Zu Jung!

Zu Jung!

Ich bin manchmal geschockt davon was Pferde in ihren jungen Jahren schon alles durchgemacht haben.

Und das alles, weil Menschen ihre Bedürfnisse nicht verstanden haben oder keine Zuneigung oder Liebe zu den Pferden haben.

In Zeiten von Facebook, trifft man in den Gruppen immer wieder auf shitstorms, gegen Menschen die ihre  dreijährigen Pferde als schon geritten verkaufen.

Doch was man auf Facebook weniger sehen kann, dafür aber nicht zu knapp auf den Reiterhöfen.  Emotional gestresste Jungpferde. So gestresste Pferde, das man bei uns Menschen einen Burn out diagnostizieren würde.

Nicht umsonst nehmen auch die körperlichen Beschwerden, rasant zu.

Wir dürfen lernen den Druck von unseren und den Schultern unseres Pferdes zu nehmen. Häufig treffe ich auf Menschen, die mich fragen, ob ihr Pferd schon bereit sei zum anreiten. Viele hätten sie drauf angesprochen. Das Pferd sei schon 3  oder 4 Jahre alt und müsse jetzt endlich mal geritten werden.

Ich denke, dass wir endlich lernen dürfen das ein Alter keine Rolle spielt! Wir müssen uns das Gesamtbild ansehen. Denn viele Pferde haben noch gar nicht gelernt mit all dem Druck umzugehen, der meist in der Menschenwelt auf sie abperlt.

Ich habe mal einen Wallach kennengelernt, der nun bei einer liebevollen Besitzerin angekommen war. Zuvor wurde er auf Turnieren verheizt. Ja.. das ist das passende Wort dafür.

Er war wütend. Und das nur noch jeden Tag. Die Vorbesitzer erzählten es in einem kurzen Nebensatz, gingen doch viel mehr auf sein Gangbild ein, welches ihm schon seit seinem vierten Lebensjahr  viele Schleifen eingebracht hatte.

Ich sollte die beiden dabei unterstützten wieder Lebensfreude zu zeigen! Und das war gar nicht so einfach. Ein Pferd, welches sich nicht gerne anfassen lässt. Nicht gerne gesattelt wird. Nicht gerne ein Halfter um bekommt. Nicht gerne geritten wird.

Er ist ein sehr charakterstarker Wallach. Es war schnell klar, das er noch nie ‚gefragt‘ wurde etwas zu tun. Es wurde immer Befohlen.  Und auf Befehle hat man nicht die Möglichkeit eigene Befindlichkeiten mit rein zu packen.

Er bekam nie die Anerkennung die diesem intelligenten Wallach gebührt hätte. Er war immer der Miesepeter, der schlecht gelaunte, das beißende Pferd.

Wenn er wieder eine Schleife nach Hause gebracht hatte, wartete schon der nächste Wettbewerb. Es war nie genug. Alles was er tat, war nie perfekt.

Er durfte also seine zweite Jugend beginnen. So wie man sich das wünschen würde. Ungeachtet der Dinge, die dieses Pferd schon alles konnte, wurde erst einmal wieder das Halftern geübt. Auf kleinste Zeichen geachtet. Ihm Zugehört. Bis er das Gefühl hatte gehört zu werden.

Kein Ohrenanlegen. Kein beißen.

Bitte achte auf dein junges Pferd. Es wird dir, WENN du genau zuhörst genau sagen, WANN e dazu bereit ist! Es ist kein Hexenwerk. Bleib einfach in Kommunikation mit deinem Partner Pferd und höre nicht auf die Stimmen da draußen, wenn sie nicht mit deiner Überein stimmen.

Ich freue mich auf unseren gemeinsamen Weg in eine ’neue‘ Pferdewelt.

Ich wünsche dir alles Gute, auf deinem Weg, bewusst, liebevoll, zu wachsen.

Deine Finja

Ps. Auf Facebook ist es immer leicht, sich über jemanden zu beschweren.. Wie ist es bei dir zuhause auf dem Hof?

 

Eselsohr „Paddock Paradise – eine Anleitung zur natürlichen Pferdehaltung“

Endlich habe ich es geschafft.

In weniger als 24 Stunden habe ich die 122 Seiten der Bibel für eine möglichst artgerechte Pferdehaltung, durchgelesen.

Jaime Jacksons ‚Paddock Paradise – A guide to Natural Horse Boarding‘

In der englischen Originalausgabe und das wo ich mich immer so durch englische Bücher quäle…

Gutes Zeichen sage ich euch! Also lasst uns beginnen….

Es hat einen simplen Grund, warum ich mich erst jetzt an dieses Buch herangesetzt habe… Die Erstausgabe ist nicht neu: Nein, sie ist schon im Jahre 2006 erschienen! 10 Jahre!! Schon vor einigen Jahren habe ich zum ersten Mal den Begriff Paddock Paradise gehört. Das Konzept gefiel mir, die Infos zog ich aus dem Internet, nicht aus dem Buch.

Denn lasst mich ehrlich sein, das Design des Buches hat mich tatsächlich abgeschreckt. Für diesen grünen Albtraum eines Covers 27 $ ( oder lt. Amazon 47,99 EUR !!!) auszugeben, fand ich doch etwas zu krass. Zum Glück musste ich das auch nicht, sondern habe es bei einer Freundin verschlungen, die scheinbar nicht so leicht abzuschrecken ist..

Ich wusste schon vor dem Lesen des Buches, dass ein Paddock Paradise eine Möglichkeit ist seine Pferde zu halten. Das Herzstück dieses Paddocks sind seine Wege mit verschiedenen Anregungen diese tatsächlich abzulaufen.

Das Buch ist bei der ‚Star Ridge Company‘  erschienen, dieses kleine Familienunternehmen hat es sich auf die Fahnen geschrieben die Welt zu einem besseren Ort für Pferde zu machen und Menschen die sich um sie kümmern. Dies trifft auf Jaime Jackson alle Male zu!

Als Hufbearbeiter der sich der naturalhoofcare (auch bevor dieser Begriff überhaupt existierte) verschrieben hat, wird das Thema Pferdehaltung von dem Pferdegesundheit auch insbesondere die der Hufgesundheit Blickwinkel beleuchtet und erklärt. Denn diese Haltungsform ist nicht nur für die Gesunderhaltung der Pferde gedacht sondern ebenfalls als Prävention und sogar der Heilung der Pferde.

Jacksons Werk geht (nahezu) allumfassend auf die Einzelheiten des Konzeptes ein. Von den Learnings der Wildpferde, welche er 4 Jahre beobachtete, über seine Umsetzung dieser bis hin zu einem Fallbeispiel, welches viele der Vorzüge seines Konzeptes zeigt.

Er verdeutlicht im ersten Kapitel seines Buches, wie der Bewegungsrhytmus einer Wildpferdegruppe im Great Basin aussieht. Und geht jeden einzelnen ‚Aufenthaltsort‘ ab. Besonders ansprechend für die visuellen Typen unter uns hat er eine repräsentative Karte mit den einzelnen Tracks ins Buch eingebracht.

In dieser umfangreichen Lektüre geht, Jackson zunächst auf seine Erfahrung während seiner Zeit bei den Wildpferden ein. Was hat er von ihnen gelernt? Denn er hat genau hingesehen in dieser Zeit, er hat gesehen dass die Pferde (wie alle Fluchttiere) Tracks benutzen um sich fortzubewegen. Auf einer anschaulichen Landkarte hat er diese Tracks aufgezeichnet mit all seinen kleinen Stationen denen das Wildpferd auf dem Track begegnet… Oder zumindest diese Herde im Great Basin.

Diese Erfahrungen hat er sich für sein Projekt zu Herzen genommen und versucht diese auch gewissermaßen zu übernehmen. Viele, meiner Meinung nach, großartige Beobachtungen hat er einfließen lassen. Denn seine PPs enthalten nicht nur die besagten Tracks, sondern ebenfalls Wasserlöcher mit Matschbaden (keine Sorgen wegen herein Pieschern oder Äppeln, nicht säubern- für die Pferde in der Wildnis ein muss) , verschiedene Bodensegmente, Staubbäder für Pferde, Salz-, Mineral-, und Calziumlecksteine (wobei er dazu anrät diese in viele kleine Steine zu zerrbrechen und diese direkt auf dem Boden zu Positionieren – wieder die als Idee der Wildpferde die mit ihren Hufen nach den passenden Mineralien graben), ein Campingunterstand (er ist kein großer freund von campenden Pferden wie er sie nennt, Pferde die an einer stelle verweilen, doch gerade für das fressen ist es widernatürlich, denn in der Natur bedeutet fressen gleich Bewegung und nicht campen was wir Menschen daraus gemacht haben), verschiedene Heusorten und Haufen auf dem weg ( denn  nur eine widerkehrende Mahlzeit ist langweilig und auf die Dauer nicht ausreichend – wie bei uns ), sogar weitere Pferde wie Kühe, Ziegen, Schafe oder Lamas sind auf dem track oder daneben erlaubt, auf rat er dazu den Hafer mit dem heu zu vermischen bzw. ihn in kleinen Portiönchen damit zu füttern… die Umsetzung sieht für mich aber leider nur schwer machbar aus!

platz für Spiel oder Kampfverhalten, doch reicht hierfür 1 mal bis max. 45 min oder 2 mal 20 … ich denke das  wurde sich in meiner Planung umsetzen lassen wahrend des Mistens u.a. auf dem reitplatz u.a. übrigens wurde er sogar einige Haufen als Markierung auf dem track lassen, ich sehe das bei unseren deutschen Flächen allerdings größtenteils kritisch!, Kräuter auf dem Weg (hier werde ich mich tatsächlich weitergehend informieren welche ich nutzen könnte um die Ernährung meiner Pferde zu unterstützen. also falls ihr Tipps habt… her damit! ), Steine, Baumstamme und Äste, was ich dann tatsächlich eine Spur übertrieben finde ist seine Idee den Track mit Puma Geräuschen und / oder Duften zu versehen um die Pferde zur Bewegung zu animieren. Bewegung ist gut,aber ich möchte kein Wildpferd. Ich möchte einen Partner und diesen darf ich nicht bis hin zu seinen Urängsten erschrecken, nur damit dieser mehr läuft.

Dieser ganze Track fuhrt um eine oder die Weideflache herum… Da gibt es natürlich unzählige Varianten, wenn ihr den kreativen Teil eures Gehirnes anstrengt. Schickt mir gerne Bilder von eurem persönlichen Track, gerne lasse ich mich von euch Inspirieren.

Für mich ist das eine großartige erneute Bewusstwerdung, dass eine Offenstallhaltung zwar eine artgerechtere Haltung der Pferde in einer Herdenhaltung ermöglicht, als das es bei der herkömmlichen Boxenhaltung möglich wäre, doch dass ohne die Bewegungsanreize an verschiedenen Stellen die Pferde praktisch den ganzen Tag nur am ‚campen‘ sind, was wirklich nicht der natürlichen Bewegung der Pferde entspricht.

Das letzte Kapitel des Buches befasst sich mit einer Kundin die noch vor der Erstellung des Buches sich mit der Idee eines Paddockparadises von Jackson auseinander gesetzt hat und dieses auf ihre Weise umgesetzt hat. Hier ist wirklich sehr persönlich beschrieben – mit dem passenden Kommentar Jacksons was sie im jeweiligen Schritt bzw. Bild umgesetzt hat und warum. Dieses motivierte auch mich selber wahrend des Lesens Zettel und Stift zu schnappen und beginnen einen Plan zu zeichnen. Mit dem Unterschied nur die Flache und die fixen Gebäude und weiteren Gegebenheiten einzuzeichnen und die Zaune wie sie nun sind komplett weg zu lassen, was der Vorstellung freien lauf lasst.

Also Zusammengefasst liefert dieses Buch einen wunderbaren Überblick über die ‚wahren‘ Bedürfnisse und Belange der Pferde (bevor wir diese Vermenschlicht haben und sie in dunkle Höhlen gesperrt haben wie es uns Menschen genehm ist, da wir Raubtiere sind.) und es zeigt auf wie du diese Bedürfnisse auch auf deinem eigenen Stück Land machen kannst – Unabhängig von der Größe oder der Form deiner zur Verfügung stehenden Fläche. Es hat mich nicht zum Umdenken bewegt, brauchte es gar nicht.. aber es hat mich zum Beginnen gebracht, so motivierend wirkte es.

Zum Wohle der Pferde! Ein Hoch darauf!

Ich freue mich auf unseren gemeinsamen Weg in eine ’neue‘ Pferdewelt.

Ich wünsche dir alles Gute, auf deinem Weg, bewusst, liebevoll, zu wachsen.

Deine Finja

Ps. Hände hoch… Wer sieht die Pferde auch immer auf dem Paddock nur stehen?

Werde zu dem Pferd, welches du in der Welt sehen möchtest

Ghandis ewige Weisheit: „Du musst die Veränderung sein die du in der Welt sehen willst.“ kennt jeder. Wahrscheinlich sind mittlerweile Millionen von Wandstickern und ähnlichem gedruckt wurden.

Also warum diese Weisheit nicht nutzen. Und ich meine nicht nur im Poesiealbum als dein persönliches Motto.

Erwecke dieses Zitat zum Leben!

Den ersten Schritt den du dafür meistern darfst ist Folgender:

Wenn dich damit nicht wohl fühlst, das dein Pferd dich über den Platz am Führstrick hinterher schleif, dann tu du es bitte auch nicht!

„Nein, würde ich niemals machen!“ Und ich sage dir – Doch tust du. Und das viel zu häufig. Unbewusst.

Du führst dein Pferd aus dem Paddock, ich sehe wie dein kurzer Führstrick auf Spannung ist. Du hast dich noch nicht an die Energie deines Pferdes angeglichen. Du bist immer noch in der stressigen, schnellen Menschenwelt. Nicht in der Pferdewelt des ewigen Jetzt.

Du dein Pferd grast und geht in eine andere Richtung. Du bist mit deinem Handy oder einem Gesprächspartner zu Gange und der Strick spannt sich. Vielleicht gehst du sogar in eine andere Richtung dabei. Oder du bist dir nicht sicher, ob dein Pferd Fressen ‚darf‘, daher hast du noch nicht ganz ‚losgelassen‘.

Du reitest auf einer gleichförmigen Acht. Rechts ist die Schokoladenseite deines Pferdes. Links nicht so. Du ziehst dein Pferd am linken Zügel damit es auf der Figur bleibt, welche du gerade reiten wolltest.

Du brauchst keine spezielle Methode oder einen bestimmten Guru. Es reicht für den ersten Moment, wenn du bewusst wahrnimmst, welche Regeln du deinem Pferd auferlegst. Beobachte dich, ob du diese Regel genau so einhältst wie dein Pferd. Und lache einfach, wenn du bemerkst, die Regeln galten einfach nur für dein Pferd und du hat dich benommen wie ein ungehobelter Wicht.

Wenn du heute mit dieser Achtsamkeit zu deinem Pferd gehst, was hast du erfahren? Ich bin gespannt  auf deine Schilderungen in den Kommentaren.

Ich freue mich auf unseren gemeinsamen Weg in eine ’neue‘ Pferdewelt.

Ich wünsche dir alles Gute, auf deinem Weg, bewusst, liebevoll, zu wachsen.

Deine Finja

Ps. Wenn ich mir nicht sicher bin, ob etwas ‚richtig oder falsch‘ ist beobachte ich mein Pferd, wie fühlt es sich an, wenn es etwas macht? Ich finde in mir immer eine Antwort!

7 Impulse die du beim Pferdekauf nicht vergessen darfst

Ein neues Pferd zu kaufen – womöglich auch noch das erste – das ist eine spannende Erfahrung.

Tiefgehende Emotionen spielen eine große Rolle. Manchmal verlieren wir dann beim Anblick des imposanten Friesen oder des niedlichen Shettys unseren Fokus.

Unseren Fokus auf das was wir eigentlich brauchen und wie unsere eigene Erfahrung ist.

Damit du bestens vorbereitet dein Pferd kaufen kannst habe ich hier sieben Impulse für dich zusammen gefasst, welche dich bei deinem Pferdekauf unterstützen dürfen.

Denn viele Pferdemenschen kommen zu mir, die ihr vermeintliches Herzenspferd gefunden haben. Dies ist eine wundervolle Erfahrung. Doch wenn schon am zweiten Tag das Pferd nicht mehr so drauf ist wie bei dem Verkäufer, geraten wir ins schleudern.

Einige Menschen haben die Pferde dann wieder zurück gegeben. Andere lassen es nur noch auf der Weide stehen und wieder andere versuchen damit umzugehen – nach Bestem Wissen und Gewissen.

Heute geht es um die Vorarbeit. Überlege dir warum du ein neues Pferd kaufen möchtest. Wenn du gerne reitest, sollte dein Pferd dafür die Grundlagen mitbekommen haben.

Wenn du ein Pferd zur Persönlichkeitsentwicklung haben möchtest, darf es sein! Es darf nicht seinen Willen gebrochen haben bekommen.

Wenn du deinen Kindern eine Freude machen willst… Kauf KEIN Shetty. 😉 (Entschuldigt liebe Shetty Besitzer..) Doch ich habe in meinem Leben erst drei astreine Shettys kennen gelernt. Diese Drei nutzen es nicht aus, dass sie um einiges intelligenter sind als deine Kinder. 😀

Impuls No. 1:

Kauf kein Pferd ungesehen!

In der jüngsten Vergangenheit, hatte ich mit einer Dame zu tun die seit sechs Monaten ein Pferd besitzt. Nicht ungewöhnlich?

Sie hat es noch nie gesehen! Ja, das gibt es! Wenn man sich z.B. auf den Stammbaum verlässt. Bestimmt gibt es auch noch weitere Gründe dafür. Aber lass es nicht zu dein Pferd erst das erste Mal, den warmen Atem der Nüstern auf deinen Händen zu spüren, wenn irgendein fremder Mensch es später einmal zu dir bringt.

Vertraue nicht darauf, was andere Menschen über das Pferd sagen. Denn dies ist nur die Abbildung ihrer Realität. Ihrer Erfahrungen. Ihres Könnens. Ihres Pferdeverstandes.

Es soll doch aber dein Pferd werden.

Es gibt auch noch das zweite Extrem. Wenn du kein Fokus auf die Abstammung legst, aber dafür auf den Preis. Wenn es so billig ist, dass es das einzige ist das du dir zulegen kannst….

Spare bitte erst einmal weiter!

[Wenn du Tierkommunikator o.ä. bist… Ich habe so fantastische Geschichten von euren ersten medialen Begegnungen gehört, bevor ihr euch überhaupt Körper, zu Körper kennen lernen konntet. Das zählt für mich schon als Erstkontakt.]

Impuls No. 2:

Gerade wenn es dein Ziel ist zu reiten, nehme eine weitere Person mit.

Wir sind manches Mal von den Umständen die uns bei diesem Pferd erwarten, so überwältigt, dass wir unseren Fokus auf unsere Ziele mit einem Pferd total außer Acht lassen. Habe eine Vertrauensperson dabei, die klar im Fokus dabei bleibt. Sie kann dir helfen, hinter die wunderschönen großen Augen und das glänzende Fell hinaus zu blicken.

Impuls No. 3:

Kläre mit dem Besitzer ab, dass du bei allem dabei sein willst. Bei dem von der Koppel oder aus der Box holen.

Denn so bekommst du schon ein vollständiges Bild von deinem zukünftigen Vierbeiner. Du wirst erkennen, wenn er z.B. schwer einzufangen ist. Oder das er erst ‚ablongiert‘ werden ‚muss‘. Wie reagiert das Pferd auf das Zaumzeug oder den Sattel?

Impuls No. 4:

Lass zunächst den Besitzer Probereiten!

Denn dann kannst du gut erkennen, welche Kenntnisse dein Pferd wirklich hat. Der erste Spruch der sonst schnell fällt ist – naja er kennt dich ja noch nicht – bei mir klappt das (natürlich) gaanz einfach.

Du wirst auch erkennen, wenn dein Pferd vor dem Trecker o.ä. Angst hat. So sehr das ein Proberitt dich schon in Gefahr bringen könnte.

Impuls No. 5:

Wenn du kein Reitanfänger mehr bist, reite in allen Gangarten.

Wenn du es dich nicht bei dem Besitzer traust, warum denkst du das es zuhause besser werden würde?

Impuls No. 6:

Frage den Besitzer, ob er zunächst die Grundgangarten vom Boden zeigen kann. ALLE!

Wenn er den Galopp z.B. auslässt, warum? Geht mein Pferd auf beiden Händen?  Wenn es schon ohne Reitergewicht damit Probleme hat, was veranlasst dich zu denken, das es mit besser wird?

Impuls No. 7:

Höre auf deine Intuition.

Wenn dein Bauch sagt, es ist keine gute Idee mit diesem Pferd, das ein oder andere auszuprobieren, lass es!

Der Besitzer oder vielleicht auch deine Vertrauensperson, wird dir viele hilfreiche Tipps und Anregungen auf den Weg geben.

Doch bitte denk dran: Das sind IHRE Erfahrungen. IHR Können. IHR Gefühl. Wenn jemand sagt, du wirst dich schon dran gewöhnen. Oder das kannst du dem Pferd noch beibringen… Überlege doch mal, kann es dein Herzenspartner sein, wenn ihr euch beide Verändern müsst um zu einander zu passen?

Wenn du für dein Kind ein Pferd kaufen möchtest, achte drauf wie es sich von dem Pferd lösen kann. Wenn es soviel Spaß gebracht hat, dass du es förmlich wegschleifen musst… JACKPOT! Ihr habt Familienzuwachs.

Wenn es schüchtern und ängstlich ist, geht weiter, es ist nicht das richtige Pony.

Wenn du diesen Impulsen folgst, wird es etwas einfacher, deinen perfekten Partner zu finden.

Nun zu dir: Stehst du gerade vor einem Pferdekauf oder kennst jemanden? Dann leite ihm gerne diesen Post weiter und erzähle mir davon.

Wie war es bei deinem Pferdekauf? Was waren bei dir die wichtigen Kriterien… Die Kommentarfunktion wartet auf dich!

Ich freue mich auf unseren gemeinsamen Weg in eine ’neue‘ Pferdewelt.

Ich wünsche dir alles Gute, auf deinem Weg, bewusst, liebevoll, zu wachsen.

Deine Finja

Ps. und im Zweifelsfall lässt du dich von deinem Pferd finden… 😉

Akzeptierst du Zeiten der Rast?

 

Erkältungszeit. Überall fehlen die Menschen auf der Arbeit. Mehrarbeit für die Verbleibenden… Das gibt vielen Menschen die Entschuldigung, gerade nicht mehr auf ihren Körper zu hören.

Ich weiß noch wie ich selber war, als mir das Wort ‚Jahresabschluss‘ die Schweißperlen auf die Stirn getrieben hat. Krankwerden ‚durfte‘ man wirklich nicht und die Urlaubssperre war ein gesellschaftlich angesehenes Instrument, das Ziel zu erreichen.

Oh man… so im Nachhinein denke ich immer wieder wie menschenfeindlich allein diese Denke ist. Die Angestellten sind doch die wichtigsten Stützen dieses Unternehmens. Wäre es dann nicht sinnvoller einen Weg zu finden, wie sie sich selber so mit dem Unternehmen identifizieren, sodass sie freiwillig (!) aus einer intrinsischen Motivation heraus in diesen Zeiten mehr machen?  Das sie den Betrieb unterstützen und die liegengebliebene Arbeit der Kranken während des Jahres auffangen. Und nicht die Kranken beschimpfen, mehr oder weniger (un) heimlich?

Denn wie motiviert wird ein Angestellter sein, wenn ihm nicht einmal die Kankheit gegönnt wird.. Bzw. das Erholen?

Gut ich merke selber ich verliere mich gerade in diesen Themen…

Warte auf die Zeit in dem ich mein Unternehmen so ausbaue das ich mit meinem Mitarbeitern am selben Strang ziehe.. Das wird eine Gaudi.

 

Vielen Menschen in unserer Hochgeschwindigkeitszeit geht es daher gleich… BOOM! Der Körper hat die Notbremse gezogen und wir liegen auf der Nase… ach nein im Bett.

 

Wenn du dich zurück erinnerst, fiel es uns Menschen schon immer schwer Krankheiten im Leben zu akzeptieren. Krankheiten waren in früheren Zeiten eine göttliche Strafe. Und auch heute haben wir die falschen Botschaften ans ‚Universum‘ gesandt und dadurch die negativen Energien angezogen.

 

Letztendlich tun wir uns einfach sehr schwer damit zu akzeptieren, das wir bestimmte Dinge einfach nur sehr schwer kontrollieren können. (Schau auch hier rein!)

Wir werden im Fall einer Krankheit auch nicht müde, uns vorzugaukeln wir hätten das Leben im Griff.
Wir versuchen mit aller Gewalt ihn durch Tabletten und Spritzen zur Gesundheit zu zwingen.

Schmerzen dürfen nicht sein. Sie sind etwas Schlimmes.

Auch ich versuche, wenn ich Schmerzen habe etwas dagegen zu tun, zwar nicht mit der Schulmedizin, aber Wege gibt es genug.

 

Lass dich also heut mal auf den Schmerz oder die Krankheit ein. Was sagt dir das Signal deines Körpers? In welchem Bereich deines Lebens hast du die Balance verloren?

 

Denn das Problem wirst du sicherlich nicht lösen, in dem du deinen Körper als Feind betrachtest und ihn kontinuierlich unterdrücken willst. Er wird nur einen Weg finden sich klarer auszudrücken, dass du auf dem falschen Weg bist, bis du es nicht mehr übersehen kannst.

 

Das Beste was du also in einer heftigen Erkältung machen kannst? Krank sein! Denn das ist es was dein Körper braucht. Leg dich hin. Wenn du das tust ist dein Heilungsprozess meist viel unkomplizierter und kürzer. Reicht es nicht schon sich mit den Schuldgefühlen oder Ängsten rumzuschlagen wenn man krank ist?

Wenn du dich also davon angesprochen fühlst, weil du dich heute auch etwas schwach auf den Beinen fühlst oder deine Nase anfängt zu laufen, fühle als erstes in dich herein. Was sagt mir mein Körper damit?
Erst dann erörterst du bitte, ob du dich für die nächste Stunde krankmeldest.

 

Denn ein Ja zu mir als Unterrichtende, ist dann definitiv ein Nein für dich. Ist es das wert? Kann eine andere Person, mehr Wert sein als du?

Du selbst bist das wertvollste Geschenk für die Welt. Vergiss das nie. Gebe deinen Körper Zeit zu heilen und überlege wie du den Kurs deines Lebens so korrigieren kannst, dass der Schmerz ziehen darf.

 

Ich freue mich auf unseren gemeinsamen Weg in eine ’neue‘ Pferdewelt.

 

Ich wünsche dir alles Gute, auf deinem Weg, bewusst, liebevoll, zu wachsen.

 

Deine Finja

 

Ps. Als Kind habe ich mich sooo gefreut, krank zu sein und zuhause zu bleiben. Warum heut nicht mehr?

Du willst nicht Falsch machen?

Alles richtig machen, nichts falsch machen… Alle großen Methoden und (viel zu) ‚erfolgreichen‘ Trainer behaupten das ja Tag ein Tag aus.

Dadurch werden wir manchmal handlungsunfähig oder?
Bin ich die Einzige die sich meist unwohl fühlt, wenn sie mit einem neuen Trainer (egal in welchem Lebensbereich) zusammenarbeitet? Die am ersten Tag zum größten Bewegungslegastheniker mutiert und Angst hat? Angst wovor?  Etwas falsch zu machen…?

Weißt du was ich an dieser Stelle immer einwerfe? Was passiert, wenn Pferde Angst haben? Können sie Neues (konstruktives) lernen?
Nein !
Bei einem Pferd versuchen wir immer so schnell wie möglich, mit der linken Gehirnhälfte zu kommunizieren. Denn hier ist ein Pferd in der ‚Logik‘ und nicht im Instinkt.

Also wurde ich also zum Bewegungslegastheniker, durch die Angst. Wäre ja praktisch, das irgendwie auszustellen.
Gut, also dürfen wir lernen keine Angst zu haben. Aber wie soll das gehen? Jetzt komme ich endlich auf den Punkt – also gleich…!

Ich denke, dass diese Tatsache, sehr eng verknüpft ist mit einem regelrechten Wahn von unachtsamen Menschen, also auch dir – wenn du es zulässt.
Dauernd muss korrigiert, kontrolliert und verändert werden! Ein Teil in uns meint, dass es unsere Umwelt verbessert und wir dadurch helfen können.

Aber ist es nicht ziemlich maßlos, das wir so andauernd wahrnehmen, dass etwas nicht genug ist.
Und vor allem spricht er deinem Gegenüber die Möglichkeiten ab, in sich selbst die Antwort ruhen zu haben und sich weiter zu entwickeln.
Und so kommst du zu deinem Richtig und Falsch Denkmuster! Wurde uns ja auch schon in der Schule beigebracht. Von Lehrern korrigiert und so wurde uns ein gewisser Wert beigemessen (Thema Selbstwert…).

Wenn wir mit einem bestimmten Wert nach Hause kamen (z.b. einem Ungenügend), machten wir selbst oder unser Umfeld uns Stress!
Sind wir noch in der Schule? Nein.
Also dürfen wir lernen uns, auch nicht mehr so zu verhalten. Beobachte dich, wenn du wieder in so ein Muster verfällst und du dabei nicht mehr die Schulbank drückst.

Wenn ich zu einem neuen Pferd- Mensch Paar fahre, habe ich als ‚Lehrer‘ ja auch keine Angst. Sonst könnte ich dich auch wirklich schlecht unterstützen…. Mir ist es ein sehr großes Anliegen, dass du zu Beginn keine Angst vor Richtig oder Falsch hast.
Ein bisschen Aufregung ist okay. Das bin ich ja auch, wenn man einen neuen Menschen kennenlernt.
Wie mache ich das?
Indem ich dich darin unterstütze bei dir zu bleiben. Der Satz: ‚Zeige mir was du an normalen Tagen schon mit deinem Pferd machst.‘ Ist vielleicht ein Einstieg dazu – bilde ich mir zumindest ein. Denn hier versuche ich dich in deine Kraft zu bringen, nicht zu versuchen meine gestellten Übungen möglichst gut (für mich) auszuführen.
Sonst habe ich ja nichts von dir. Denn du wirst nur zu einer weiteren Variante meiner Meinung.
Doch ich bemerke auch immer wieder, das sich bei manchen Menschen fast eine Enttäuschung breit macht, wenn sie zeigen sollen wie sie sind. (Verdammt – schon wieder Thema Selbstwert… Scheint essenziell zu sein.)

Also zurück zu meinem Satz. Nur dieser kann dich meistens nicht beruhigen. Entspannung sehe ich meist in deinen Zügen, in deiner Energie, wenn du beginnst mit deinem Pferd zu arbeiten. Wenn mir etwas auffällt, was ich nicht verstehe oder widersprüchlich finde, frage ich! Und ich frage nur!! Du sollst nichts verändern. Ich will nichts korrigieren. Irgendwann weiß ich, du glaubst mir das ich dich nicht in Falsch oder Richtig kategorisiere.

Dann kannst du sein! Dich und dein Pferd zeigen. Wenn du immer noch im richtig und falsch denken wärest, könntest du das gar nicht. Du wärst in einem Gedankenkonstrukt eines Anderen. Und da kann man nur begrenzt wachsen.
Ich wünsche mir für dich, das du ganz in deine Kraft kommst und nicht nur begrenzt. Das ist die Grundlage. Das Fundament von dem aus du dein 2-stöckiges Haus oder einen ganzen Wolkenkratzer aus errichten kannst. Du hast die Wahl!

Wenn dein Kopf heute also dir sagt: Du machst das falsch. Übe dich auch heute wieder als stiller Beobachter von oben. Oder noch besser… Kennst du die Omis, die hinter den Vorhängen alles beobachten was sich auf dem Parkplatz abspielt. Nennen wir sie Hildegard! Hildegard weiß besser was da draußen passiert, als du wenn du nur kurz einparkst. Sei schlau. Mache es wie Hildegard. Schau dir den ganzen Parkplatz (dich und dein Pferd im Ganzen) an, nicht nur deine Parklücke (Bewertung: Falsch). 😀

Kannst du dich an das Kennenlernen mit mir erinnern?
Kannst du in dem Kommentar, den anderen Lesern davon berichten, wie dein Gefühl am ersten Tag war? Hast du gedacht du machst alles Falsch? Was hat sich bis heute daran verändert? Kannst du dich nicht mehr an unser erstes Treffen erinnern, dann blicke mal zurück auf ein anderes Ereignis, wo eine innere Stimme gesagt hat: Das ist Falsch!

Denk bitte dran. Du kannst nicht falsch sein. Du bist du! Und du bist wertvoll. Die Welt braucht dich. Zeige dich.
Ich freue mich zu lesen, wie du die erste Begegnung mit deinem Unterrichtendem, jedweder Art empfunden hast und ob du gedacht hast, du machst alles Falsch.

 

Ich freue mich auf unseren gemeinsamen Weg in eine ’neue‘ Pferdewelt.

 

Ich wünsche dir alles Gute, auf deinem Weg, bewusst, liebevoll, zu wachsen.

 

Deine Finja

 

Ps. Wenn dir niemand mehr sagt, das du etwas falsch machst – machst du dann nur noch die ‚richtigen‘ Dinge?

Für wen übernimmst du Verantwortung?

Das Thema mit der Verantwortung… es liegt mir sehr am Herzen! Denn die meisten Menschen scheinen damit Probleme zu haben… und Pferdemenschen besonders?!

Lass mich dir zeigen was ich meine…
Schon als Kind bekommst du vielleicht ein Pflegepony oder zumindest Reitstunden, damit du schon in jungen Jahren Verantwortung übernehmen kannst. Stärkt den Charakter… etc.

 

Doch übernimmst du automatisch Verantwortung, wenn du ein Pferd hat?
Schön leicht wäre es…

Ich kann dir sagen ich habe drei Stuten und nein, Verantwortung zu übernehmen passiert nicht von jetzt auf gleich und im vollen Maße habe selbst ich es noch nicht umgesetzt.
Denn ich habe seeeeeehr oft die Verantwortung abgegeben… Mein Lieblingsbeispiel hierbei ist immer die Hufpflege. Meine Familie hatte seit (gefühlt) 20 Jahren einen Hufschmied, der war richtig gut!

Moment? War er das? Ehrlich gesagt hatte ich keinen blassen Schimmer!!!
Was ich als richtig gut bezeichnete, war die Fähigkeit, pünktlich und regelmäßig zu kommen und die Hufe sahen nicht mehr zu lang aus. Das die Pferde am selben Tag und den kommenden etwas fühlig liefen, war ja normal.
Alle unsere Pferde wurden von ihm bearbeitet, keines schien Probleme damit zu haben.

Doch wie du wahrscheinlich weißt, kam dann Tiny. Einige Sehnenschäden weiter, übernahm ich dann endlich meine Verantwortung! Denn ich habe sie beim Thema Huf immer abgegeben! Ich bin ja nur der Kunde.. ich weiß nichts über Hufe, lass das mal den Experten machen.. – hat Mama gesagt. Also ja… Die Verantwortung für die Pferdehufe hatten gleich zwei andere Menschen – meine Mama und unser Hufschmied. Mir kam es nicht für eine Sekunde in den Sinn zu fragen, warum Yolli manchmal Eisen haben sollte und manchmal nicht.

Das ist nun mein Persönlicher Aufwachmoment vor drei Jahren gewesen.. Und seit dem ich im Thema Verantwortung übernehmen die Augen weit geöffnet habe, sehe ich es überall.

Die anderen tun die Decke bei 10 ° rauf, also mache ich es auch.

Die Pferde bekommen hier alle immer Hafer, also gebe ich es auch meinem Pferd.

Der Stall ist zwar nicht gesund für mein Pferd, aber es gibt hier nichts anderes.

Mein Kind muss ihr Pony während den Unterrichtseinheiten ausbinden. Ist halt einfach so.

Der Sattel passt nicht, aber bei der Sattellage passt sowieso nicht viel.

Mein Trainer hat gesagt, dass…
Mein Tierarzt hat gesagt, dass…
Mein Osteopath hat gesagt, dass….
Mein Stallbesitzer hat gesagt, dass…
und unendlich so weiter…..

Ich möchte nun gar nicht sagen das die lieben Tipps von allen Seiten – es sind ja nun wirklich keine bösgemeinten Ratschläge- nicht richtig sind.
Doch sei achtsam dabei.

Braucht DEIN Pferd, eine Decke? Was sagt dein Gefühl dazu? Hätte es sie auf, wenn noch kein anderer sie aufhätte? Ja? Super, dann hast du selber Verantwortung übernommen!

Du bemerkst, dass dein Sattel nicht mehr passt – auch wenn dir der Sattler deines Maßsattels versprochen hat er wird die nächsten 38,2 Jahre passen – packst du ihn nicht mehr auf dein Pferd. Du findest eine Lösung, das dein Pferd wieder einen passenden Sattel hat!

Dein Osteopath/ Pysio/etc. war da und sagt dir dein Pferd geht nun schon viel besser, er muss aber trotzdem ab jetzt alle 6 Wochen bis zum Tod des Pferdes kommen? Was sagt dir dein Gefühl? Kann das der passende Therapeut für dein Pferd sein? Egal wie toll du dich mit dem Menschen verstehst und wie nett er dich angelächelt hat. Wenn dein Pferd die Woche drauf genauso schlecht läuft wie vorher, mache es dir bewusst. Verändere es!

Du allein hast die Wahl! Es steht in deiner Verantwortung. Hast du nicht das Gefühl, das dein Pferd so wichtig ist, dass es das Wert ist?

Und ja! Eigenverantwortlichkeit benötigt Mut, doch nur so kannst du den Weg selbst bestimmt gehen und dich nicht als Opfer der Ereignisse sehen.

Und ja! Es werden immer wieder Situationen kommen, in denen du dir selbst oder jemand von außen sagt: Du hast keine Ahnung von dem Thema.. Lass das den Experten machen!

Aber bitte sprich mit deinem Experten. Hole dir vielleicht einen zweiten Rat ein. (Facebook zählt nicht!) Handle!
Denn dann muss dein Pferd nicht erst, wie in meinem Fall größere Probleme mit ihrem Exterieur bekommen, als sie müsste.

Und das nur, weil ich einmal gefragt habe: Wieso machst du die Hufe auf diese Art und Weise?
‚Glaubst du etwa ich mache hier was falsch, dann kannst du es ja beim nächsten Mal selber machen. Ich denke das ich schon weiß was ich tue!‘

Und schon habe ich mich so nachhaltig einschüchtern lassen und ihm geglaubt, sodass ich jedwede Verantwortung ihm überlassen habe…
Getreu dem Motto: Er macht das schon!

Wenn du dich angesprochen fühlst, überlege heute also bitte… Stimmt es wirklich, wenn ich heute jemandem die Schuld zu schiebe? Hat der blöde Trainer so doof mit dem Pferd gearbeitet? Oder hat du es zugelassen?

 

Ich freue mich auf unseren gemeinsamen Weg in eine ’neue‘ Pferdewelt.

 

Ich wünsche dir alles Gute, auf deinem Weg, bewusst, liebevoll, zu wachsen.

 

Deine Finja

 

Ps. Erst deine Eigenverantwortung schafft Gestaltungspielraum.

Unterdrückst du auch deine Gefühle ?

Wenn wir noch in den Windeln stecken, lernen wir schon unsere Gefühle zu bewerten. Sie abzuwerten!

Vor allem aber eins – nur die ‚ guten ‚ dürfen gezeigt werden! Weinen oder gar schreien, wenn wir uns einsam fühlen wird nicht gern gesehen. Angst sollen wir auch nicht zeigen. Zusammenreißen! Vielleicht wurden wir sogar von unseren Eltern oder anderen Menschen beschimpft. Dieses Erfahrungen setzten sich fest.

Wir werden alle geboren mit einem hervorragendem Zugang zu unseren Gefühlen. Und dann werden sie durch den Umgang in unserer Gesellschaft schnell verlernt.

Dann kommst du irgendwann zu deiner ersten Reitstunde am Reitstall und auch da lernst du direkt, keine Furcht zu haben. Egal was wirklich in dir vorgeht, sollst du stets Mut für dich und dein Pferd beweisen. Und dein Pferd soll immer unter allen Umständen den Respekt vor dir wahren. Ein ganz schöner Druck lastet da auf dir…

 

Woher kommt eigentlich diese Angst Gefühle zuzulassen? Irgendwann muss ja jemand damit begonnen haben…

Wenn wir Gefühle, wie Trauer, Wut oder Scham zulassen,  befürchtet etwas in uns, dass unsere Mitmenschen uns für machtlos oder hysterisch gehalten. Kurz – nicht gut genug sind. Daher lassen wir bestimmte Gefühle, gar nicht erst zu, wenn andere Menschen in der Nähe sind.

Aber verschwinden diese Gefühle, wenn wir sie einfach unterdrücken? NEIN, keinesfalls.

Sie machen krank! Unser Immunsystem wird schwächer. Je mehr Energie wir in die Unterdrückung, dieser unliebsamen Gefühle stecken desto kraftloser werden wir.

Stell dir vor du hast einen Zwilling, und du hältst ihm die Tür zu, er bollert, da nun mit der gleichen Kraft die du auch hast, gegen und versucht reinzukommen. Es ist möglich ihn draußen zu lassen. Doch es kostet dich viel Energie und Kraft. All deine Konzentration ist darauf gepolt, diese Tür zu halten… (HODOOOR! #GoT) 😉

Daher boomt es in unserer Zeit von allerlei Krankheiten, die auf den Dauerstress deines Körpers zurück gehen.  Und es geht hierbei nur um deine unterdrückte Gefühlswelt, nicht mal um deinen stressigen termingeplagten Alltag.

 

Du darfst also lernen deine Gefühle zuzulassen! ALL deine Gefühle!

Und wenn du sie endlich zulässt, annimmst und durcharbeitest, nimmst du ihnen all den Schrecken! Und siehe da… Die ganze Energie, die du drauf verwendet hast, das Tor zu halten, ist frei. Du kannst sie nun für etwas anderes verwenden.

 

Zwei tolle Einsichten, die ich durch meine Meditationspraxis immer wieder erleben darf sind:

Ich bin nicht mein Gefühl.

Ich kann meine Gefühle nicht kontrollieren.

 

Denkst du jetzt gerade:  Doch ICH kann meine Gefühle kontrollieren?  Schau mal bewusst hin und erinnere dich dabei an das Tor. Du steckst Tag für Tag, mehr Energie in die Unterdrückung deiner Gefühle.. Ist es am Ende also nicht andersrum? Kontrollieren DICH deine Gefühle?!

Beim Pferd ist ja überall die Frage: Bewegt dich dein Pferd oder du dein Pferd…. Ich denke du weißt wo ich drauf hinaus will.

 

Ich lehne mich mal aus dem Fenster und gehe davon aus, das dir das irgendwie schon bewusst ist. Vielleicht bist du sogar schon soweit und arbeitest daran?

Doch wie ist es beim Pferd? Kannst du dort deine Gefühle kommen und gehen lassen?

Und jetzt scroll nochmal ganz nach oben… Denn meist dürfen wir hier unseren Gefühlen schon wieder nicht freien Lauf lassen, weil uns vor zwanzig Jahren mal ein Trainer gesagt hat, das Pferd gewinnt sonst die Überhand…

Interessant oder? Wer bewegt hier also wirklich wen?

Was wäre, wenn du deine Gefühle mal zulässt. Auch ganz verrückter Weise, deine Angst? Auch wenn du es eigentlich nicht darfst? Weil du ja mutig zu sein hast?

Spannender Weise geraten die Pferde (solang ich nicht kopflos reagiere) gar nicht noch mehr in Panik, wie mir immer erzählt wurde. Auch wollen sie mich dann nicht dominieren..

Wenn ich im Coaching, mit einem Kunden ,neben deren Pferd stehe und wir über Gefühle sprechen – der Mensch endlich loslässt, vielleicht fallen sogar ein paar Tränen in dem Prozess, kann das Pferd endlich Kauen. Es schnaubt häufig ab und lässt den Kopf fallen. Es entspannt!

Anders herum, wenn jemand an seinem Gefühl festhält, wird das Pferd oft ungehalten oder sogar aggressiv.

 

Ich bitte dich also heute im aller ersten Schritt, deine Gefühle wahrzunehmen. Nichts weiter, lass sie nur da sein!

 

Ich freue mich auf unseren gemeinsamen Weg in eine ’neue‘ Pferdewelt.

 

Ich wünsche dir alles Gute, auf deinem Weg, bewusst, liebevoll, zu wachsen.

 

Deine Finja

 

Ps. Ist es nicht verrückt, wie viel Macht wir gerade dem geben, was wir überhaupt nicht mögen?

Introvertiert oder extrovertiert?

Wo kategorisierst du dich selber ein? Bist du eher ruhig oder hast du immer etwas zusagen?

Manchmal ist es auch gar nicht so leicht sich da wieder zu finden oder? Denn häufig unterscheidet sich unser Verhalten, je nach Kontext.

Wenn wir in Extremen denken, dann sind die Extrovertierten Menschen die, welche immer erst beginnen zu Reden und dann vielleicht mal Nachdenken… Kennst du so jemanden? Bist du selber so jemand?

Oder bist du eher das Gegenteil? Haben die Menschen eher Glück dich nach all deinem Denken, mal reden zu hören?

Ich liebe alle Persönlichkeiten einfach! Als vom Herzen her, eher introvertierte Person, liebe ich es auch Menschen zu beobachten und kleine Charakterzüge oder andere Auffälligkeiten zu entdecken. Etwas in mir hat es unbewusst sogar so eingerichtet, anders zusprechen. Je nachdem wen ich vor mir habe. Das musste mir aber erst einmal mein Freund sagen, nachdem er zu einigen Einheiten mitgekommen war. Mir achso, ‚bewusst achtsamen‘ Finja, war die Essenz verborgen geblieben…

Etwas in mir kann sich wunderbar auf die verschiedenen Menschentypen einstellen und spiegelt meist sehr genau die Energie die mein Gegenüber braucht.

Wie ist es denn, aber bei den Pferden? Dort gibt es ja bestimmt auch diese ‚lauten‘ und die ‚leisen‘ Pferde? Korrekt! Wenn wir wieder an das Eingangsbeispiel denken, wäre es bei Pferden folgender Weise zu vergleichen: Die extroviertierten Pferde rennen erst und denken dann und anders herum denken die introvertierten Pferde erst und eventuell, kommt es dann und wann vor, dass sie sich tatsächlich bewegen.

Wieso könnte es also wichtig sein, sich auf dein Pferd einzustellen? Damit du ihm auf Augenhöhe begegnen kannst und ihm genau dort helfen kannst, wo sich das Pferd befindet.

Was bedeutet es für dich, wenn du ein eher introvertiertes Pferd hast? Das du deinem Freund Zeit geben darfst! Und wenn es nicht das gewünschte macht, siehst du meist schon sehr deutlich: Entweder möchte dein Pferd gerade, aber kann einfach nicht. Oder dein Pferd könnte, will aber gerade nicht!

Wenn dein Pferd, der erste Fall ist, wirst du wahrscheinlich schon entdeckt haben, das die Emotionen, dein Pferd manchmal einfach überrennen und der einsetzende Stress, dein Pferd komplett ausschaltet. Je ‚lauter‘ oder ‚unübersichtlicher‘ (extrovertierter) die Situation, desto leiser wird dein Pferd.

Du kannst diesen Kreislauf durchbrechen, indem du weniger machst. Wenn du neutral werden kannst. Warte einfach mal länger ab, bevor du direkt mit deiner nächsten Idee kommst, weil dein Pferd die Übung noch nicht umsetzen konnte. Warte einfach mal ab und warte bis dein Pferd Vertrauen schöpft. Du wirst überrascht sein, wie viel du nun bekommen wirst, obwohl du viel weniger machen musst.

Dies kannst du übrigens auch bei Menschen anwenden… Menschen die nicht viel reden, werden meist durch ein Meer aus Fragen oder Geschwafel, deinerseits, nicht zum reden animiert… Nein, versuche weniger zu sagen und frage eine Frage und dann bist du still! Sei leise bis dein Gegenüber dir geantwortet hat und warte auch noch einige Sekunden ab, vielleicht kommt sogar noch etwas mehr, als du erwartet hast… Du wirst es aber nur erfahren, wenn du dich mal etwas zurück nehmen kannst.

Gut.. Nun zu den Pferden, die einfach nicht wollen.  Wenn bei mir jemand anruft und die Wörter faul oder stur verwendet, weiß ich schon… Ein introvertiertes Pferd, welches (noch) nicht will!

Du bist einfach in der Hackordnung unter deinem Pferd. Und das ist bei diesem Pferdecharakter auch nicht gerade schwer. Diese Pferde sind super intelligent und wir behandeln sie meist wie die letzten Idioten! Dieses Pferd werden meist aller Verantwortungen entzogen… Ist es doch sowieso schon so langsam, dann treibe ich halt jeden Schritt. Ist ja faul und läuft sonst nicht weiter oder schneller.

Ist dir mal aufgefallen wie kontraproduktiv dieses Verhalten ist? Diese Pferde dürfen Verantwortungen übernehmen, wie z.B. halte deine Gangart! Nur du erreichst es durch viel kürzere Sessions. Du darfst sogar etwas provokativer werden – und das bedeutet nicht schneller…

Zusammengefasst: Du hast ein eher introvertierte Pferd? RUNTER VON DEINEM Gaspedal und geh in die Energie deines Pferdes!

Nun zu den kleinen Rennflitzern… Auch hier kann man erkennen, dass einige Pferde nicht können und die selbstsicheren nicht wollen!

Die ängstlichen Pferde sind super schnell im reagieren! Den Auslöser zu entdecken ist manchmal fast unmöglich für dich. Die Herausforderung wird hier sein sie zum beantworten deiner Fragen zu bewegen und nicht einfach irgendwie (weg) zu rennen!

Das Pendant hier zu läuft auch sehr gerne, aber nicht auf Reaktion auf äußere Umstände, sondern um selber Spaß zu haben. Wenn du zu langweilig und zu niedrig in deiner eigenen Energie bist, wird dein Pferd zum Klassenclown. Und das schätzen wir häufig vollkommen falsch ein. Denn hier höre ich meist die Worte: dominant, gefährlich oder gegen an.

Wir haben häufig noch im Hinterkopf den Satz eines früheren Trainers: ‚Er muss dir gehorchen!!!‘ (Vielleicht hatten wir alle den selben Trainer?)

Und wenn du versuchst diesen Pferdecharakter zu unterwerfen, ohne seine Bedürfnisse zu kennen,  und ihm seinen Freiraum zu lassen.. Ja dann wird es gefährlich werden.

Du darfst dein Ego mal Ego sein lassen und dein Pferd mal gewinnen lassen, lache einfach laut los, wenn es mal wieder in eine andere Richtung am Seil läuft als gewünscht. Und dann frage es zum Beispiel, noch etwas schneller oder noch mehr Runden. Du wirst sehen, durch das lachen entspannst du dich selber schon einmal und durch die umgekehrte Psychologie wird dein Pferd bald die Richtung wieder wechseln.

Was für einen Pferdetypus hast du zuhause? Ist er dir ähnlich oder genau das Gegenteil von dir?

Ich freue mich auf unseren gemeinsamen Weg in eine ’neue‘ Pferdewelt.

Ich wünsche dir alles Gute, auf deinem Weg, bewusst, liebevoll, zu wachsen.

Deine Finja

Ps. Musik hilft mir schnell zu werden, wenn ich es brauche. Mein Atem hilft mir langsam zu werden.

Kannst du die Verbundenheit spüren?

Fast jeder, den ich kenne wünscht sich eines: mehr Vertrauen vom Pferd.

 

Bist du auch einer davon? Ich in jedem Falle.

Wo beginnt man da? Vielleicht wünschst du dir auch Übungen, die euer Vertrauensverhältnis verbessern?

Den magischen Zauberspruch, der alles verändert.

Es werden Gelassenheitsaufgaben gemacht, das Pferd ‚desensibilisiert‘.

Doch ist das wahres Vertrauen? Wahre Verbundenheit zwischen dir und deinem Pferd?

 

Hast du einen Partner zu Hause auf der Couch sitzen? Würdest du von ihm einfach so verlangen mehr Vertrauen zu haben? Und dann einige Aufgaben gemeinsam mit verbundenen Aufgaben lösen?

Fühlt sich nicht ganz stimmig an oder?

 

Ich habe in meiner gemeinsamen Zeit mit meiner Tiny auf meinem Wanderritt durch Frankreich eine ganz neue Verbundenheit spüren dürfen. Fernab aller Übungen und Techniken. Denn so hatte ich es gelernt.

Zunächst hatte ich noch das Gefühl, die gesamte Verantwortung für mich und Tiny übernehmen zu müssen – und natürlich das Packpony. Doch schon einige Tage später fühlte ich wie wir zu einer richtigen Herde wurden, zu dem jeder seinen Teil beitrug. Sie beschütze mich. Half mir, wenn ich kaum noch Leben in meinen Füßen hatte. Ich durfte mich auf Hänge hinauf ziehen durch ihre Stärke.

Und interessanter Weise denke ich nicht, dass die Übungen, die wir vorher gemacht haben uns wirklich geholfen haben.

Es war dieser erste Moment in Mitten des Waldes. Ich hatte beschlossen sie einfach von ihrem Strick zu befreien. Wir Menschen waren in Freiheit, warum nicht auch die Pferde. Diese Gelegenheit hatte ich in Deutschland nie. Wir waren mehrere Kilometer in jede Himmelsrichtung von jeder Zivilisation entfernt.

Zunächst war kein Unterschied ersichtlich. Wir gingen weiter. Schulter an Schulter. Gemeinsam. Jeden einzelnen Schritt. Wenn ich müde wurde, wurde sie langsamer. Auf Anstiegen wurden wir beide in der Anfangszeit immer schneller. Oben standen wir dann gemeinsam keuchend! 😉 Okay… Vielleicht auch nur ich, wenn ich mich recht erinnere. (&  ganz ehrlich bin)

Und irgendwann musste ich etwas länger mit dem Packpony warten. Ich werde den Moment nie vergessen. Denn Tiny schaute mich an. An dem Tag waren wir beide, noch sehr genervt von der Stute. Sie ließ keinen Baum aus um da gegen zulaufen mit all ihrem Gepäck und auch Tiny hatte sie einige Male angerempelt. Tiny schaute mich also an und ging dabei ganz langsam weiter. Als würde sie prüfen, ob ich sie aufhalten würde. Ganz langsam im Schritt entfernte sie sich. Als Rocky, das Pony fertig war, hatte Tiny sich schon bestimmt zehn Meter nach vorne geschlichen.

Ich lächelt nur vor mich hin unternahm gar nichts. 200 Meter vor uns lief ja meine Wanderkumpanin mit ihrem Pony. Tiny begann zu traben. Ich machte immer noch keine Anstalten etwas zu unternehmen, ich war im vollen Vertrauen.

Sie schlug ihren Kopf zur Freude von links nach rechts und galoppierte an! Ich machte mir in dem Moment nur Gedanken über mein Gepäck! War es wirklich fest genug? Sie kam vorne bei dem anderen Pony an und stoppte wieder. Sie schaute zu mir nach hinten. Wartete dort einen Moment mit stolzer Ausstrahlung. Und dann… Sie kam wieder zurück getrabt. Sie schenkte mir an dem Tag, das wertvollste Geschenk, welches man von seinem Pferd bekommen konnte.

Und von dort an war sie Frei. Sie genoss es aus vollen Zügen. Bestimmt 300 Kilometer, bestritten wir so. Unseren Weg durch den wunderschönen Nationalpark du Morvan, war sie fast die ganzen Tage, ohne Strick unterwegs. Ich konnte sie auf eine ganz andere Art kennenlernen. Ich hätte sonst nie gesehen wie sie wirklich ist. Morgens war sie meist einige Zeit am Seil, bis wir wieder im Wald waren und ich sie frei lassen konnte. Zunächst blieb sie fast immer im Schritt und in meiner Nähe. Später hatte sie ihren eigenen Takt. Sie trabte nach vorne. Wir Menschen liefen nämlich immer in einem großen Abstand zu einander, da wir so verschiedene Tempi hatten. Dann fraß sie einige Zeit, Gras, welches sie finden konnte, wartete bis ich wieder aufgeschlossen hatte. Noch bevor ich sie erreicht hatte, galoppierte oder trabte sie mit einer Leichtigkeit und inneren Ruhe nach vorne, die ich noch nie zuvor an ihr wahrnehmen konnte.

 

Dieses Gefühl der Verbundenheit, werde ich nie wieder vergessen. In unserem Alltag geht es unter. Hier trage ich wieder die Verantwortung, bestimme vieles. Und nur ich weiß wie unglaublich stark diese Stute auf allen Ebenen ist. Wie vertrauenswert.

 

Ich wünsche mir für dich, dass du auch einmal das Gefühl spüren darfst. Ich verrate dir jetzt schon – es wird dein Leben verändern! Für immer!

Genau deswegen bin ich auf der Suche nach DIR! Hattest du schon einen ähnlichen Moment der Verbundenheit und des tiefen Vertrauens mit deinem Pferd? Bitte berichte mir davon. Es braucht noch viel mehr von diesen Geschichten, in der heutigen Zeit. Und wenn du dir einen solchen Moment sehr gut vorstellen kannst, nur noch auf der Suche bist, welches Abenteuer, du und dein Pferd bestreiten können. Dann kommentiere mit ‚Ich und erzähle mir alles wichtige zu eurer Beziehung!‘ Ich bin gespannt auf DEINE Story!

 

Ich freue mich auf unseren gemeinsamen Weg in eine ’neue‘ Pferdewelt.

 

Ich wünsche dir alles Gute, auf deinem Weg, bewusst, liebevoll, zu wachsen.

 

Deine Finja

 

Ps. Hab Mut und Vertrauen ins Unbekannte.