nicht erfüllend zeigt.
Und hier gibt es dann nach dem Liebe / Angst Spektrum, zwei verschiedene Varianten.

Ich bleibe lieber in meinem Job, weil ich ja doch nichts anderes finde. (Und dann kannst du jetzt noch eine beliebige Selbstwert zerstörende Floskel mit einbinden.. Ich bin ja nur… Ich bin schon… usw.)
Dies ist eine Entscheidung, welche aus Angst getroffen wird.

Gleiche Situation, aber aus dem Ansatz der Liebe:
Ich werde mir einen neuen Arbeitsplatz suchen, bei dem ich meine Fähigkeiten viel besser einbringen kann und endlich mein Geld mit dem was ich gern tue verbringen kann.

Wenn du jetzt, heute vor einer Entscheidung stehst, die du nicht gleich treffen kannst, frage dich jetzt:
Wenn ich mich dafür entscheide, tue ich es aus der Angst oder für die Liebe?
Wenn es die Angst ist – wovor genau!
Wenn es die Liebe ist – was liebe ich daran?

Mit diesen Gedanken, fallen mir Entscheidungen zu treffen leichter…

Stehst du gerade vor einer großen Entscheidung?

 

Ich freue mich auf unseren gemeinsamen Weg in eine ’neue‘ Pferdewelt.

 

Ich wünsche dir alles Gute, auf deinem Weg, bewusst, liebevoll, zu wachsen.

 

Deine Finja

 

Ps. Es erfordert Mut & es ist nicht schlimm wenn er noch nicht da ist.

Spieglein, Spieglein…

Gestern sprach ich – praktisch den ganzen Tag – mit einer Freundin über die Spiegelungen.. und das kann dir nicht nur mit deinem Pferd weiterhelfen, sondern vielleicht dich auch in deinem Leben begleiten..

‚Wie es in den Wald hinein schallt, so schallt es auch hinaus.‘ Kommt dir dieser Spruch bekannt vor?

Wir rufen andauernd etwas in den imaginären Wald hinein. Manchmal bewusst, manchmal unbewusst. Und dabei sind auch nicht immer unsere Worte gemeint… Viel mehr unsere Taten. Das was von der Welt zurück schallt, hat dann häufig was damit zutun, was wir hinein gesprochen haben.

Laut dem Spiegelgesetz ist also, alles was dir im Außen begegnet ein Spiegel deiner Selbst. Du nimmst in deiner Umwelt und dich umgebenden Menschen oder Tieren, das was du auch in dir siehst.

Wenn dir an deinem Gegenüber, etwas positives auffällt, so passiert das nur weil du diese Eigenschaft auch inne hast oder sie noch entfalten darfst.

Andersrum ist es ebenso. (Auch wenn wir es manchmal gar nicht wahrhaben wollen…) Dich regt eine Person oder ein Tier richtig auf? Du lehnst eine Eigenschaft komplett ab oder bist fleißig am kritisieren? Überraschung! Auch du besitzt diesen Charakterzug. Du findest ihn an dir nur absolut schlimm und versuchst ihn zu unterdrücken und erlaubst dir nicht so zu sein.

Christian Bischoff bringt es wie immer auf den Punkt: Wenn ich sage mein Gegenüber ist ein A*****och oder scheiße, dann meine ich in Wirklichkeit: Ich bin scheiße…

Zeige mit einem Finger auf deinen Gegenüber und drei Finger werden in deine Richtung schauen. So ist es nun einmal.
Nachdem es eine Zeit gab, in der ich da stark gegen an gekämpft habe, weil ich mich auf gar keinen Fall in Verbindung mit meinem nervigen Gegenüber bringen wollte.. und damit nicht weiter kam.
Denn (oh Wunder..) kamen immer wieder die ähnlichen Menschen oder Pferdetypen auf mich zu, die mich an den Rand eines Tobsuchtsanfall brachten.

Ich habe damals noch aus Zufall. und heute ganz bewusst begonnen dran zu arbeiten. Was spiegelt mir mein Gegenüber, was ist es genau , was ich nicht mag. Was stört mich an ihm? Und dann schaue ich bei mir. Welchen Anteil habe ich noch nicht angenommen? Welche Emotionen oder Charakterzüge habe ich noch nicht liebevoll integrieren dürfen?

Diese Persönlichkeitsentwicklung kann man wirklich empfehlen… Man trifft viel weniger “anstrengende“ Menschen und hat ein glücklicheres Leben.

Wenn dein Pferd also heute auf dem Paddock scheinbar unfair ein anderes Pferd wegschickt… Was macht es in dir?
Welche Situationen hast du schon erlebt und gibt es etwas was dir beim Lesen direkt in den Kopf geschossen kam?

Ich freue mich auf unseren gemeinsamen Weg in eine ’neue‘ Pferdewelt.

 

Ich wünsche dir alles Gute, auf deinem Weg, bewusst, liebevoll, zu wachsen.

 

Deine Finja

 

Ps. Butter bei die Fische… Wer nervt mich so richtig? Und wie sieht mein Bild im Spiegel dazu aus?

Darf ein Pferd nein sagen?

Ich brauche nicht lange um den heißen Brei herum reden.
Meine Antwort ist Ja.
Ja zu Nein!
Ich habe momentan noch eine Einschränkung dazu. Wenn es um die Sicherheit von Dir, Mir oder anderen Pferden geht.
Doch glücklicherweise selten ist das der Fall!
Wir wünschen uns einen gleichberechtigten vierbeinigen Partner? Dann dürfen wir lernen zu akzeptieren, dass dieser auch mal Nein zu deiner Idee sagt.
Vielleicht hattest du die Situation schon einmal mit deinem Partner zuhause. Du wolltest unbedingt zu diesem leckeren Italiener. Dein Freund hatte, aber so gar keine Lust schon wieder auf Pasta oder Pizza und hat Nein gesagt. Hast du ihn hinter dir her zum Italiener geschliffen? Ihn angebrüllt? Oder ihm eins übergezogen, damit er jetzt mit dir dahin geht?
Ich denke nicht.
Du hast ihn hoffentlich einen Gegenvorschlag machen lassen.
Und als du dich drauf eingelassen hast, hast du dich zum Essen bei dem kleinen Inder wiedergefunden, den du schon total vergessen hattest. Und das Curry schmeckt hier besser als alles vom Italiener.
Warum gehen wir so mit Menschen um, aber sobald es um Pferde geht, gibt es komplett andere Vorstellungen?
Wenn ein Pferd Nein sagt, dürfen wir lernen, zu fragen: Warum?
Letztendlich geht es um Kommunikation.
Ist es nicht unfassbar spannend herauszufinden, warum dein Pferd nein sagt? Versteht es dich nicht? Ist es körperlich dazu nicht in der Lage? Vielleicht willst DU es eigentlich auch gar nicht.
Also warte mit Freude auf die ‚Neins‘ deines Pferdes und finde heraus warum…
Jetzt bin ich gespannt auf deinen Kommentar! Bei welchem Nein deines Pferdes, weißt du gerade nicht weiter?

Ich freue mich auf unseren gemeinsamen Weg in eine ’neue‘ Pferdewelt.

Ich wünsche dir alles Gute, auf deinem Weg, bewusst, liebevoll, zu wachsen.

Deine Finja

Ps. Bist du bereit deine Fehler einzugestehen ?

Zu Jung!

Ich bin manchmal geschockt davon was Pferde in ihren jungen Jahren schon alles durchgemacht haben.

Und das alles, weil Menschen ihre Bedürfnisse nicht verstanden haben oder keine Zuneigung oder Liebe zu den Pferden haben.

In Zeiten von Facebook, trifft man in den Gruppen immer wieder auf shitstorms, gegen Menschen die ihre  dreijährigen Pferde als schon geritten verkaufen.

Doch was man auf Facebook weniger sehen kann, dafür aber nicht zu knapp auf den Reiterhöfen.  Emotional gestresste Jungpferde. So gestresste Pferde, das man bei uns Menschen einen Burn out diagnostizieren würde.

Nicht umsonst nehmen auch die körperlichen Beschwerden, rasant zu.

Wir dürfen lernen den Druck von unseren und den Schultern unseres Pferdes zu nehmen. Häufig treffe ich auf Menschen, die mich fragen, ob ihr Pferd schon bereit sei zum anreiten. Viele hätten sie drauf angesprochen. Das Pferd sei schon 3  oder 4 Jahre alt und müsse jetzt endlich mal geritten werden.

Ich denke, dass wir endlich lernen dürfen das ein Alter keine Rolle spielt! Wir müssen uns das Gesamtbild ansehen. Denn viele Pferde haben noch gar nicht gelernt mit all dem Druck umzugehen, der meist in der Menschenwelt auf sie abperlt.

Ich habe mal einen Wallach kennengelernt, der nun bei einer liebevollen Besitzerin angekommen war. Zuvor wurde er auf Turnieren verheizt. Ja.. das ist das passende Wort dafür.

Er war wütend. Und das nur noch jeden Tag. Die Vorbesitzer erzählten es in einem kurzen Nebensatz, gingen doch viel mehr auf sein Gangbild ein, welches ihm schon seit seinem vierten Lebensjahr  viele Schleifen eingebracht hatte.

Ich sollte die beiden dabei unterstützten wieder Lebensfreude zu zeigen! Und das war gar nicht so einfach. Ein Pferd, welches sich nicht gerne anfassen lässt. Nicht gerne gesattelt wird. Nicht gerne ein Halfter um bekommt. Nicht gerne geritten wird.

Er ist ein sehr charakterstarker Wallach. Es war schnell klar, das er noch nie ‚gefragt‘ wurde etwas zu tun. Es wurde immer Befohlen.  Und auf Befehle hat man nicht die Möglichkeit eigene Befindlichkeiten mit rein zu packen.

Er bekam nie die Anerkennung die diesem intelligenten Wallach gebührt hätte. Er war immer der Miesepeter, der schlecht gelaunte, das beißende Pferd.

Wenn er wieder eine Schleife nach Hause gebracht hatte, wartete schon der nächste Wettbewerb. Es war nie genug. Alles was er tat, war nie perfekt.

Er durfte also seine zweite Jugend beginnen. So wie man sich das wünschen würde. Ungeachtet der Dinge, die dieses Pferd schon alles konnte, wurde erst einmal wieder das Halftern geübt. Auf kleinste Zeichen geachtet. Ihm Zugehört. Bis er das Gefühl hatte gehört zu werden.

Kein Ohrenanlegen. Kein beißen.

Bitte achte auf dein junges Pferd. Es wird dir, WENN du genau zuhörst genau sagen, WANN e dazu bereit ist! Es ist kein Hexenwerk. Bleib einfach in Kommunikation mit deinem Partner Pferd und höre nicht auf die Stimmen da draußen, wenn sie nicht mit deiner Überein stimmen.

Ich freue mich auf unseren gemeinsamen Weg in eine ’neue‘ Pferdewelt.

Ich wünsche dir alles Gute, auf deinem Weg, bewusst, liebevoll, zu wachsen.

Deine Finja

Ps. Auf Facebook ist es immer leicht, sich über jemanden zu beschweren.. Wie ist es bei dir zuhause auf dem Hof?

 

Eselsohr „Paddock Paradise – eine Anleitung zur natürlichen Pferdehaltung“

Endlich habe ich es geschafft.

In weniger als 24 Stunden habe ich die 122 Seiten der Bibel für eine möglichst artgerechte Pferdehaltung, durchgelesen.

Jaime Jacksons ‚Paddock Paradise – A guide to Natural Horse Boarding‘

In der englischen Originalausgabe und das wo ich mich immer so durch englische Bücher quäle…

Gutes Zeichen sage ich euch! Also lasst uns beginnen….

Es hat einen simplen Grund, warum ich mich erst jetzt an dieses Buch herangesetzt habe… Die Erstausgabe ist nicht neu: Nein, sie ist schon im Jahre 2006 erschienen! 10 Jahre!! Schon vor einigen Jahren habe ich zum ersten Mal den Begriff Paddock Paradise gehört. Das Konzept gefiel mir, die Infos zog ich aus dem Internet, nicht aus dem Buch.

Denn lasst mich ehrlich sein, das Design des Buches hat mich tatsächlich abgeschreckt. Für diesen grünen Albtraum eines Covers 27 $ ( oder lt. Amazon 47,99 EUR !!!) auszugeben, fand ich doch etwas zu krass. Zum Glück musste ich das auch nicht, sondern habe es bei einer Freundin verschlungen, die scheinbar nicht so leicht abzuschrecken ist..

Ich wusste schon vor dem Lesen des Buches, dass ein Paddock Paradise eine Möglichkeit ist seine Pferde zu halten. Das Herzstück dieses Paddocks sind seine Wege mit verschiedenen Anregungen diese tatsächlich abzulaufen.

Das Buch ist bei der ‚Star Ridge Company‘  erschienen, dieses kleine Familienunternehmen hat es sich auf die Fahnen geschrieben die Welt zu einem besseren Ort für Pferde zu machen und Menschen die sich um sie kümmern. Dies trifft auf Jaime Jackson alle Male zu!

Als Hufbearbeiter der sich der naturalhoofcare (auch bevor dieser Begriff überhaupt existierte) verschrieben hat, wird das Thema Pferdehaltung von dem Pferdegesundheit auch insbesondere die der Hufgesundheit Blickwinkel beleuchtet und erklärt. Denn diese Haltungsform ist nicht nur für die Gesunderhaltung der Pferde gedacht sondern ebenfalls als Prävention und sogar der Heilung der Pferde.

Jacksons Werk geht (nahezu) allumfassend auf die Einzelheiten des Konzeptes ein. Von den Learnings der Wildpferde, welche er 4 Jahre beobachtete, über seine Umsetzung dieser bis hin zu einem Fallbeispiel, welches viele der Vorzüge seines Konzeptes zeigt.

Er verdeutlicht im ersten Kapitel seines Buches, wie der Bewegungsrhytmus einer Wildpferdegruppe im Great Basin aussieht. Und geht jeden einzelnen ‚Aufenthaltsort‘ ab. Besonders ansprechend für die visuellen Typen unter uns hat er eine repräsentative Karte mit den einzelnen Tracks ins Buch eingebracht.

In dieser umfangreichen Lektüre geht, Jackson zunächst auf seine Erfahrung während seiner Zeit bei den Wildpferden ein. Was hat er von ihnen gelernt? Denn er hat genau hingesehen in dieser Zeit, er hat gesehen dass die Pferde (wie alle Fluchttiere) Tracks benutzen um sich fortzubewegen. Auf einer anschaulichen Landkarte hat er diese Tracks aufgezeichnet mit all seinen kleinen Stationen denen das Wildpferd auf dem Track begegnet… Oder zumindest diese Herde im Great Basin.

Diese Erfahrungen hat er sich für sein Projekt zu Herzen genommen und versucht diese auch gewissermaßen zu übernehmen. Viele, meiner Meinung nach, großartige Beobachtungen hat er einfließen lassen. Denn seine PPs enthalten nicht nur die besagten Tracks, sondern ebenfalls Wasserlöcher mit Matschbaden (keine Sorgen wegen herein Pieschern oder Äppeln, nicht säubern- für die Pferde in der Wildnis ein muss) , verschiedene Bodensegmente, Staubbäder für Pferde, Salz-, Mineral-, und Calziumlecksteine (wobei er dazu anrät diese in viele kleine Steine zu zerrbrechen und diese direkt auf dem Boden zu Positionieren – wieder die als Idee der Wildpferde die mit ihren Hufen nach den passenden Mineralien graben), ein Campingunterstand (er ist kein großer freund von campenden Pferden wie er sie nennt, Pferde die an einer stelle verweilen, doch gerade für das fressen ist es widernatürlich, denn in der Natur bedeutet fressen gleich Bewegung und nicht campen was wir Menschen daraus gemacht haben), verschiedene Heusorten und Haufen auf dem weg ( denn  nur eine widerkehrende Mahlzeit ist langweilig und auf die Dauer nicht ausreichend – wie bei uns ), sogar weitere Pferde wie Kühe, Ziegen, Schafe oder Lamas sind auf dem track oder daneben erlaubt, auf rat er dazu den Hafer mit dem heu zu vermischen bzw. ihn in kleinen Portiönchen damit zu füttern… die Umsetzung sieht für mich aber leider nur schwer machbar aus!

platz für Spiel oder Kampfverhalten, doch reicht hierfür 1 mal bis max. 45 min oder 2 mal 20 … ich denke das  wurde sich in meiner Planung umsetzen lassen wahrend des Mistens u.a. auf dem reitplatz u.a. übrigens wurde er sogar einige Haufen als Markierung auf dem track lassen, ich sehe das bei unseren deutschen Flächen allerdings größtenteils kritisch!, Kräuter auf dem Weg (hier werde ich mich tatsächlich weitergehend informieren welche ich nutzen könnte um die Ernährung meiner Pferde zu unterstützen. also falls ihr Tipps habt… her damit! ), Steine, Baumstamme und Äste, was ich dann tatsächlich eine Spur übertrieben finde ist seine Idee den Track mit Puma Geräuschen und / oder Duften zu versehen um die Pferde zur Bewegung zu animieren. Bewegung ist gut,aber ich möchte kein Wildpferd. Ich möchte einen Partner und diesen darf ich nicht bis hin zu seinen Urängsten erschrecken, nur damit dieser mehr läuft.

Dieser ganze Track fuhrt um eine oder die Weideflache herum… Da gibt es natürlich unzählige Varianten, wenn ihr den kreativen Teil eures Gehirnes anstrengt. Schickt mir gerne Bilder von eurem persönlichen Track, gerne lasse ich mich von euch Inspirieren.

Für mich ist das eine großartige erneute Bewusstwerdung, dass eine Offenstallhaltung zwar eine artgerechtere Haltung der Pferde in einer Herdenhaltung ermöglicht, als das es bei der herkömmlichen Boxenhaltung möglich wäre, doch dass ohne die Bewegungsanreize an verschiedenen Stellen die Pferde praktisch den ganzen Tag nur am ‚campen‘ sind, was wirklich nicht der natürlichen Bewegung der Pferde entspricht.

Das letzte Kapitel des Buches befasst sich mit einer Kundin die noch vor der Erstellung des Buches sich mit der Idee eines Paddockparadises von Jackson auseinander gesetzt hat und dieses auf ihre Weise umgesetzt hat. Hier ist wirklich sehr persönlich beschrieben – mit dem passenden Kommentar Jacksons was sie im jeweiligen Schritt bzw. Bild umgesetzt hat und warum. Dieses motivierte auch mich selber wahrend des Lesens Zettel und Stift zu schnappen und beginnen einen Plan zu zeichnen. Mit dem Unterschied nur die Flache und die fixen Gebäude und weiteren Gegebenheiten einzuzeichnen und die Zaune wie sie nun sind komplett weg zu lassen, was der Vorstellung freien lauf lasst.

Also Zusammengefasst liefert dieses Buch einen wunderbaren Überblick über die ‚wahren‘ Bedürfnisse und Belange der Pferde (bevor wir diese Vermenschlicht haben und sie in dunkle Höhlen gesperrt haben wie es uns Menschen genehm ist, da wir Raubtiere sind.) und es zeigt auf wie du diese Bedürfnisse auch auf deinem eigenen Stück Land machen kannst – Unabhängig von der Größe oder der Form deiner zur Verfügung stehenden Fläche. Es hat mich nicht zum Umdenken bewegt, brauchte es gar nicht.. aber es hat mich zum Beginnen gebracht, so motivierend wirkte es.

Zum Wohle der Pferde! Ein Hoch darauf!

Ich freue mich auf unseren gemeinsamen Weg in eine ’neue‘ Pferdewelt.

Ich wünsche dir alles Gute, auf deinem Weg, bewusst, liebevoll, zu wachsen.

Deine Finja

Ps. Hände hoch… Wer sieht die Pferde auch immer auf dem Paddock nur stehen?

Werde zu dem Pferd, welches du in der Welt sehen möchtest

Ghandis ewige Weisheit: „Du musst die Veränderung sein die du in der Welt sehen willst.“ kennt jeder. Wahrscheinlich sind mittlerweile Millionen von Wandstickern und ähnlichem gedruckt wurden.

Also warum diese Weisheit nicht nutzen. Und ich meine nicht nur im Poesiealbum als dein persönliches Motto.

Erwecke dieses Zitat zum Leben!

Den ersten Schritt den du dafür meistern darfst ist Folgender:

Wenn dich damit nicht wohl fühlst, das dein Pferd dich über den Platz am Führstrick hinterher schleif, dann tu du es bitte auch nicht!

„Nein, würde ich niemals machen!“ Und ich sage dir – Doch tust du. Und das viel zu häufig. Unbewusst.

Du führst dein Pferd aus dem Paddock, ich sehe wie dein kurzer Führstrick auf Spannung ist. Du hast dich noch nicht an die Energie deines Pferdes angeglichen. Du bist immer noch in der stressigen, schnellen Menschenwelt. Nicht in der Pferdewelt des ewigen Jetzt.

Du dein Pferd grast und geht in eine andere Richtung. Du bist mit deinem Handy oder einem Gesprächspartner zu Gange und der Strick spannt sich. Vielleicht gehst du sogar in eine andere Richtung dabei. Oder du bist dir nicht sicher, ob dein Pferd Fressen ‚darf‘, daher hast du noch nicht ganz ‚losgelassen‘.

Du reitest auf einer gleichförmigen Acht. Rechts ist die Schokoladenseite deines Pferdes. Links nicht so. Du ziehst dein Pferd am linken Zügel damit es auf der Figur bleibt, welche du gerade reiten wolltest.

Du brauchst keine spezielle Methode oder einen bestimmten Guru. Es reicht für den ersten Moment, wenn du bewusst wahrnimmst, welche Regeln du deinem Pferd auferlegst. Beobachte dich, ob du diese Regel genau so einhältst wie dein Pferd. Und lache einfach, wenn du bemerkst, die Regeln galten einfach nur für dein Pferd und du hat dich benommen wie ein ungehobelter Wicht.

Wenn du heute mit dieser Achtsamkeit zu deinem Pferd gehst, was hast du erfahren? Ich bin gespannt  auf deine Schilderungen in den Kommentaren.

Ich freue mich auf unseren gemeinsamen Weg in eine ’neue‘ Pferdewelt.

Ich wünsche dir alles Gute, auf deinem Weg, bewusst, liebevoll, zu wachsen.

Deine Finja

Ps. Wenn ich mir nicht sicher bin, ob etwas ‚richtig oder falsch‘ ist beobachte ich mein Pferd, wie fühlt es sich an, wenn es etwas macht? Ich finde in mir immer eine Antwort!

7 Impulse die du beim Pferdekauf nicht vergessen darfst

Ein neues Pferd zu kaufen – womöglich auch noch das erste – das ist eine spannende Erfahrung.

Tiefgehende Emotionen spielen eine große Rolle. Manchmal verlieren wir dann beim Anblick des imposanten Friesen oder des niedlichen Shettys unseren Fokus.

Unseren Fokus auf das was wir eigentlich brauchen und wie unsere eigene Erfahrung ist.

Damit du bestens vorbereitet dein Pferd kaufen kannst habe ich hier sieben Impulse für dich zusammen gefasst, welche dich bei deinem Pferdekauf unterstützen dürfen.

Denn viele Pferdemenschen kommen zu mir, die ihr vermeintliches Herzenspferd gefunden haben. Dies ist eine wundervolle Erfahrung. Doch wenn schon am zweiten Tag das Pferd nicht mehr so drauf ist wie bei dem Verkäufer, geraten wir ins schleudern.

Einige Menschen haben die Pferde dann wieder zurück gegeben. Andere lassen es nur noch auf der Weide stehen und wieder andere versuchen damit umzugehen – nach Bestem Wissen und Gewissen.

Heute geht es um die Vorarbeit. Überlege dir warum du ein neues Pferd kaufen möchtest. Wenn du gerne reitest, sollte dein Pferd dafür die Grundlagen mitbekommen haben.

Wenn du ein Pferd zur Persönlichkeitsentwicklung haben möchtest, darf es sein! Es darf nicht seinen Willen gebrochen haben bekommen.

Wenn du deinen Kindern eine Freude machen willst… Kauf KEIN Shetty. 😉 (Entschuldigt liebe Shetty Besitzer..) Doch ich habe in meinem Leben erst drei astreine Shettys kennen gelernt. Diese Drei nutzen es nicht aus, dass sie um einiges intelligenter sind als deine Kinder. 😀

Impuls No. 1:

Kauf kein Pferd ungesehen!

In der jüngsten Vergangenheit, hatte ich mit einer Dame zu tun die seit sechs Monaten ein Pferd besitzt. Nicht ungewöhnlich?

Sie hat es noch nie gesehen! Ja, das gibt es! Wenn man sich z.B. auf den Stammbaum verlässt. Bestimmt gibt es auch noch weitere Gründe dafür. Aber lass es nicht zu dein Pferd erst das erste Mal, den warmen Atem der Nüstern auf deinen Händen zu spüren, wenn irgendein fremder Mensch es später einmal zu dir bringt.

Vertraue nicht darauf, was andere Menschen über das Pferd sagen. Denn dies ist nur die Abbildung ihrer Realität. Ihrer Erfahrungen. Ihres Könnens. Ihres Pferdeverstandes.

Es soll doch aber dein Pferd werden.

Es gibt auch noch das zweite Extrem. Wenn du kein Fokus auf die Abstammung legst, aber dafür auf den Preis. Wenn es so billig ist, dass es das einzige ist das du dir zulegen kannst….

Spare bitte erst einmal weiter!

[Wenn du Tierkommunikator o.ä. bist… Ich habe so fantastische Geschichten von euren ersten medialen Begegnungen gehört, bevor ihr euch überhaupt Körper, zu Körper kennen lernen konntet. Das zählt für mich schon als Erstkontakt.]

Impuls No. 2:

Gerade wenn es dein Ziel ist zu reiten, nehme eine weitere Person mit.

Wir sind manches Mal von den Umständen die uns bei diesem Pferd erwarten, so überwältigt, dass wir unseren Fokus auf unsere Ziele mit einem Pferd total außer Acht lassen. Habe eine Vertrauensperson dabei, die klar im Fokus dabei bleibt. Sie kann dir helfen, hinter die wunderschönen großen Augen und das glänzende Fell hinaus zu blicken.

Impuls No. 3:

Kläre mit dem Besitzer ab, dass du bei allem dabei sein willst. Bei dem von der Koppel oder aus der Box holen.

Denn so bekommst du schon ein vollständiges Bild von deinem zukünftigen Vierbeiner. Du wirst erkennen, wenn er z.B. schwer einzufangen ist. Oder das er erst ‚ablongiert‘ werden ‚muss‘. Wie reagiert das Pferd auf das Zaumzeug oder den Sattel?

Impuls No. 4:

Lass zunächst den Besitzer Probereiten!

Denn dann kannst du gut erkennen, welche Kenntnisse dein Pferd wirklich hat. Der erste Spruch der sonst schnell fällt ist – naja er kennt dich ja noch nicht – bei mir klappt das (natürlich) gaanz einfach.

Du wirst auch erkennen, wenn dein Pferd vor dem Trecker o.ä. Angst hat. So sehr das ein Proberitt dich schon in Gefahr bringen könnte.

Impuls No. 5:

Wenn du kein Reitanfänger mehr bist, reite in allen Gangarten.

Wenn du es dich nicht bei dem Besitzer traust, warum denkst du das es zuhause besser werden würde?

Impuls No. 6:

Frage den Besitzer, ob er zunächst die Grundgangarten vom Boden zeigen kann. ALLE!

Wenn er den Galopp z.B. auslässt, warum? Geht mein Pferd auf beiden Händen?  Wenn es schon ohne Reitergewicht damit Probleme hat, was veranlasst dich zu denken, das es mit besser wird?

Impuls No. 7:

Höre auf deine Intuition.

Wenn dein Bauch sagt, es ist keine gute Idee mit diesem Pferd, das ein oder andere auszuprobieren, lass es!

Der Besitzer oder vielleicht auch deine Vertrauensperson, wird dir viele hilfreiche Tipps und Anregungen auf den Weg geben.

Doch bitte denk dran: Das sind IHRE Erfahrungen. IHR Können. IHR Gefühl. Wenn jemand sagt, du wirst dich schon dran gewöhnen. Oder das kannst du dem Pferd noch beibringen… Überlege doch mal, kann es dein Herzenspartner sein, wenn ihr euch beide Verändern müsst um zu einander zu passen?

Wenn du für dein Kind ein Pferd kaufen möchtest, achte drauf wie es sich von dem Pferd lösen kann. Wenn es soviel Spaß gebracht hat, dass du es förmlich wegschleifen musst… JACKPOT! Ihr habt Familienzuwachs.

Wenn es schüchtern und ängstlich ist, geht weiter, es ist nicht das richtige Pony.

Wenn du diesen Impulsen folgst, wird es etwas einfacher, deinen perfekten Partner zu finden.

Nun zu dir: Stehst du gerade vor einem Pferdekauf oder kennst jemanden? Dann leite ihm gerne diesen Post weiter und erzähle mir davon.

Wie war es bei deinem Pferdekauf? Was waren bei dir die wichtigen Kriterien… Die Kommentarfunktion wartet auf dich!

Ich freue mich auf unseren gemeinsamen Weg in eine ’neue‘ Pferdewelt.

Ich wünsche dir alles Gute, auf deinem Weg, bewusst, liebevoll, zu wachsen.

Deine Finja

Ps. und im Zweifelsfall lässt du dich von deinem Pferd finden… 😉

Akzeptierst du Zeiten der Rast?

 

Erkältungszeit. Überall fehlen die Menschen auf der Arbeit. Mehrarbeit für die Verbleibenden… Das gibt vielen Menschen die Entschuldigung, gerade nicht mehr auf ihren Körper zu hören.

Ich weiß noch wie ich selber war, als mir das Wort ‚Jahresabschluss‘ die Schweißperlen auf die Stirn getrieben hat. Krankwerden ‚durfte‘ man wirklich nicht und die Urlaubssperre war ein gesellschaftlich angesehenes Instrument, das Ziel zu erreichen.

Oh man… so im Nachhinein denke ich immer wieder wie menschenfeindlich allein diese Denke ist. Die Angestellten sind doch die wichtigsten Stützen dieses Unternehmens. Wäre es dann nicht sinnvoller einen Weg zu finden, wie sie sich selber so mit dem Unternehmen identifizieren, sodass sie freiwillig (!) aus einer intrinsischen Motivation heraus in diesen Zeiten mehr machen?  Das sie den Betrieb unterstützen und die liegengebliebene Arbeit der Kranken während des Jahres auffangen. Und nicht die Kranken beschimpfen, mehr oder weniger (un) heimlich?

Denn wie motiviert wird ein Angestellter sein, wenn ihm nicht einmal die Kankheit gegönnt wird.. Bzw. das Erholen?

Gut ich merke selber ich verliere mich gerade in diesen Themen…

Warte auf die Zeit in dem ich mein Unternehmen so ausbaue das ich mit meinem Mitarbeitern am selben Strang ziehe.. Das wird eine Gaudi.

 

Vielen Menschen in unserer Hochgeschwindigkeitszeit geht es daher gleich… BOOM! Der Körper hat die Notbremse gezogen und wir liegen auf der Nase… ach nein im Bett.

 

Wenn du dich zurück erinnerst, fiel es uns Menschen schon immer schwer Krankheiten im Leben zu akzeptieren. Krankheiten waren in früheren Zeiten eine göttliche Strafe. Und auch heute haben wir die falschen Botschaften ans ‚Universum‘ gesandt und dadurch die negativen Energien angezogen.

 

Letztendlich tun wir uns einfach sehr schwer damit zu akzeptieren, das wir bestimmte Dinge einfach nur sehr schwer kontrollieren können. (Schau auch hier rein!)

Wir werden im Fall einer Krankheit auch nicht müde, uns vorzugaukeln wir hätten das Leben im Griff.
Wir versuchen mit aller Gewalt ihn durch Tabletten und Spritzen zur Gesundheit zu zwingen.

Schmerzen dürfen nicht sein. Sie sind etwas Schlimmes.

Auch ich versuche, wenn ich Schmerzen habe etwas dagegen zu tun, zwar nicht mit der Schulmedizin, aber Wege gibt es genug.

 

Lass dich also heut mal auf den Schmerz oder die Krankheit ein. Was sagt dir das Signal deines Körpers? In welchem Bereich deines Lebens hast du die Balance verloren?

 

Denn das Problem wirst du sicherlich nicht lösen, in dem du deinen Körper als Feind betrachtest und ihn kontinuierlich unterdrücken willst. Er wird nur einen Weg finden sich klarer auszudrücken, dass du auf dem falschen Weg bist, bis du es nicht mehr übersehen kannst.

 

Das Beste was du also in einer heftigen Erkältung machen kannst? Krank sein! Denn das ist es was dein Körper braucht. Leg dich hin. Wenn du das tust ist dein Heilungsprozess meist viel unkomplizierter und kürzer. Reicht es nicht schon sich mit den Schuldgefühlen oder Ängsten rumzuschlagen wenn man krank ist?

Wenn du dich also davon angesprochen fühlst, weil du dich heute auch etwas schwach auf den Beinen fühlst oder deine Nase anfängt zu laufen, fühle als erstes in dich herein. Was sagt mir mein Körper damit?
Erst dann erörterst du bitte, ob du dich für die nächste Stunde krankmeldest.

 

Denn ein Ja zu mir als Unterrichtende, ist dann definitiv ein Nein für dich. Ist es das wert? Kann eine andere Person, mehr Wert sein als du?

Du selbst bist das wertvollste Geschenk für die Welt. Vergiss das nie. Gebe deinen Körper Zeit zu heilen und überlege wie du den Kurs deines Lebens so korrigieren kannst, dass der Schmerz ziehen darf.

 

Ich freue mich auf unseren gemeinsamen Weg in eine ’neue‘ Pferdewelt.

 

Ich wünsche dir alles Gute, auf deinem Weg, bewusst, liebevoll, zu wachsen.

 

Deine Finja

 

Ps. Als Kind habe ich mich sooo gefreut, krank zu sein und zuhause zu bleiben. Warum heut nicht mehr?