Du willst nicht Falsch machen?

Du willst nicht Falsch machen?

Alles richtig machen, nichts falsch machen… Alle großen Methoden und (viel zu) ‚erfolgreichen‘ Trainer behaupten das ja Tag ein Tag aus.

Dadurch werden wir manchmal handlungsunfähig oder?
Bin ich die Einzige die sich meist unwohl fühlt, wenn sie mit einem neuen Trainer (egal in welchem Lebensbereich) zusammenarbeitet? Die am ersten Tag zum größten Bewegungslegastheniker mutiert und Angst hat? Angst wovor?  Etwas falsch zu machen…?

Weißt du was ich an dieser Stelle immer einwerfe? Was passiert, wenn Pferde Angst haben? Können sie Neues (konstruktives) lernen?
Nein !
Bei einem Pferd versuchen wir immer so schnell wie möglich, mit der linken Gehirnhälfte zu kommunizieren. Denn hier ist ein Pferd in der ‚Logik‘ und nicht im Instinkt.

Also wurde ich also zum Bewegungslegastheniker, durch die Angst. Wäre ja praktisch, das irgendwie auszustellen.
Gut, also dürfen wir lernen keine Angst zu haben. Aber wie soll das gehen? Jetzt komme ich endlich auf den Punkt – also gleich…!

Ich denke, dass diese Tatsache, sehr eng verknüpft ist mit einem regelrechten Wahn von unachtsamen Menschen, also auch dir – wenn du es zulässt.
Dauernd muss korrigiert, kontrolliert und verändert werden! Ein Teil in uns meint, dass es unsere Umwelt verbessert und wir dadurch helfen können.

Aber ist es nicht ziemlich maßlos, das wir so andauernd wahrnehmen, dass etwas nicht genug ist.
Und vor allem spricht er deinem Gegenüber die Möglichkeiten ab, in sich selbst die Antwort ruhen zu haben und sich weiter zu entwickeln.
Und so kommst du zu deinem Richtig und Falsch Denkmuster! Wurde uns ja auch schon in der Schule beigebracht. Von Lehrern korrigiert und so wurde uns ein gewisser Wert beigemessen (Thema Selbstwert…).

Wenn wir mit einem bestimmten Wert nach Hause kamen (z.b. einem Ungenügend), machten wir selbst oder unser Umfeld uns Stress!
Sind wir noch in der Schule? Nein.
Also dürfen wir lernen uns, auch nicht mehr so zu verhalten. Beobachte dich, wenn du wieder in so ein Muster verfällst und du dabei nicht mehr die Schulbank drückst.

Wenn ich zu einem neuen Pferd- Mensch Paar fahre, habe ich als ‚Lehrer‘ ja auch keine Angst. Sonst könnte ich dich auch wirklich schlecht unterstützen…. Mir ist es ein sehr großes Anliegen, dass du zu Beginn keine Angst vor Richtig oder Falsch hast.
Ein bisschen Aufregung ist okay. Das bin ich ja auch, wenn man einen neuen Menschen kennenlernt.
Wie mache ich das?
Indem ich dich darin unterstütze bei dir zu bleiben. Der Satz: ‚Zeige mir was du an normalen Tagen schon mit deinem Pferd machst.‘ Ist vielleicht ein Einstieg dazu – bilde ich mir zumindest ein. Denn hier versuche ich dich in deine Kraft zu bringen, nicht zu versuchen meine gestellten Übungen möglichst gut (für mich) auszuführen.
Sonst habe ich ja nichts von dir. Denn du wirst nur zu einer weiteren Variante meiner Meinung.
Doch ich bemerke auch immer wieder, das sich bei manchen Menschen fast eine Enttäuschung breit macht, wenn sie zeigen sollen wie sie sind. (Verdammt – schon wieder Thema Selbstwert… Scheint essenziell zu sein.)

Also zurück zu meinem Satz. Nur dieser kann dich meistens nicht beruhigen. Entspannung sehe ich meist in deinen Zügen, in deiner Energie, wenn du beginnst mit deinem Pferd zu arbeiten. Wenn mir etwas auffällt, was ich nicht verstehe oder widersprüchlich finde, frage ich! Und ich frage nur!! Du sollst nichts verändern. Ich will nichts korrigieren. Irgendwann weiß ich, du glaubst mir das ich dich nicht in Falsch oder Richtig kategorisiere.

Dann kannst du sein! Dich und dein Pferd zeigen. Wenn du immer noch im richtig und falsch denken wärest, könntest du das gar nicht. Du wärst in einem Gedankenkonstrukt eines Anderen. Und da kann man nur begrenzt wachsen.
Ich wünsche mir für dich, das du ganz in deine Kraft kommst und nicht nur begrenzt. Das ist die Grundlage. Das Fundament von dem aus du dein 2-stöckiges Haus oder einen ganzen Wolkenkratzer aus errichten kannst. Du hast die Wahl!

Wenn dein Kopf heute also dir sagt: Du machst das falsch. Übe dich auch heute wieder als stiller Beobachter von oben. Oder noch besser… Kennst du die Omis, die hinter den Vorhängen alles beobachten was sich auf dem Parkplatz abspielt. Nennen wir sie Hildegard! Hildegard weiß besser was da draußen passiert, als du wenn du nur kurz einparkst. Sei schlau. Mache es wie Hildegard. Schau dir den ganzen Parkplatz (dich und dein Pferd im Ganzen) an, nicht nur deine Parklücke (Bewertung: Falsch). 😀

Kannst du dich an das Kennenlernen mit mir erinnern?
Kannst du in dem Kommentar, den anderen Lesern davon berichten, wie dein Gefühl am ersten Tag war? Hast du gedacht du machst alles Falsch? Was hat sich bis heute daran verändert? Kannst du dich nicht mehr an unser erstes Treffen erinnern, dann blicke mal zurück auf ein anderes Ereignis, wo eine innere Stimme gesagt hat: Das ist Falsch!

Denk bitte dran. Du kannst nicht falsch sein. Du bist du! Und du bist wertvoll. Die Welt braucht dich. Zeige dich.
Ich freue mich zu lesen, wie du die erste Begegnung mit deinem Unterrichtendem, jedweder Art empfunden hast und ob du gedacht hast, du machst alles Falsch.

 

Ich freue mich auf unseren gemeinsamen Weg in eine ’neue‘ Pferdewelt.

 

Ich wünsche dir alles Gute, auf deinem Weg, bewusst, liebevoll, zu wachsen.

 

Deine Finja

 

Ps. Wenn dir niemand mehr sagt, das du etwas falsch machst – machst du dann nur noch die ‚richtigen‘ Dinge?

Für wen übernimmst du Verantwortung?

Das Thema mit der Verantwortung… es liegt mir sehr am Herzen! Denn die meisten Menschen scheinen damit Probleme zu haben… und Pferdemenschen besonders?!

Lass mich dir zeigen was ich meine…
Schon als Kind bekommst du vielleicht ein Pflegepony oder zumindest Reitstunden, damit du schon in jungen Jahren Verantwortung übernehmen kannst. Stärkt den Charakter… etc.

 

Doch übernimmst du automatisch Verantwortung, wenn du ein Pferd hat?
Schön leicht wäre es…

Ich kann dir sagen ich habe drei Stuten und nein, Verantwortung zu übernehmen passiert nicht von jetzt auf gleich und im vollen Maße habe selbst ich es noch nicht umgesetzt.
Denn ich habe seeeeeehr oft die Verantwortung abgegeben… Mein Lieblingsbeispiel hierbei ist immer die Hufpflege. Meine Familie hatte seit (gefühlt) 20 Jahren einen Hufschmied, der war richtig gut!

Moment? War er das? Ehrlich gesagt hatte ich keinen blassen Schimmer!!!
Was ich als richtig gut bezeichnete, war die Fähigkeit, pünktlich und regelmäßig zu kommen und die Hufe sahen nicht mehr zu lang aus. Das die Pferde am selben Tag und den kommenden etwas fühlig liefen, war ja normal.
Alle unsere Pferde wurden von ihm bearbeitet, keines schien Probleme damit zu haben.

Doch wie du wahrscheinlich weißt, kam dann Tiny. Einige Sehnenschäden weiter, übernahm ich dann endlich meine Verantwortung! Denn ich habe sie beim Thema Huf immer abgegeben! Ich bin ja nur der Kunde.. ich weiß nichts über Hufe, lass das mal den Experten machen.. – hat Mama gesagt. Also ja… Die Verantwortung für die Pferdehufe hatten gleich zwei andere Menschen – meine Mama und unser Hufschmied. Mir kam es nicht für eine Sekunde in den Sinn zu fragen, warum Yolli manchmal Eisen haben sollte und manchmal nicht.

Das ist nun mein Persönlicher Aufwachmoment vor drei Jahren gewesen.. Und seit dem ich im Thema Verantwortung übernehmen die Augen weit geöffnet habe, sehe ich es überall.

Die anderen tun die Decke bei 10 ° rauf, also mache ich es auch.

Die Pferde bekommen hier alle immer Hafer, also gebe ich es auch meinem Pferd.

Der Stall ist zwar nicht gesund für mein Pferd, aber es gibt hier nichts anderes.

Mein Kind muss ihr Pony während den Unterrichtseinheiten ausbinden. Ist halt einfach so.

Der Sattel passt nicht, aber bei der Sattellage passt sowieso nicht viel.

Mein Trainer hat gesagt, dass…
Mein Tierarzt hat gesagt, dass…
Mein Osteopath hat gesagt, dass….
Mein Stallbesitzer hat gesagt, dass…
und unendlich so weiter…..

Ich möchte nun gar nicht sagen das die lieben Tipps von allen Seiten – es sind ja nun wirklich keine bösgemeinten Ratschläge- nicht richtig sind.
Doch sei achtsam dabei.

Braucht DEIN Pferd, eine Decke? Was sagt dein Gefühl dazu? Hätte es sie auf, wenn noch kein anderer sie aufhätte? Ja? Super, dann hast du selber Verantwortung übernommen!

Du bemerkst, dass dein Sattel nicht mehr passt – auch wenn dir der Sattler deines Maßsattels versprochen hat er wird die nächsten 38,2 Jahre passen – packst du ihn nicht mehr auf dein Pferd. Du findest eine Lösung, das dein Pferd wieder einen passenden Sattel hat!

Dein Osteopath/ Pysio/etc. war da und sagt dir dein Pferd geht nun schon viel besser, er muss aber trotzdem ab jetzt alle 6 Wochen bis zum Tod des Pferdes kommen? Was sagt dir dein Gefühl? Kann das der passende Therapeut für dein Pferd sein? Egal wie toll du dich mit dem Menschen verstehst und wie nett er dich angelächelt hat. Wenn dein Pferd die Woche drauf genauso schlecht läuft wie vorher, mache es dir bewusst. Verändere es!

Du allein hast die Wahl! Es steht in deiner Verantwortung. Hast du nicht das Gefühl, das dein Pferd so wichtig ist, dass es das Wert ist?

Und ja! Eigenverantwortlichkeit benötigt Mut, doch nur so kannst du den Weg selbst bestimmt gehen und dich nicht als Opfer der Ereignisse sehen.

Und ja! Es werden immer wieder Situationen kommen, in denen du dir selbst oder jemand von außen sagt: Du hast keine Ahnung von dem Thema.. Lass das den Experten machen!

Aber bitte sprich mit deinem Experten. Hole dir vielleicht einen zweiten Rat ein. (Facebook zählt nicht!) Handle!
Denn dann muss dein Pferd nicht erst, wie in meinem Fall größere Probleme mit ihrem Exterieur bekommen, als sie müsste.

Und das nur, weil ich einmal gefragt habe: Wieso machst du die Hufe auf diese Art und Weise?
‚Glaubst du etwa ich mache hier was falsch, dann kannst du es ja beim nächsten Mal selber machen. Ich denke das ich schon weiß was ich tue!‘

Und schon habe ich mich so nachhaltig einschüchtern lassen und ihm geglaubt, sodass ich jedwede Verantwortung ihm überlassen habe…
Getreu dem Motto: Er macht das schon!

Wenn du dich angesprochen fühlst, überlege heute also bitte… Stimmt es wirklich, wenn ich heute jemandem die Schuld zu schiebe? Hat der blöde Trainer so doof mit dem Pferd gearbeitet? Oder hat du es zugelassen?

 

Ich freue mich auf unseren gemeinsamen Weg in eine ’neue‘ Pferdewelt.

 

Ich wünsche dir alles Gute, auf deinem Weg, bewusst, liebevoll, zu wachsen.

 

Deine Finja

 

Ps. Erst deine Eigenverantwortung schafft Gestaltungspielraum.

Unterdrückst du auch deine Gefühle ?

Wenn wir noch in den Windeln stecken, lernen wir schon unsere Gefühle zu bewerten. Sie abzuwerten!

Vor allem aber eins – nur die ‚ guten ‚ dürfen gezeigt werden! Weinen oder gar schreien, wenn wir uns einsam fühlen wird nicht gern gesehen. Angst sollen wir auch nicht zeigen. Zusammenreißen! Vielleicht wurden wir sogar von unseren Eltern oder anderen Menschen beschimpft. Dieses Erfahrungen setzten sich fest.

Wir werden alle geboren mit einem hervorragendem Zugang zu unseren Gefühlen. Und dann werden sie durch den Umgang in unserer Gesellschaft schnell verlernt.

Dann kommst du irgendwann zu deiner ersten Reitstunde am Reitstall und auch da lernst du direkt, keine Furcht zu haben. Egal was wirklich in dir vorgeht, sollst du stets Mut für dich und dein Pferd beweisen. Und dein Pferd soll immer unter allen Umständen den Respekt vor dir wahren. Ein ganz schöner Druck lastet da auf dir…

 

Woher kommt eigentlich diese Angst Gefühle zuzulassen? Irgendwann muss ja jemand damit begonnen haben…

Wenn wir Gefühle, wie Trauer, Wut oder Scham zulassen,  befürchtet etwas in uns, dass unsere Mitmenschen uns für machtlos oder hysterisch gehalten. Kurz – nicht gut genug sind. Daher lassen wir bestimmte Gefühle, gar nicht erst zu, wenn andere Menschen in der Nähe sind.

Aber verschwinden diese Gefühle, wenn wir sie einfach unterdrücken? NEIN, keinesfalls.

Sie machen krank! Unser Immunsystem wird schwächer. Je mehr Energie wir in die Unterdrückung, dieser unliebsamen Gefühle stecken desto kraftloser werden wir.

Stell dir vor du hast einen Zwilling, und du hältst ihm die Tür zu, er bollert, da nun mit der gleichen Kraft die du auch hast, gegen und versucht reinzukommen. Es ist möglich ihn draußen zu lassen. Doch es kostet dich viel Energie und Kraft. All deine Konzentration ist darauf gepolt, diese Tür zu halten… (HODOOOR! #GoT) 😉

Daher boomt es in unserer Zeit von allerlei Krankheiten, die auf den Dauerstress deines Körpers zurück gehen.  Und es geht hierbei nur um deine unterdrückte Gefühlswelt, nicht mal um deinen stressigen termingeplagten Alltag.

 

Du darfst also lernen deine Gefühle zuzulassen! ALL deine Gefühle!

Und wenn du sie endlich zulässt, annimmst und durcharbeitest, nimmst du ihnen all den Schrecken! Und siehe da… Die ganze Energie, die du drauf verwendet hast, das Tor zu halten, ist frei. Du kannst sie nun für etwas anderes verwenden.

 

Zwei tolle Einsichten, die ich durch meine Meditationspraxis immer wieder erleben darf sind:

Ich bin nicht mein Gefühl.

Ich kann meine Gefühle nicht kontrollieren.

 

Denkst du jetzt gerade:  Doch ICH kann meine Gefühle kontrollieren?  Schau mal bewusst hin und erinnere dich dabei an das Tor. Du steckst Tag für Tag, mehr Energie in die Unterdrückung deiner Gefühle.. Ist es am Ende also nicht andersrum? Kontrollieren DICH deine Gefühle?!

Beim Pferd ist ja überall die Frage: Bewegt dich dein Pferd oder du dein Pferd…. Ich denke du weißt wo ich drauf hinaus will.

 

Ich lehne mich mal aus dem Fenster und gehe davon aus, das dir das irgendwie schon bewusst ist. Vielleicht bist du sogar schon soweit und arbeitest daran?

Doch wie ist es beim Pferd? Kannst du dort deine Gefühle kommen und gehen lassen?

Und jetzt scroll nochmal ganz nach oben… Denn meist dürfen wir hier unseren Gefühlen schon wieder nicht freien Lauf lassen, weil uns vor zwanzig Jahren mal ein Trainer gesagt hat, das Pferd gewinnt sonst die Überhand…

Interessant oder? Wer bewegt hier also wirklich wen?

Was wäre, wenn du deine Gefühle mal zulässt. Auch ganz verrückter Weise, deine Angst? Auch wenn du es eigentlich nicht darfst? Weil du ja mutig zu sein hast?

Spannender Weise geraten die Pferde (solang ich nicht kopflos reagiere) gar nicht noch mehr in Panik, wie mir immer erzählt wurde. Auch wollen sie mich dann nicht dominieren..

Wenn ich im Coaching, mit einem Kunden ,neben deren Pferd stehe und wir über Gefühle sprechen – der Mensch endlich loslässt, vielleicht fallen sogar ein paar Tränen in dem Prozess, kann das Pferd endlich Kauen. Es schnaubt häufig ab und lässt den Kopf fallen. Es entspannt!

Anders herum, wenn jemand an seinem Gefühl festhält, wird das Pferd oft ungehalten oder sogar aggressiv.

 

Ich bitte dich also heute im aller ersten Schritt, deine Gefühle wahrzunehmen. Nichts weiter, lass sie nur da sein!

 

Ich freue mich auf unseren gemeinsamen Weg in eine ’neue‘ Pferdewelt.

 

Ich wünsche dir alles Gute, auf deinem Weg, bewusst, liebevoll, zu wachsen.

 

Deine Finja

 

Ps. Ist es nicht verrückt, wie viel Macht wir gerade dem geben, was wir überhaupt nicht mögen?

Introvertiert oder extrovertiert?

Wo kategorisierst du dich selber ein? Bist du eher ruhig oder hast du immer etwas zusagen?

Manchmal ist es auch gar nicht so leicht sich da wieder zu finden oder? Denn häufig unterscheidet sich unser Verhalten, je nach Kontext.

Wenn wir in Extremen denken, dann sind die Extrovertierten Menschen die, welche immer erst beginnen zu Reden und dann vielleicht mal Nachdenken… Kennst du so jemanden? Bist du selber so jemand?

Oder bist du eher das Gegenteil? Haben die Menschen eher Glück dich nach all deinem Denken, mal reden zu hören?

Ich liebe alle Persönlichkeiten einfach! Als vom Herzen her, eher introvertierte Person, liebe ich es auch Menschen zu beobachten und kleine Charakterzüge oder andere Auffälligkeiten zu entdecken. Etwas in mir hat es unbewusst sogar so eingerichtet, anders zusprechen. Je nachdem wen ich vor mir habe. Das musste mir aber erst einmal mein Freund sagen, nachdem er zu einigen Einheiten mitgekommen war. Mir achso, ‚bewusst achtsamen‘ Finja, war die Essenz verborgen geblieben…

Etwas in mir kann sich wunderbar auf die verschiedenen Menschentypen einstellen und spiegelt meist sehr genau die Energie die mein Gegenüber braucht.

Wie ist es denn, aber bei den Pferden? Dort gibt es ja bestimmt auch diese ‚lauten‘ und die ‚leisen‘ Pferde? Korrekt! Wenn wir wieder an das Eingangsbeispiel denken, wäre es bei Pferden folgender Weise zu vergleichen: Die extroviertierten Pferde rennen erst und denken dann und anders herum denken die introvertierten Pferde erst und eventuell, kommt es dann und wann vor, dass sie sich tatsächlich bewegen.

Wieso könnte es also wichtig sein, sich auf dein Pferd einzustellen? Damit du ihm auf Augenhöhe begegnen kannst und ihm genau dort helfen kannst, wo sich das Pferd befindet.

Was bedeutet es für dich, wenn du ein eher introvertiertes Pferd hast? Das du deinem Freund Zeit geben darfst! Und wenn es nicht das gewünschte macht, siehst du meist schon sehr deutlich: Entweder möchte dein Pferd gerade, aber kann einfach nicht. Oder dein Pferd könnte, will aber gerade nicht!

Wenn dein Pferd, der erste Fall ist, wirst du wahrscheinlich schon entdeckt haben, das die Emotionen, dein Pferd manchmal einfach überrennen und der einsetzende Stress, dein Pferd komplett ausschaltet. Je ‚lauter‘ oder ‚unübersichtlicher‘ (extrovertierter) die Situation, desto leiser wird dein Pferd.

Du kannst diesen Kreislauf durchbrechen, indem du weniger machst. Wenn du neutral werden kannst. Warte einfach mal länger ab, bevor du direkt mit deiner nächsten Idee kommst, weil dein Pferd die Übung noch nicht umsetzen konnte. Warte einfach mal ab und warte bis dein Pferd Vertrauen schöpft. Du wirst überrascht sein, wie viel du nun bekommen wirst, obwohl du viel weniger machen musst.

Dies kannst du übrigens auch bei Menschen anwenden… Menschen die nicht viel reden, werden meist durch ein Meer aus Fragen oder Geschwafel, deinerseits, nicht zum reden animiert… Nein, versuche weniger zu sagen und frage eine Frage und dann bist du still! Sei leise bis dein Gegenüber dir geantwortet hat und warte auch noch einige Sekunden ab, vielleicht kommt sogar noch etwas mehr, als du erwartet hast… Du wirst es aber nur erfahren, wenn du dich mal etwas zurück nehmen kannst.

Gut.. Nun zu den Pferden, die einfach nicht wollen.  Wenn bei mir jemand anruft und die Wörter faul oder stur verwendet, weiß ich schon… Ein introvertiertes Pferd, welches (noch) nicht will!

Du bist einfach in der Hackordnung unter deinem Pferd. Und das ist bei diesem Pferdecharakter auch nicht gerade schwer. Diese Pferde sind super intelligent und wir behandeln sie meist wie die letzten Idioten! Dieses Pferd werden meist aller Verantwortungen entzogen… Ist es doch sowieso schon so langsam, dann treibe ich halt jeden Schritt. Ist ja faul und läuft sonst nicht weiter oder schneller.

Ist dir mal aufgefallen wie kontraproduktiv dieses Verhalten ist? Diese Pferde dürfen Verantwortungen übernehmen, wie z.B. halte deine Gangart! Nur du erreichst es durch viel kürzere Sessions. Du darfst sogar etwas provokativer werden – und das bedeutet nicht schneller…

Zusammengefasst: Du hast ein eher introvertierte Pferd? RUNTER VON DEINEM Gaspedal und geh in die Energie deines Pferdes!

Nun zu den kleinen Rennflitzern… Auch hier kann man erkennen, dass einige Pferde nicht können und die selbstsicheren nicht wollen!

Die ängstlichen Pferde sind super schnell im reagieren! Den Auslöser zu entdecken ist manchmal fast unmöglich für dich. Die Herausforderung wird hier sein sie zum beantworten deiner Fragen zu bewegen und nicht einfach irgendwie (weg) zu rennen!

Das Pendant hier zu läuft auch sehr gerne, aber nicht auf Reaktion auf äußere Umstände, sondern um selber Spaß zu haben. Wenn du zu langweilig und zu niedrig in deiner eigenen Energie bist, wird dein Pferd zum Klassenclown. Und das schätzen wir häufig vollkommen falsch ein. Denn hier höre ich meist die Worte: dominant, gefährlich oder gegen an.

Wir haben häufig noch im Hinterkopf den Satz eines früheren Trainers: ‚Er muss dir gehorchen!!!‘ (Vielleicht hatten wir alle den selben Trainer?)

Und wenn du versuchst diesen Pferdecharakter zu unterwerfen, ohne seine Bedürfnisse zu kennen,  und ihm seinen Freiraum zu lassen.. Ja dann wird es gefährlich werden.

Du darfst dein Ego mal Ego sein lassen und dein Pferd mal gewinnen lassen, lache einfach laut los, wenn es mal wieder in eine andere Richtung am Seil läuft als gewünscht. Und dann frage es zum Beispiel, noch etwas schneller oder noch mehr Runden. Du wirst sehen, durch das lachen entspannst du dich selber schon einmal und durch die umgekehrte Psychologie wird dein Pferd bald die Richtung wieder wechseln.

Was für einen Pferdetypus hast du zuhause? Ist er dir ähnlich oder genau das Gegenteil von dir?

Ich freue mich auf unseren gemeinsamen Weg in eine ’neue‘ Pferdewelt.

Ich wünsche dir alles Gute, auf deinem Weg, bewusst, liebevoll, zu wachsen.

Deine Finja

Ps. Musik hilft mir schnell zu werden, wenn ich es brauche. Mein Atem hilft mir langsam zu werden.

Kannst du die Verbundenheit spüren?

Fast jeder, den ich kenne wünscht sich eines: mehr Vertrauen vom Pferd.

 

Bist du auch einer davon? Ich in jedem Falle.

Wo beginnt man da? Vielleicht wünschst du dir auch Übungen, die euer Vertrauensverhältnis verbessern?

Den magischen Zauberspruch, der alles verändert.

Es werden Gelassenheitsaufgaben gemacht, das Pferd ‚desensibilisiert‘.

Doch ist das wahres Vertrauen? Wahre Verbundenheit zwischen dir und deinem Pferd?

 

Hast du einen Partner zu Hause auf der Couch sitzen? Würdest du von ihm einfach so verlangen mehr Vertrauen zu haben? Und dann einige Aufgaben gemeinsam mit verbundenen Aufgaben lösen?

Fühlt sich nicht ganz stimmig an oder?

 

Ich habe in meiner gemeinsamen Zeit mit meiner Tiny auf meinem Wanderritt durch Frankreich eine ganz neue Verbundenheit spüren dürfen. Fernab aller Übungen und Techniken. Denn so hatte ich es gelernt.

Zunächst hatte ich noch das Gefühl, die gesamte Verantwortung für mich und Tiny übernehmen zu müssen – und natürlich das Packpony. Doch schon einige Tage später fühlte ich wie wir zu einer richtigen Herde wurden, zu dem jeder seinen Teil beitrug. Sie beschütze mich. Half mir, wenn ich kaum noch Leben in meinen Füßen hatte. Ich durfte mich auf Hänge hinauf ziehen durch ihre Stärke.

Und interessanter Weise denke ich nicht, dass die Übungen, die wir vorher gemacht haben uns wirklich geholfen haben.

Es war dieser erste Moment in Mitten des Waldes. Ich hatte beschlossen sie einfach von ihrem Strick zu befreien. Wir Menschen waren in Freiheit, warum nicht auch die Pferde. Diese Gelegenheit hatte ich in Deutschland nie. Wir waren mehrere Kilometer in jede Himmelsrichtung von jeder Zivilisation entfernt.

Zunächst war kein Unterschied ersichtlich. Wir gingen weiter. Schulter an Schulter. Gemeinsam. Jeden einzelnen Schritt. Wenn ich müde wurde, wurde sie langsamer. Auf Anstiegen wurden wir beide in der Anfangszeit immer schneller. Oben standen wir dann gemeinsam keuchend! 😉 Okay… Vielleicht auch nur ich, wenn ich mich recht erinnere. (&  ganz ehrlich bin)

Und irgendwann musste ich etwas länger mit dem Packpony warten. Ich werde den Moment nie vergessen. Denn Tiny schaute mich an. An dem Tag waren wir beide, noch sehr genervt von der Stute. Sie ließ keinen Baum aus um da gegen zulaufen mit all ihrem Gepäck und auch Tiny hatte sie einige Male angerempelt. Tiny schaute mich also an und ging dabei ganz langsam weiter. Als würde sie prüfen, ob ich sie aufhalten würde. Ganz langsam im Schritt entfernte sie sich. Als Rocky, das Pony fertig war, hatte Tiny sich schon bestimmt zehn Meter nach vorne geschlichen.

Ich lächelt nur vor mich hin unternahm gar nichts. 200 Meter vor uns lief ja meine Wanderkumpanin mit ihrem Pony. Tiny begann zu traben. Ich machte immer noch keine Anstalten etwas zu unternehmen, ich war im vollen Vertrauen.

Sie schlug ihren Kopf zur Freude von links nach rechts und galoppierte an! Ich machte mir in dem Moment nur Gedanken über mein Gepäck! War es wirklich fest genug? Sie kam vorne bei dem anderen Pony an und stoppte wieder. Sie schaute zu mir nach hinten. Wartete dort einen Moment mit stolzer Ausstrahlung. Und dann… Sie kam wieder zurück getrabt. Sie schenkte mir an dem Tag, das wertvollste Geschenk, welches man von seinem Pferd bekommen konnte.

Und von dort an war sie Frei. Sie genoss es aus vollen Zügen. Bestimmt 300 Kilometer, bestritten wir so. Unseren Weg durch den wunderschönen Nationalpark du Morvan, war sie fast die ganzen Tage, ohne Strick unterwegs. Ich konnte sie auf eine ganz andere Art kennenlernen. Ich hätte sonst nie gesehen wie sie wirklich ist. Morgens war sie meist einige Zeit am Seil, bis wir wieder im Wald waren und ich sie frei lassen konnte. Zunächst blieb sie fast immer im Schritt und in meiner Nähe. Später hatte sie ihren eigenen Takt. Sie trabte nach vorne. Wir Menschen liefen nämlich immer in einem großen Abstand zu einander, da wir so verschiedene Tempi hatten. Dann fraß sie einige Zeit, Gras, welches sie finden konnte, wartete bis ich wieder aufgeschlossen hatte. Noch bevor ich sie erreicht hatte, galoppierte oder trabte sie mit einer Leichtigkeit und inneren Ruhe nach vorne, die ich noch nie zuvor an ihr wahrnehmen konnte.

 

Dieses Gefühl der Verbundenheit, werde ich nie wieder vergessen. In unserem Alltag geht es unter. Hier trage ich wieder die Verantwortung, bestimme vieles. Und nur ich weiß wie unglaublich stark diese Stute auf allen Ebenen ist. Wie vertrauenswert.

 

Ich wünsche mir für dich, dass du auch einmal das Gefühl spüren darfst. Ich verrate dir jetzt schon – es wird dein Leben verändern! Für immer!

Genau deswegen bin ich auf der Suche nach DIR! Hattest du schon einen ähnlichen Moment der Verbundenheit und des tiefen Vertrauens mit deinem Pferd? Bitte berichte mir davon. Es braucht noch viel mehr von diesen Geschichten, in der heutigen Zeit. Und wenn du dir einen solchen Moment sehr gut vorstellen kannst, nur noch auf der Suche bist, welches Abenteuer, du und dein Pferd bestreiten können. Dann kommentiere mit ‚Ich und erzähle mir alles wichtige zu eurer Beziehung!‘ Ich bin gespannt auf DEINE Story!

 

Ich freue mich auf unseren gemeinsamen Weg in eine ’neue‘ Pferdewelt.

 

Ich wünsche dir alles Gute, auf deinem Weg, bewusst, liebevoll, zu wachsen.

 

Deine Finja

 

Ps. Hab Mut und Vertrauen ins Unbekannte.

Schluss mit dem Kraftakt ums Gras!

Es ist März.

Die Vögel zwitschern.

Die Frühlingsblüher kommen raus.

Durch die Trockenheit kann man ungewöhnlich gut abmisten.

Und dein Pferd beginnt dir den Strick auf dem gemeinsamen Spaziergang aus der Hand zu reißen.

 

Ja diese Zeit im Jahr hat wieder begonnen. Im Winter war es ruhig. Doch nun beginnt das Gerangel um das Gras.

Dein Pferd möchte doch so gerne, das süße Grün haben. Du möchtest einen entspannten Spaziergang haben. Es endet vielleicht damit, dass du dein Pferd nur noch in der Mitte der Straße laufen lässt. Vielleicht aber auch in dem du ihm mal ‚ordentlich Bescheid‘ gibst das es das nicht soll. Vielleicht joggst du jetzt auch nur noch über das leichte Grün? Oder du gehst mehr oder minder bewusst nur noch den Waldweg?

Ich werde häufig gefragt wie ich damit umgehe. Und wie (fast) immer schrecke ich vor einer allgemeingültigen Antwort zurück. Doch trotzdem möchte ich dir deine bewussten Möglichkeiten aufzählen.

Egal, ob Gras oder nicht, zu Beginn bei mir nur zwei Spielregeln an das es sich halten muss.

  1. Zieh nicht an mir!
  2. Drängel mich nicht weg!

Ich mag es einfach und unkompliziert. Und das sind meine einzigen Regeln die für alle Pferde gelten. Denn ich mag meine Füße. Meine Arme sind nicht die stärksten. Und, achja … mein Leben gefällt mir auch sehr gut. Du bemerkst es geht um Sicherheit.

Da wir mit unserem Pferd gemeinsam auf dem Spielplan stehen, gelten diese Regeln genau so für uns Menschen! Den Teil vergessen wir ja gerne mal. Dann wird da doch am Strick gezogen, wenn es zu langsam ist. Oder von der Stelle die du gerade am Putzplatz hast weggedrängelt.

Also mach dir bewusst, die selben Spielregeln für alle!

 

Das bedeutet für unser Grasthema, dass würde deine Vorarbeit stimmen, das Thema schon geklärt wäre.

Okay 295 Wörter und das Thema ist schon gegessen.

Doch die Realität sieht nun mal in vielen Fällen anders aus.

 

Denn manchmal willst du dein Pferd auch bewusst grasen lassen. Bald geht das Anweiden wieder los und da darf es dir den Strick runterreißen? Wie soll dein Pferd dich verstehen, das es manchmal okay ist und an anderen Tagen eben nicht?

 

Füge ein Zeichen oder eine Stimmhilfe ein und sei selber dabei diszipliniert. Ich war sehr unkreativ, was die Stimmhilfe angeht und sage einfach nur ‚Friss was‘. Ich bin gespannt, was es bei dir wird.

Zusätzlich dazu habe ich ein komplettes Ritual eingefügt.

So sieht es aus:

Wir sind ein Stück gegangen und meine Yolli, hat sich sehr charmant verhalten, nicht an mir gezogen. Ich suche mir ein nettes Stück aus und halte Yolli an. Ich schaue sie an und halte einfach nur meinen Handrücken vor mich. Ihre Aufgabe ist es ihn mit ihrer Nase zu berühren und abzuwarten, ob ich ‚Friss was‘ und dabei nach unten zeige. Dann lasse ich sie grasen.

 

Und dies wiederhole ich einfach, so häufig ich das Gefühl habe, ihr damit eine Freude zu bereiten. Ich habe damit nicht nur eine nette Geduldsübung eingepflegt.. Ich nehme ihr auch den ganzen Druck raus, dass sie mich die ganze Zeit beobachten muss um dann nicht doch, in einem ’schwachen‘ Moment meinerseits, den Kopf runter zu reißen.

Ich nehme deine Bedürfnisse wahr und kümmere mich um dich. Das ist es was ich ihr weitergeben möchte.

Übrigens habe ich Yolli als Beispiel genommen, weil ich in unseren 25 gemeinsamen Jahren, etwas sehr spannendes (dummes!) eingebaut habe, was ich so bei keinem anderen Pferd je wieder wahrgenommen habe.

Früher durfte sie nicht grasen! Keinen Halm! NIE! Auch nicht wenn das Gras bis zu ihrem Kopf hochstand! Ich hatte es so gelernt. Respektlos, blablabla… Dementsprechend war ich damals, meiner Meinung, zu ihr ziemlich respektlos und nicht andersrum! Und was ist dabei raus gekommen? Freiwillig ist sie nicht mehr auf Gras gelaufen! Stell dir das mal vor! Ich habe eine riesen Kraftanstrengung gebraucht um sie auf den Seitenstreifen zu zwingen.. Ja, mein kleines, introvertiertes, unsicheres Pony hat sich innerlich so sehr von mir stressen lassen, das sie gar nicht mehr dahin wollte.

Als ich es endlich bewusst wahrnahm, veränderte ich alles zu unserer beschriebenen Routine.

Mit einem selbstsicheren Pferd wird dir sowas nie passieren. Dort startet meistens nur der Krieg, wer schneller ist und mehr Kraft hat. Lass dich darauf nicht ein. Schaue dir an unter welchen Spielregeln du dich wohl fühlst und deinem Pferd die Freude bereiten kannst.

Schaue dir gerne nochmal die Tipps von Wege zum Pferd zum ähnlichen Thema an, indem du hier klickst!

 

Ich freue mich auf unseren gemeinsamen Weg in eine ’neue‘ Pferdewelt.

 

Ich wünsche dir alles Gute, auf deinem Weg, bewusst, liebevoll, zu wachsen.

 

Deine Finja

 

Ps. Erst an dem Tag an dem ich auf Zucker verzichten kann, werde ich meinem Pferd das Grasen verbieten. 😉

 

Nur DU kannst die Pferdewelt verändern!

Warum hast du eigentlich ein Pferd?

Diese Frage habe ich in 2016 das erste Mal auf einer Ebene wahrgenommen, mit der ich mich sonst nie beschäftigt hatte.

 

Denn bisher hatte ich immer geantwortet: Ich liebe meine Pferde.  Ich liebe es zu reiten. Ich liebe es Reitunterricht zu geben. Ich bin der Westernreiterei verschrieben. Ich mag es mich mit Pferdemenschen zu umgeben. Und außerdem werde ich später auf meinem Hof irgendwie mit Pferden arbeiten, daher brauch ich sie auch.

So oder so ähnlich kannst du dir meine Antworten vorstellen.

Und wenn ich dich jetzt frage, ob du dein Pferd liebst, wirst du es vielleicht auch mit einem lauten JA! beantworten können.

Doch ist dir auch aufgefallen, dass meine Punkte, ziemlich egoistisch waren? Ich wollte, dass das Pferd etwas für mich tut. Manchmal war es mir nicht so bewusst. Doch es ist der Tenor unserer Gesellschaft. Und damit N O R M A L . . .

Ich habe gestern erst wieder mit einem zauberhaften Herzmenschen darüber geredet. Ihr war aufgefallen, dass die Bedürfnisse der Pferde in ihrer Reitschule, nicht wirklich wahrgenommen werden. Doch sie war die Einzige, der das aufgefallen war. Die Pferde werden harsch ‚angesprochen‘ um zu spuren. Die Gertenhilfe ist erst ausreichend, wenn die Reitlehrerin den Schlag hören kann. Kommandos werden abgearbeitet, für Pferd und Mensch.

Und weißt du was? Auch die Menschen werden die Frage, ob sie ihr Pferd lieben mit einem riesigen JA beantworten.

Genau das ist das Paradoxe, der heutigen Zeit und es fällt mir immer noch schwer damit umzugehen. Immer wieder treffe ich auf den Reitanlagen Menschen, wo ich mich genau das Frage: Warum hat du ein Pferd.

Ein Schleich Tier hätte vollkommen ausgereicht!

Mein Coaching mit einer Kundin endet gerade, als ‚Tür frei, bitte‘ ertönt. Reinspaziert kommen 7 kleine Stöpsel, wahrscheinlich nicht älter als sechs Jahre und führen stolz ihre Shettys in die Halle. Sie strahlen förmlich von innen und stellen sich in der Hallenmitte auf. Ein Mädchen grinst mich mit ihrer Brille und dem schiefen Helm an. Unvermittelt muss ich auch lächeln. Das Herz ist bei den Kindern so weit auf, wunderschön! Doch es ist (leider) nicht deren erste Reitstunde. Denn was nun kommt habe ich noch niemals in einer ersten Reitstunde gesehen. Und ich habe viele Kinder unterstützt! Nun kommt das ’normale‘ übergestülpte Verhalten, der Erwachsenen, über die reinen Kinderherzen.

Das Mädchen, welches mich angegrinst hat, stoppt das Pferd, hierbei reißt das kleine Rapppony das Maul auf – soweit es eben geht. Eng verschnürter Nasen- und Sperrriemen hindern es natürlich daran, das es wirklich unschön wird. Die Riemen müssen auch unbedingt dran sein, um das Pony zu schützen, diese unruhigen Kinderhände, musst du verstehen…!!! Sie sitzt auf. Streichelt ihr Pony ein letztes Mal und umarmt es. Sie ist so klein, das sie kaum um den Hals rumfassen kann. Jetzt geht die Abteilung los. Sie ist die Letzte der Sieben. Ihr Pony ist nicht so schnell. Schon schlägt die Gerte zu. Beim umdrehen, zerrt sie auch noch versehentlich am Maul. Nochmal knallt die Gerte. Die Beine treten das Pferd in den Bauch.

Und es ist halb zehn in Deutschland.

Es ist normal!

Und das Mädchen wird später beim rausgehen, seiner Mama und seinem Papa erzählen, wie sehr sie ihr Pony liebt.

Eine vollkommen verrückte Welt da draußen, die wir gelernt haben anzunehmen und zu akzeptieren.

 

Als ich damals mein Longierabzeichen gemacht habe, hat mir der freundliche Richter der FN erzählt, dass die Intelligenz der Pferde mit der von vierjährigen Kindern verglichen werden kann. Wusstest du das?  Ich finde das ist der HAMMER!  Weißt du was Vierjährige alles schon können? Vor allem fällt mir sofort diese unbändige Frage Freude ein. Warum machst du das? Wieso fressen Hunde ihr Fleisch roh? Wo kommt die Welt her? (Whatt??) Wer macht morgens das Licht an?

Ich habe nur eine Frage: Warum können wir die Pferde nicht genau so behandeln?

Obwohl wir all dieses Wissen mittlerweile besitzen, wie viel Intelligenz in unseren Tieren steckt, meint Etwas in dem Menschen, das unsere Gattung etwas Besonderes ist. Und jetzt kommt mein Liebling Spruch der letzten Monate.

Es ist noch gar nicht Lange her, da hat die Welt die Frauen unterdrückt! Die Schwarzen! Sklavenhandel! Ich wurde sogar gerade darüber aufgeklärt, dass Frauen hier in Deutschland gesetzlich bis 1977 dazu angehalten waren, ihren Mann zu fragen, ob sie eine Arbeit annähmen dürften.

In vielen Filmen die unsere Vergangenheit zeigen, sehen wir wie Frauen und Farbige für weniger intelligent gehalten wurden und daher mussten sie all diese Qualen erleiden. Und Heute wissen wir. Es ist gar nicht die Wahrheit!

 

Ich bin davon überzeugt, das auch in der Pferdewelt ein Wandel begonnen hat. Und ich freue mich aus ganzem Herzen, an den Tag wo jeder aus voller Überzeugung sagen kann. Es war gar nicht die Wahrheit! Wir brauchten die Tiere gar nicht unterdrücken. Sie tun uns nichts. Die Frauen oder Farbigen haben uns ja auch nichts getan.

 

Ich wünsche mir heute von dir Nicht, dass du nun andere Menschen für ihre ‚Normalität‘ anklagst.

Ich wünsche mir das du, genau wie ich, bei dir selber beginnst. Und dir die Frage stellst: Warum habe ich mein Pferd.  Und beantworte dir die Frage selbst mit all den ehrlichen, schmutzigen Facetten die dir dabei einfallen. Bewerte diese nicht. Lass sie einfach zu. Denn wenn du aufhörst in der Vergangenheit zu verweilen, in der Zukunft zu planen und dich über die anderen ‚bösen‘ Reiter zu beklagen, dann übst du dich in Achtsamkeit. Und daraus kann deine wirkliche Kraft entstehen. Und ich bin bereit deine wundervollen Fähigkeiten zu sehen! Denn DU wirst damit die Welt verändern und das ist meine tiefste Überzeugung!

 

Ich freue mich auf unseren gemeinsamen Weg in eine ’neue‘ Pferdewelt.

 

Ich wünsche dir alles Gute, auf deinem Weg, bewusst, liebevoll, zu wachsen.

 

Deine Finja

 

Ps. Heute Frage ich mich: Was kann ich für mein Pferd tun & nicht mein Pferd für mich. 

 

Einen Denkfehler, den du machst, wenn du dein Pferd motivieren willst.

Wie motiviere ich eigentlich mein Pferd….

Warum bist du heute morgen eigentlich aus dem Bett gestiegen? Ist es um einem natürlichen Grundbedürfnis nach zu gehen? 😉 Oder damit du zu einer Arbeit gehst um Geld zu verdienen? Liebst du die Anerkennung auf der Arbeit? Oder freust du dich schon auf deine Kollegen, Freunde oder deine Familie.. Was ist es bei dir?

Grob zusammengefasst sind das unsere Motivationen.. Begonnen bei deinen Grundbedürfnissen die dich am Leben erhalten, über Sicherheit.. Also dein Dach überm Kopf, bis hin zu deinen sozialen Beziehungen, der Anerkennung und als letzten Punkt deine Selbstverwirklichung.

Hast du alles schon mal gehört? Bestimmt als du die Maslowsche Bedürfnispyramide in der Schule hattest. Also nichts Neues für dich?

Großartig! Dann frage ich dich… Was sind die Motivationen deines Pferdes. Bevor du nun direkt weiterliest, nehme dir eine Minute Zeit und fühle für dich selber mal rein.

Denn etwas was ich immer wieder bei so vielen Menschen entdecke und mich nehme ich da gewiss nicht Außen vor…

A N T H R O P O M OR P H I S M U S

Schon mal gehört? Oder hast du Google schon offen ? Wenn ja, wirst du da lesen das es im Grunde um Vermenschlichung geht. Vermenschlichung von Dingen, von Tieren, sogar von Naturgewalten!

Die goldene Regel besagt sogar: Was du gerne haben möchtest, das gebe auch den Anderen. Im Negativen ist es der Spruch: Was du nicht möchtest, das man dir tu, das füg auch keinem Anderen zu! Und jetzt Pass auf! Ist sogar in der Bibel begründet! Lukas 6, 31!

Schon Urzeiten im mentalen Speicher!

Und nun komme ich und behaupte einfach das ist so nicht richtig! Überlege mal… Kann es richtig sein, deine introvertierte Freundin auf die Bühne zu schubsen, nur weil du gerne im Rampenlicht stehst? Vermisst deine Tante, wirklich den beruflichen Erfolg, den du ihr wünschst, wenn sie ihre Prioritäten auf die Familie gelegt hat?

Ich denke du bemerkst, worauf ich hinaus möchte… Es ist nicht so, dass wir uns alle auf die belegten Brötchen mit Ei am Buffet stürzten.

Im Grunde darfst du, was Liebe und Dankbarkeit angeht, um dich schmeißen, so viel du kannst und so weit wie du kannst. Alle Kreaturen verstehen das. Doch dann sind wir alle individuell.

Es geht also nicht darum das du weißt, was dir gut tut, sondern das weißt was dein Gegenüber braucht. Und da hilft einfach eine gute emotionale Intelligenz oder – ganz altmodisch – Fragen!

Wie ist es denn jetzt mit meinem Pferd? Darauf bist du immer noch nicht eingegangen, Finja…!! Stimmt. Wir nähern uns allmählich dem Thema.

Ich möchte dir eine Geschichte erzählen. Eine Geschichte, die ich für gewöhnlich auf meinen Kursen erzähle.

Ich habe mal Jemanden kennengelernt, die ihr Pferd geliebt hat. Keine Frage! Die zwei hatten ein dicht verwobenes Band inne und glichen sich, wie ein Ei dem anderen. Das Pferd wurde über die Jahre immer älter und die Dame unserer Geschichte, beschloss nun ein junges Pferd zu adoptieren. Sie fühlte sich durch die Beziehung zu ihrem erfahrenen Lehrpferd dazu befähigt und nur wenige Wochen zogen ins Land und ein kleiner Neuankömmling wurde herzlich im Stall aufgenommen. Alles wollte sie nun richtig machen. Kaufte neue Fachbücher und versuchte ihr Wissen und ihre Techniken die sie schon konnte bei dem Jungen Pferd anzuwenden. Der junge Neuankömmling jedoch hatte andere Pläne. Er war die ganze Zeit abgelenkt. Überall waren seine Ohren und Augen gleichzeitig. Nur einen bestimmten Menschen am Ende des Seils, ließen sie dabei aus. Die vier Beine wollten nicht still stehen. Über Stangen fiel der junge Kerl fast rüber.

Die Frau überlegte sich daher, eine andere Strategie anzuwenden. Denn Plan A funktionierte offensichtlich nicht. Sie hatte tolle Erfahrungen mit Clickern gemacht. Die übrigen Tiere von ihr liebten die positive Verstärkung mit den kleinen Leckereien. Also sollte auch dieses Pferd nun in den Genuss kommen.

Doch es wollte auf Biegen und Brechen nicht den Leckerli nehmen. Es brauchte fast zwei Wochen, bis sie mich anrief und mir erzählte das ihr Pferd endlich, sogar aus der Hand fraß…

Was sind deine Gedanken dazu? Hast du den Denkfehler mitbekommen?

Mal ganz ehrlich! Hast du deinem Pferd schon mal einen Leckerli gegeben? Wenn ja, dann mal bitte deinen linken Arm hoch! Meiner war gerade auch oben…

Und ja Futterlob, hier in Kombination vom Clickern ist definitiv eine Möglichkeit dein Pferd zu motivieren. Doch es ist nur E I N E! Und genau das wurde hier übersehen. Die Dame war so in ihrem Wissen und ihren Erfahrungen, die sie ihrem Pferd überstülpte, dass sie das Pferd gar nicht mehr WAHR NAHM.

Hätte sie nur einmal fühlen können, wie sich der junge Kerl fühlt, hätte sie bemerkt, das ihn eine ganz andere Motivation bewegt hat als das Futter. Er war an einem neuen Ort, ohne seine Pferdekumpels. Alle Gerüche waren neu. Die Energie anders. Noch kein sicheres Mitglied der schützenden Herde und ein Mensch der seine Bedürfnisse nicht verstehen konnte.

Sein Thema war die Sicherheit – sein Überleben!

Und wenn ich gerade Angst habe, denke ich nicht an Ratatouille. Vielleicht kennst du auch das Gefühl, wenn du solch eine Furcht hast, das dir ganz flau im Magen wird? Nein du möchtest kein Clickerli! Noch nicht.

Sie hätte ihm nur Sicherheit geben dürfen. Es gibt viele Möglichkeiten, wie man es macht und die Aufgabe besteht darin, die richtige Möglichkeit für dich und dein Pferd zu finden. Du kannst ganz Pferdeflüsterer, Ostwind & Co. Mäßig, dich zu deinem Pferd setzen oder stellen und nur beobachten und fühlen was in deinem Körper vorgeht und wie sich dein Pferd dabei verändert. Du könntest es am Seil nehmen und im (neu) bekannten Umfeld eine leichte Aufgabe wiederholen, bis es sich entspannen kann. Und auch hier wieder – frage dein Pferd was leicht für es ist! Wenn du dich zurück an die Geschichte erinnerst, bemerkst du wie schwer es diesem Jungspund gefallen ist, seine Beine anzuhalten. Sie liefen und liefen und liefen! Was ist also vielleicht für uns Menschen leicht, für ihn aber keines Falls? STILLSTEHEN!

Eine gemeinsame Führaufgabe wäre vielleicht das Mittel der Wahl gewesen.

Wenn das Pferd Vertrauen gewonnen hat, dass es sicher ist. Dann braucht es Komfort. Die Beine können schon manchmal Pausen machen. Es wird vermehrt zum Energiesparer. Genau wie seine wilden Verwandten in den Steppen.

Wir haben also schon drei Motivationen gesammelt: Sicherheit, Komfort und Futter. Was gibt es noch? Das Pferd möchte spielen. Kannst du dich dran erinnern, wann du das letzte Mal deine Pferde auf der Weide oder auf dem Paddock hast spielen gesehen? Vielleicht sind sie um die Wette gerannt oder haben gerangelt? Wenn Pferde alles wichtige zum Überleben haben, dann kommt der Spieltrieb raus. Das sind die Pferde die schon beim Misten mithelfen wollen und dir die Schaufel klauen, dann fast mit raus zum Tor kommen und wenn du dir dann endlich ein Halfter schnappst um sie mitzunehmen, erst einmal darauf herumkauen müssen. Auf dem Platz angekommen. Wird jedes Hütchen beschnuppert und ins Maul genommen. Stangen nicht nur überschritten, sondern wie ein Ball weiter gekickt oder der Huf steht AUF der Stange.

Über all dem steht meiner Meinung nach auch noch die soziale Beziehung zum Menschen. Denn Pferde sind sehr soziale Wesen und können viel mehr, als ihren Instinkten und Trieben ausgesetzt zu sein. Und genau dafür bist du ja hier. Um die Bindung zu deinem Pferd zu stärken, es wahrzunehmen wie es ist und nicht wie du bist und um es zu stärken in eurer unendlichen Kraft.

Ich wünsche dir alles Gute, auf deinem Weg bewusst, liebevoll zu wachsen.

Deine Finja

Ps. Gib deinem Pferd nicht die Schuld.. – DU hast es gekauft!;)

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Warum machen jetzt alle in ätherische Öle?

 

Wenn ihr mit offenen Ohren durch die Welt geht, könnt ihr sie ja gar nicht mehr verschließen. So laut sind die Stimmen der neuen Superfoods, Nahrungsergänzungen und der ätherischen Ölen. Auch vor dem Pferdestall machen sie nicht halt.  Der Osteopath, der Heilpraktiker und nun auch ich!

Warum das denn nun?

Letztes Jahr war mein Standpunkt dazu noch sehr anders! Hätte mich jemand gefragt, so hätte ich geantwortet: “ So etwas brauche ich nicht. Ich bin doch gesund und meine Pferde sind nie Krank! Welch Geldverschwendung! Außerdem macht das gerade jeder und da mit möchte ich partout nichts zutun haben. “

Und heute umfasst mein Regal, mehr als 100 ätherische Öle und aus jeder Hosentasche kann ich eine kleine Flasche zaubern.

Was ist denn in der Zwischenzeit passiert???

Ich habe feststellen müssen(!!!), das zwischen eigentlich nichts zu haben und fit, vital und wach sein, ein Himmel-und-Höllen-weiter Unterschied liegt. Hat mich nur einfach früher nicht interessiert.. Ging ja einfach so, auch halt… War halt nur ein bisschen blöd in jeder freien Tagesminute mich nach einem Bett umzuschauen – oder Autositzen! Die taten es auch.

Aber ich war ja gesund!

Und auf meinem täglichen Spaziergang zu gehen… Nun ja, wenn ich nicht gerade irgendwo gesägt habe (siehe oben), dann hatte ich eher wenig die Lust am Ende des Tages, mir die Zeit für mich zu nutzen. Denn die Facebook Timeline und das Bett (aus o.g. Gründen) waren doch auch nett.

Aber das ist ja normal, machen alle, war ja gesund!

Freunde treffen trat in den Hintergrund. Menschen sah ich ja genügend am Tag und alle waren ja nett. Her mit euren schweren Themen – ICH kann noch tragen. Nein, nein, abnehmen brauch auch keiner was. Ich kenne das schon.

Aber wer braucht schon treffen mit realen Freunden – sind ja auch alle bei WhatsApp, Facebook & Co. Machen alle! Ich bin gesund!

Nein! Das Einzige was ich nicht war Krank und das auch nur weil mir beigebracht wurde: „Krank ist man wenn man mit 40° im Bett liegt oder das Bein gebrochen hat.“

Gerade wir Pferdemenschen, nehmen das noch später für uns selbst wahr oder? Erst die Vierbeiner, dann die von anderen, dann Hund, Katze, Maus, dann ….. Und dann irgendwann fällt einem auf das man nicht mehr so viel Zeit fürs eigene Pferd hat, weil man den ganzen Tag schlafen möchte.

Als ich begonnen habe mit den ätherischen Ölen zu arbeiten, da habe ich zunächst nur wenige Öle für mich gehabt. Nur sechs Wochen später, hatte ich aber schon in einen Raindrop Massage Kurs und die passenden 9 Öle investiert. Ich konnte meine Stuten damit ideal beim Fellwechsel unterstützen.

Für meine Älteste, ist es jedes mal wieder spannend zu beobachten, wie die Raindrop einer Verjüngungskur ähnelt.

Und für alle drei ist es einfach wunderbar entspannend. Bis in die tiefsten Ebenen des Körpers. Als ich sah wie die Pferde immer näher an ihren inneren Balancepunkt kamen, auch ohne tägliches Training, Techniken und Tierkommunikation, war ich der ‚Magie‘ der naturreinen ätherischen Öle schon verfallen. Viele tiefen Thematiken der Pferde, die über reines Training, über Wiederholungen und Verstehen sich innerhalb Wochen oder Monate auflösten – Lösten sich nun nach Stunden oder Tagen. Klar! Nicht alle! Aber deutlich mehr als ich je zu wagen hoffte.

Für mich sind es mittlerweile viel mehr als die Öle geworden. Es ist ein Lifestyle geworden! Und er passt wunderbar zu meinem natürlichen Horsemanship Lifestyle. Nun ist er nur noch nachhaltiger und gesünder geworden. Denn ich habe ein Bewusstsein entwickeln dürfen, was es heißt G E S U N D zu sein. Und genau das wünsche ich mir auch für dich, dein Pferd und deine Familie.

Wenn du nun wie ich zu Beginn sagst, es ist zu teuer! Versuche es hier mit: Meine Gesundheit mir die Investition nicht wert. Ich bin es mir nicht wert…

Ich bin es mir (mittlerweile) Wert!

 

 

 

Bist du zufrieden mit der Partnerschaft zu deinem Pferd?

Du strebst mit deinem Pferd eine tiefe Partnerschaft an? Du möchtest dich auf dein Pferd verlassen können? Durch Dünn und Dick gehen?

Aber es hat vor vielen unbekannten Situationen Angst oder reagiert gar panisch?

Vielleicht hast du auch Angst?

Du musstest schlechte Erfahrungen sammeln?

Du willst das jetzt angehen. Projekt Partnerschaft – sozusagen?

Wie ?

 

Ich habe eine Gute und eine Schlechte Nachricht. Welche willst du zuerst hören?

 

Du Mutige… Wirklich die Schlechte zuerst?

Okay! Dann soll es so sein.

Du bist zu spät!

Wir haben Sommer 2017 und du traust dich immer noch nicht auszureiten und am Strand entlang zureiten? Was hast du die ganze Zeit gemacht?

Erst vergangenes Wochenende wäre deine Möglichkeit gewesen. Dein Pferd und du im aufregenden Parcours zwischen bunten Wassergräben, gruseligen Flattervorhängen und steilen Bergen. Und wo warst du?

Ich hoffe du hast eine gute Ausrede parat!

 

Und nun zur guten Nachricht extra für dich.

 

Du bist zwar nicht dabei gewesen. Kannst es aber nachholen. Bei dir zuhause, mit Freunden oder auf einem meiner Kurse.

 

Die zwei Tage, auf dem supercharmanten Hof von Betty, sind nur so dahin geflogen. Mit ihrer wunderbaren Organisation und dem leckeren Essen waren Körper und Geist mehr als gesättigt.

Sechs Teilnehmerinnen und ihre Vierbeinigen Partner, waren angereist. Um genau das zu erfahren. Eine Partnerschaft mit ihrem Pferd. Und diese auf die Probe gestellt durch viele Gelassenheitsaufgaben. Zu Beginn war es mir wichtig, dass einmal der Stand reflektiert wird und eine ehrliche Zielfindung gefunden wird. So hatten wir Themen wie: Stress von meinem Pferd schneller erkennen, Mein Pferd kennenlernen oder auch wie kann ich ruhig bleiben in Stresssituationen.

Themen die auf den ersten Blick nicht viel mit den aufgebauten Hindernissen zu tun haben. Doch auf den zweiten Blick eignen sich gerade diese Aufgaben wunderbar zur Zielerreichung. Mir ist bei diesem Kursformat weniger das Durchlaufen aller Hindernisse wichtig, als viel mehr die achtsame Ausführung. Das dein Pferd auch versteht was es macht und nicht nur durchrennt.

 

Emma hat vorab das Podest schon einmal ausprobiert.

 

Zur Auswahl standen bspw. Ein Podest, Wassergräben, Planen, Pylonenaufgaben, ein Stangenmikado, enge Balon- oder Planengassen oder auch die Hügel.

Diese sind zum Liebling aller Teilnehmer verkommen. Hier konnte die Linienführung, gleichmäßiges auf und ab und der Mut der Pferde (und der Teilnehmerinnen) abgefragt werden. Zwei Bergziegen konnten entlarvt werden, ein Pferd hat das auf und ab im Rückwärtsgang erledigt und ein Baum wurde gefällt… 😉 (Keiner von denen mit Ästen und Blättern…)

Besonders schön fand ich welch großartige Horsemanship unter den Teilnehmen herrschte. Ich meine bewusst nicht die Technik. . Denn nur zwei der Damen unterrichtete ich schon vorher. Die anderen hatten eine andere Kommunikation zu ihrem Pferd. Doch überall sah man nur entspannte Pferde. Selbst der Wallach, vor dem noch gewarnt wurde, da er wohl lange Hengst war und auch im Deckeinsatz war, meisterte die Aufgaben mit Bravour und war nach einer kleinen Eingewöhnungsphase voll bei seiner Besitzerin. Die liebevolle, feinfühlige Kommunikation der beiden die schon bei ihnen zuhause herrschte, konnten sie also in die fremde Umgebung mitbringen.

Der Herr hatte aber auch so seine charmanten Extrawünsche…

 

Eine Pyjama Party musste her!

 

Und ein Mensch musste dabei sein.

Kein Witz! Sobald es abends ruhiger wurde und alle Menschen gegangen waren (die pferdige Nachbarin war noch immer da), außer der fleißigen Betty – wurde er unruhig. Immer wenn sie um die Ecke ging, setzte bei ihm der Stress ein.

Kurzum Schlafsack und Matratze raus und im Hänger einquartiert. Und siehe da… Ein entspannter Wallach… Merkartig…. 😉 Aber okay.. jedem Kunden seine Spezialwünsche lassen.

Eine ungeplante Hängereinheit kam, dann auch noch dazu… Hat mich persönlich sehr bewegt.

Denn die Situation erinnerte mich stark an meine mit Alba.

Auch dieses Pferd hat ein starkes Trauma IM Hänger.

NICHT beim raufgehen.

Daher bedanke ich mich recht herzlich für diese Erfahrung – Speziell auch die am Sonntag Abend.

Aber nicht nur dafür!

Ich möchte mich bei jedem der Teilnehmen, der Zuschauer, der kleinen Martha, der fabelhaften Pferde, der reibungslosen Organisation und natürlich Betty und Triloff für all Ihre Mühe danken. Ich hatte sauviel Spaß mit euch, habe sehr viel von euch gelernt und bin abends müde ins Bett gefallen.

Da es uns so gefallen hat, haben wir auch schon besprochen, weiter zu machen. Diesmal soll es in Holtsee um Theorienachmittage ohne Pferd gehen, in denen wir uns mit allerlei Themen rund um Achtsamkeit, herzliches Horsemanship und Tierkommunikation beschäftigen.

Wenn du dich jetzt angesprochen fühlst oder auch noch eine Themenidee hast melde dich doch gerne bei mir.

 

Happy horses, happy humans!

Eure

Finja

 

Übrigens die schlechte Nachricht könnt ihr selber verändern. Ein ähnliches Kursformat ist für den Pinneberger Raum geplant! Also los!

 

 

Sei dieses Mal nicht zu spät dran.

Ändere jetzt etwas!