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Freiheiten..

Mein persönlicher Post über Freiheiten…

Schon lange weiß ich, dass es für mich sehr wichtig ist “frei“ zu sein. Und ich finde es total spannend mit anderen Menschen darüber zu sprechen. Denn jeder hat diese Freiheit für sich anders (oder noch gar nicht) definiert.

Früher war es für mich wichtig, das ich etwas machen kann was ich gerne mag. Woran ich einfach jeden Tag denken muss. Daher habe ich schon mit 15 Jahren begonnen meinen ersten Unterricht zu geben. Da habe ich mich toll gefühlt. Erwachsen! Das war für mich der Inbegriff von Freiheit.

Mit 18 hatte ich mein erstes Auto und allein das Wissen darum, nun überall hin kommen zu können, machte mich überglücklich. Unabhängig und frei.

Ich wollte nun auch nicht mehr nur zuhause sein. Ich stellte das erste mal in einem Pensionsstall ein. Unbedingt flügge werden und weg vom Elternhaus.

Einfach mal mit guten Freunden nach Holland und ein Pferd kaufen. Hallo Tiny. Frei sein.

Feststellen, dass es keine Freiheit ist die Pferde bei Jemandem anderen zu haben. Dankbar die Pferde wieder zuhause zu haben. Diesmal ist es anders. Ich genieße hier meine Freiheiten. Ich kann machen was ich für richtig befinde.

Mit 21 der unbefristete Arbeitsvertrag, das sollte mir doch auch Freiheiten für meine Sicherheit und meine Finanzen geben. Doch hier fühlte ich bewusst zum ersten Mal das ich andere Prioritäten habe… Ein glückliches, freies Leben ist nicht bei jedem das selbe.

Meine Zeit – von anderen Bestimmt.

Und in mir baute sich beständig eine Vision auf. Ich kann nicht für jemanden arbeiten, dem:
a) Menschen unwichtig sind „Ich bin nicht zuständig.“
b) Gesundheit total egal ist „Ach Gott, jetzt behindert die mit ihrer Depression wieder den ganzen Betrieb…“ „Schon wieder krank?“

Also auf der Suche nach einem Arbeitgeber, der anders ist. Bei dem Menschen und Gesundheit an erster Stelle stehen.
Noch nicht gefunden.

Auf eigenen Beinen stehen. Freie Entscheidungen treffen. Für die Tiere um mich herum. Die Menschen. Für Mich.

Nach meinem Umzug nach Niedersachsen habe ich für mich gefühlt wieder ein neues Freiheitslevel erreicht. Level 26!

Ich kann aufstehen wann ich möchte. Ich kann entscheiden wann und wie häufig ich bei meinen Pferden bin. Ich kann mich oder andere zur Priorität machen. Ich kann entscheiden wie viel ich arbeite. Ich kann entscheiden mit wem ich zusammen arbeite. Wen ich hierher einlade. Welche Veranstaltungen ich hier anbiete.
Zusätzlich habe ich mich so entwickelt, dass ich immer häufiger spüren kann, dass ich nicht nur äußerlich frei bin, sondern auch innerlich. Ich kann meine Gedanken steuern. Ich kann meine Emotionen verändern.

Das ist meine Freiheit!
Und das fühlt sich so unbeschreiblich grandios an!

Über welche deiner persönlichen Freiheiten bist du dankbar?

Brauchst du ein Stück Freiheit? Dann bist du herzlich eingeladen, mit mir ein Stück deines Lebensweges gemeinsam zu gehen.
Bewusst. Liebevoll. Wachsen.

Deine Finja

Erfahrene Leichtigkeit

Kennst du das auch?

Nur mal eben eine Runde um den Block reiten… Vielleicht fragst du dich jetzt.. ja, und? Kommt jetzt noch etwas?

Oder du bist eine von denen die dieses ‚NUR‘ als unüberwindbares Hindernis mit ihrem Pferd sehen..

Denn dann sprechen wir die selbe Sprache.

Ich spreche von diesen drei Buchstaben, die so ein Ballast mit sich bringen, dass du es kaum alleine stemmen kannst. Es sind die Momente die du alleine nicht machen würdest und jemand anderen dazu bräuchtest.

 

Ich habe auch so ein ’nur‘: mit Tiny auf dem Platz reiten.

Ich höre schon deine Stimme in meinem Kopf: Hääh?? Wie kann das denn sein, ich sehe doch immer die tollen Bilder im Gelände!

Ja und genau da ist die Thematik. im Gelände.

Dort ist ja alles in Ordnung.

 

Auf dem Platz sieht es so aus. Ich sitze auf. Ich streichele mein Pferd. Ich frage, ob wir losgehen wollen.

Suche dir dann deine Lieblingswahlmöglichkeit aus…

Wir hatten sie alle.

 

a) stehen bleiben, bis die ersten Spinnweben mir das Atmen erschweren

b) auf 55 km/h beschleunigen… aber Rückwärts

c) aus diesem Rückwärts in 0,2 Sekunden ins selbe Tempo nach vorne wechseln

d) frustriertes Kopfschlagen im Duett

 

Natürlich hatten wir diese Thematik nicht immer. Aber an den meisten Tagen, gab es tatsächlich nur Stopp, Rückwärts, Trab oder Galopp. Schritt war aus.

Ich hatte natürlich so viele Ideen, Techniken und Methoden, doch keine löste das Problem in der Tiefe.

Und da im Gelände ja alles in Ordnung ist… Warum sollte ich überhaupt auf dem Platz reiten.

 

Dann war da während der letzten zwei Jahre immer  das Grundthema, OB ich überhaupt noch reiten möchte.

 

Nun bin ich darüber hinweg und habe meinen neuen Weg gefunden.

 

Ein wertvoller Teil davon ist Silke.

Silke hat mich gestern schon zum zweiten mal unterstützt. Und dieser Termin konnte sich schon, ‚fast‘ Reitstunde nennen. 😉

 

Ich sollte dieses Mal kleine – mögliche! – Zwischenschritte zu meinem großen Endziel einbauen..

Mein Endziel war es einfach nur eine stinknormale Runde im Schritt über die Wiese zu machen. Als kleine Zwischenschritte postierte ich drei Hütchen.

Bevor ich aufstieg, durfte ich mit diesen Gedanken im Kopf, am Boden spazieren gehen. Ich durfte ihr erklären, dass es praktisch das gleiche ist. ‚Nur‘ drauf sitzen und Schritt gehen. Das ist doch kein Problem… Wir scherzten darüber.

 

Ich stieg auf und … Leichtigkeit!

Der gesamte Ballast vom ‚Nur‘ fiel herab.

Die Hütchen? Unwichtig!

Tiny konnte mir eine riesige Runde über fast die Hälfte vom Platz machen. Und noch eine… und noch eine!

 

Dann alles einmal auf 0 gesetzt! Abgestiegen, grasen lassen, Resümee ziehen. Wiederaufsteigen. Und dieses Mal war es noch leichter.

 

Das ist eine echte Erfahrung von Leichtigkeit. Wenn es nicht nur positive Sprachmuster sind. Wenn es vielmehr und gleichzeitig vielweniger bedeutet.

Dann sind es wieder nur drei Buchstaben.

NUR drei Buchstaben.

 

Deine Finja

Kann dein Sprachmuster wichtig sein beim Pferd?

Ich bin ein Fan der essentiellen Sprache.

Hauptsache wir haben drüber gesprochen. Diese Wörter sind genau so hilfreich, wie immerhin habe ich mein Pferd kurz laufen lassen.
Es sagt überhaupt nichts aus. Und immer wieder fallen wir drauf rein.

Die Qualität deiner verwendeten Wörter bestimmt dein Gespräch, nicht die Quantität. Besonders wichtig ist es wahrzunehmen, dass du selbst die Qualität deines Redeverhalten beeinflussen kannst.

Man kann Stuten einfach nicht mit Wallachen zusammen lassen.
Heutzutage sind ja alle Pferdeleute so.
Wenn XYZ mit auf dem Platz ist, kann ich sowieso nicht zeigen was ich kann.

Was haben diese drei Sätze gemeinsam? Sie sind so gar nicht hilfreich! Und trotzdem höre ich jeden einzelnen Tag im Jahr verallgemeinernde, generell gefasste und resignierende Jammer-Haltungen. Und das 365 Tage im Jahr, manchmal sogar 366 Tage.

Achte beim nächsten Mal drauf und verändere sie in persönliche Sätze. Ich habe ein Problem, damit ….
Kein Man(n), Du! (Wenn du ein Mann bist, vielleicht schon. )
Konkretisiere deinen Satzbau. Heute, Gestern …
Und beginne Konstruktiv und vor allem Lösungsorientiert zu denken. Was kann ich verändern…

Wenn du wirklich authentisch mit deinen Mitmenschen reden möchtest und es auch von deinem Gegenüber möchtest, ist es so ziemlich leicht die oberflächlichen ‚Auskotzer‘ zu entlarven.

Beleuchtest du Achtsam deine Absichten des Gespräches? Denn dies ist die Grundvoraussetzung eines gelungenen Gespräches.
Denn nur wenn ich mich traue aufrichtig und persönlich zu sprechen kann ich erwarten, eine ehrliche und aufrichtige Antwort zu bekommen.

Überlege dir heute eine aktuelle Thematik mit deinem Pferd, zu dem du gerne einen Rat einer anderen Reiterin einholen würdest. Während du mit ihr sprichst, achte genau drauf, dass du möglichst persönlich, konkret und konstruktiv über dein Anliegen sprichst.
Wenn du dich selber ertappst noch nicht sicher in diesem Sprachmuster zu bleiben, ist es nicht schlimm. Bewusstsein dafür ist der erste Schritt. Also Herzlichen Glückwunsch. Schärfe deine Wahrnehmung nun für die Antwort deines Gegenübers, beeinflusst es ihn?

 

Ich freue mich auf unseren gemeinsamen Weg in eine ’neue‘ Pferdewelt.

 

Ich wünsche dir alles Gute, auf deinem Weg, bewusst, liebevoll, zu wachsen.

 

Deine Finja

 

Ps. Mann sollte nie über andere urteilen… 😉 Weniger bei sich kann man kaum sein!

Vom Geben und Nehmen

Heute möchte ich dich gerne animieren, genau darüber nachzudenken, wer oder was nimmt dir Energie, und wer oder was gibt dir Energie.
Hole dir dein Notizbuch heraus und nehme dir bewusst in diesem Moment des Lesens dafür die Zeit.

Und jetzt schreibe ganz intuitiv, alles auf was dir einfällt. Du hast ja schon gelernt nicht gleich jeden Gedanken zu bewerten. Das wird dir hier sehr helfen.

Nehme dir jetzt die Seite der schenkenden Energie raus, zaubert es dir ein Lächeln auf die Lippen? Stärkt es dir den Rücken, sodass du denkst alles erreichen zu können? Wie fühlst du dich, wenn du in die geschriebenen Situationen eintauchst?

Und nun schau dir die andere Seite an. Überrascht dich was du siehst? Verkrampfst du dich vielleicht sogar beim Gedanken daran?

Bemerkst du wie dich beide auf ihre eigene Art beeinflussen? Die einen beflügeln dich und die anderen ziehen dich runter.

Bewusst diese beide Seiten zu beachten, heißt nicht die Augen vor dem Nehmenden zu verschließen. Vielleicht wolltest du jemanden oder eine Situation gar nicht aufschreiben, weil du es doch nicht verändern kannst?

Es geht bei dieser Übung darum, Klarheit zu entwickeln für die Ereignisse die sich um dich herum abspielen und deine Gedankenmuster dabei zu beobachten. Denn an diesem Punkt, kannst du bewusst entscheiden, wie du handelst. Du reagierst nicht mehr auf Autopilot, auf jeden Einfluss von Außen.

Wie häufig erzähle ich dir in unseren Einheiten vom Agieren und Reagieren…?

Nach nur 7 Tagen, wirst du dich noch an dein nicht bewertendes Gedankenmuster erinnern müssen. Wunderbar ist es, wenn es dir nun manchmal schon auffällt. Denn nur wenn du bemerkst das dir die nötige Achtsamkeit in dieser Situation fehlt, dann kannst du es verändern.

Und das ist eine sehr wichtige Fertigkeit. Denn es gibt Situationen und Personen (gerade Personen, oder?) die einen gut Triggern können. Wenn du nun aber weißt, wer oder was dir etwas geben kann und wer oder was auch eben nicht, dann bist du frei anzugehen. Nehme bei nächsten Mal einfach wahr das es dir nicht gut tut, das dir Energie genommen wird. Handle erst dann. Denn jetzt wird dir erst bewusst, dass du diesen Personen nicht noch mehr Macht eben solltest in deinem Leben, durch dein reagieren – und auch wenn es nur in deinen Gedanken passiert.

Was oder Wer gibt dir soviel Energie, dass du all die Negativität des Alltages zu vergessen scheinst?

Und bitte überlege dir auch: Wer bist du für deine Umwelt im Stall… Ein Geber oder ein Nehmer?

 

Ich freue mich auf unseren gemeinsamen Weg in eine ’neue‘ Pferdewelt.

 

Ich wünsche dir alles Gute, auf deinem Weg, bewusst, liebevoll, zu wachsen.

 

Deine Finja

 

Ps. Ich könnte dir direkt 5 Energievampire aufzählen… Du auch?

Die ansteckende Wenn-Seuche

In den bisherigen Tagen ging es sehr viel darum, die Situation von oben zu betrachten, heute darfst du wieder einmal das Steuer in die Hand nehmen. Nutze deine Fähigkeiten. Du weißt was du kannst!

Und weißt du was viele Menschen davon abhält (mich inkl.)?
Die Wenn-Seuche… Scheint hoch ansteckend zu sein…

Wenn das Wetter nicht mehr so regnerisch ist…
Wenn ich wieder Geld für Unterricht habe…
Wenn ich wieder einen Sattel habe…
Wenn mein Pferd älter ist…
Wenn ich mehr Wissen habe…
Wenn ich nichts mehr falsch mache…

Siehst du was ich meine.. Es ist überall.

Worauf wartest du wirklich? Brauchst du eine Erlaubnis um zu starten? Ja, es ist deine Eigene!
Ein guter Zeitpunkt einen neuen Weg einzuschlagen, ist genau dann dran, wenn du es sagst.
Mache dein Glück also bitte nicht von Äußeren Umständen abhängig.

Und fordere nicht zu viel am Anfang. Denn es ist natürlich, das sich hier ein anderes Bild bietet als beim Endergebnis. … Soll ja auch so sein.

Hab Vertrauen in dich und trau dir. Lass deine Ausreden nicht stärker sein, als deine Wünsche.

Wie sieht dein Wenn gerade aus? Wenn der Boden endlich mal wieder schön trocken ist… Wenn es bis um 22.00 Uhr hell ist… Doch wenn wir zu lange warten, ist der Zauber des Moments vorbei und vielleicht starten wir nie!

Und möchtest du deinen Selbstwert, wieder schreddern indem äußere Umstände wichtiger sind als du?

Ich freue mich auf unseren gemeinsamen Weg in eine ’neue‘ Pferdewelt.

 

Ich wünsche dir alles Gute, auf deinem Weg, bewusst, liebevoll, zu wachsen.

 

Deine Finja

 

Ps. Wenn ich mal Zeit habe, ernähre ich mich gesund… Klassiker!

Kannst du deine Bedürfnisse formulieren?

Ich war gestern Abend auf einem Vortrag von einem meiner Mentoren in Hamburg. Und einen Aspekt des Abends möchte ich dir hier weitergeben: Bist du glücklich?
Ja oder Nein?

Du bist glücklich? Dann ist da der Weg.
Wenn du unglücklich bist, bist du derzeit von deinem Weg abgekommen. So einfach und unkompliziert! Keine Ausreden.. Ja, aber.. ich muss doch… Nein.

Du darfst mit deinem Glückskompass arbeiten. Das haben die meisten von uns verlernt …

Wenn du glücklich bist, egal in welchem Moment auch immer… das ist genau deine Richtung, in die deine Seele gerne möchte. Versuche ab heute sehr bewusst mit diesen Situationen zu sein. Vielleicht möchtest du sie aufschreiben? Damit du dich in schweren Zeiten dran erinnerst?

So weit so gut. Doch warum ist es so schwer, einfach dahin zu gehen wo du glücklich bist?
Für mich gesprochen (wobei ich denke da dies gerade einen Großteil der Frauen dort draußen betrifft) kann ich sagen, das ich im Zusammenleben mit anderen manchmal Probleme habe meine eigenen Bedürfnisse zu formulieren.

Ich bin mir nicht ganz sicher, ob mein Unterbewusstsein abgespeichert hat, dass es anderen egal ist oder ob ich egoistisch bin… Doch ich fühle, das ich immer noch über meine eigenen Bedürfnisse hinweg trete, wenn jemand anderes dabei ist und dieser seine formulieren kann.

Vielleicht unterstützt dich auch das Wort Meinung? In meinem ‚alten‘ Leben hatte ich einen Vorgesetzten dem nach gesagt wurde: Du gehst mit deiner Meinung rein und nach dem Gespräch kommst du mit seiner raus.
Und das stimmte.
Dieses Phänomenen hatte ich einige Male. Auch eine Kollegin, hatte diese Fähigkeit und ich begann, meine Bedürfnisse und Meinungen immer weniger nach außen zu tragen.

Und weißt du was passiert? Das schlägt ordentlich auf die Leber. Gedankenlesen können die wenigsten… Egal ob Mann oder Frau. Es trägt also nur kurzzeitig zu einem harmonischen Betriebsklima zu, danach sorgt es für eine angespannte Stimmung -weil die gegenübersitzende Person dauernd über deine Grenzen hinweg schreitet und deine Bedürfnisse ignoriert… nunja du hast sie auch nie kund getan.
Wir denken dann häufig unser Gegenüber wird schon von selbst drauf kommen… Nochmal Gedanken lesen ist schwer!

Um dieses Thema heute anzugehen, möchte ich gerne dich noch einmal an den Glückskompass erinnern.

Wenn du heute etwas tust, vielleicht ausreiten. Musst du es? Weil das Wetter gut ist, die anderen ausreiten usw.
Oder möchtest du es ? Achte drauf was du jemand anderem erzählst.
Und wenn du nun etwas nicht mehr tun willst, weil dein Glückskompass nicht ausschlägst, darfst du lernen zu sagen: Ich möchte nicht. (Und nicht ich kann nicht…)

 

 

Ich freue mich auf unseren gemeinsamen Weg in eine ’neue‘ Pferdewelt.

 

Ich wünsche dir alles Gute, auf deinem Weg, bewusst, liebevoll, zu wachsen.

 

Deine Finja

 

Ps. Wann haben wir verlernt ehrlich zu sein?

Minimalismus

Noch eins meiner Lieblingsthemen, habe ich ein Glück! 😀

Minimalismus!

Kannst du von dir sagen das du ein minimalistisches Leben führst? Und ich rede nicht von einem Kontostand, nachdem dein Pferd ihn mal wieder gefordert hat..

Mich hat es früher ehrlich gesagt nicht sehr interessiert.. Ich kaufte regelmäßig neue Dinge für mich und die Pferde, fühlte mich kurzzeitig besser und weiter ging es.
Vier verschiedene Kopfstücke und 5 bunte Gamaschen, tolle Pads…
Brauchte ich das? Nein! Wusste ich es? Nein!

An einem warmen Sommertag vor zwei Jahren zogen wir mit drei Pferden los. In ein Abenteuer. Und da man bei Abenteuern, ja nicht weiß was auf einen zukommt waren wir für alles gewappnet. Das bedeutet in den vier quietsch-roten Ortlieb Bags waren allein auf dem Packpferd 64 Kilo verstaut! Jedes Pferd trug dann nochmal um die 15 Kilo extra.

Wenn du nun kein erfahrener Wanderreiter bist denkst du vielleicht.. Ja braucht man ja auch alles.

Doch diese Dinge, deutlich mehr als 100, musst du jeden Tag neu verstauen. Jeden Morgen heißt es satteln, die Bags gleichmäßig bepacken, festzurren und hoffen das sie gleichmäßig aufliegen und sonst das selbe noch einmal von vorn.
Wenn du dann endlich unterwegs bist, ist all das Zeug so wahnsinnig sperrig, das du jedes Mal einen kleinen Tobsuchtsanfall bekommst, wenn du ein Wäldchen durchstreifst, in dem die Bäume es wagen nicht in einem 5 Meter abstand zu wachsen.?

Okay. Ich glaub du verstehst meinen Punkt. Viel Zeug macht dich unbeweglich und klaut dir deine Zeit und vor allem macht es dich emotional… Vielleicht auch nur mich?

Schon 8 Tage später hatte sich das Gepäck auf 41kg reduziert und am Ende von 32 Tagen hatten wir die finalen ~ 23 kg.
Von 64 kg zu 23 kg!!! Und wir haben es überlebt! Kamen schneller voran und es entlastete nicht nur die Ponys!

Einige Monde später, zurück in Deutschland, entrümpelte ich rigoros. Es fiel mir nicht schwer. Denn all dieses Zeug um mich herum lies mich kaum noch atmen. Und gerade all diese Pferdesachen, lassen ja auch noch für sich arbeiten… Stichwort: Lederpflege!

Deine Aufgabe für heute wird also sein: Was brauche ich in meinem Sattelschrank wirklich? Kann etwas in den Müll? Kann ich etwas verschenken? Kann ich etwa verkaufen? Dann tu es noch heute!

Verschwende deine Energie nicht unnötig, in dem du immer um 3 Fliegendecken herumgreifen musst, um an die Lederpflege zu kommen…

Wenn du für Minimalismus und Ordnung im Außen sorgst, darfst du dein Innen nicht vergessen.
Erinnere dich einmal an deinen Laptop, vielleicht sitzt du ja auch gerade dran? Wie viele Tabs sind offen? Kennst du die Menschen die hier immer mind.12 verschiedene Tabs im Hintergrund geöffnet haben..
Geht es dir nicht auch in deinem Kopf manchmal so. Verdammtes Multitasking!

Wie all diese geöffneten Tabs deinem PC die Prozessorgeschwindigkeit klauen und ihn immer langsamer machen, tun all die verschiedenen Aufgaben in deinem Kopf es auch.
Wenn du es übertreibst, sagen sowohl dein PC, als auch dein Kopf irgendwann ????? !

Daher kann deine mentale Aufgabe für heute sein: Mache eine Sache zur Zeit. Schließe deine Vorgänge ab. Lasse nichts offen, wenn du es schon erledigt hast.

Denn dann tritt ein tolles Phänomenen auf. Du wirst schneller und hast mehr Zeit und Energie.

 

Ich freue mich auf unseren gemeinsamen Weg in eine ’neue‘ Pferdewelt.

 

Ich wünsche dir alles Gute, auf deinem Weg, bewusst, liebevoll, zu wachsen.

 

Deine Finja

 

Ps. Warum hat man uns Frauen bloß immer suggeriert, Multitasking sei gut???

Wie man mit 20% Einsatz, 80% Ergebnis erreicht

‚Mit 20% Aufwand erreichen wir, 80% unseres Erfolges‘ (Vilfredo Pareto)
Ein Klassiker im Zeitmanagement, oder? Auch du wirst schon davon gehört haben. Mir geht es aber heute um die spezielle Art zu denken die da hinter steht.

Auf deinen ganz persönlichen Erfolg mit deinem Pferd gemünzt, bedeutet es, dass 20 Prozent deiner Anstrengungen, für 80 Prozent deines Erfolges zuständig sind.
Lass dir das einmal auf der Zunge zergehen!

Es ist für mich vor allem ein Apell sich auf die wesentlichen Dinge des Lebens zu fokussieren, denn der Großteil aller Anstrengungen setzten wir für Unnützes ein.

Leider ist der Zeitfaktor heutzutage immer noch die bevorzugte Messgröße! Du kennst es auch von der Arbeit.. ‚Wer sich am längsten im Büro aufhält, schafft am meisten.‘ Ist es wirklich so ? Für mich gesprochen – Nein! Ich weiß das ich mich sogar immens viel produktiver fühlte, als ich unter Zeitdruck, nur wenig Zeitstunden zur Verfügung hatte.

Heute, weniger als eine Woche vor Weihnachten, helfen dir ein paar Gedanken zum Pareto Prinzip hoffentlich bei dir zuhause und bei deinem Pferd, weiter, deine Zeit sinnvoll zu nutzen.

Nach Pareto macht es also Sinn:

wenn du erkennst, welche deiner Tätigkeiten zu den 20 Prozent gehören, die den meisten Erfolg bringen.

Diese Dinge dann immer zuerst zu tun.

Gerade bei den Pferden spielt das WIE eine größere Rolle als das WAS!

60 min und ein schwitzendes Pferd, bedeuten noch lange nicht das du nun einen Schritt näher an deinem Ziel bist.

Du erkennst du welche Dinge überflüssig sind und kannst diese einschränken oder gar nicht erst machen.. (Obwohl das manchmal so schwierig ist, wenn uns unsere Gewohnheiten, dazwischen funken…)

Wenn du ein Perfektionistischer Mensch bist, darfst du ihn im Zaum behalten..

Im Grunde, darfst du lernen wichtiges vom unwichtigen zu unterscheiden, dann wirst du dich auch nicht mehr so leicht verzetteln.

Und es ermutigt dich einmal mehr, deine Ziele sauber zu definieren… und das nicht nur am Jahresende, bitte. Regelmäßigkeit ist hier das Zauberwort.

Schau auf die Dinge in deinem Alltag, die du delegieren, ignorieren oder lassen könntest.

Was könntest du streichen, einschränken oder delegieren?

 

 

Ich freue mich auf unseren gemeinsamen Weg in eine ’neue‘ Pferdewelt.

 

Ich wünsche dir alles Gute, auf deinem Weg, bewusst, liebevoll, zu wachsen.

 

Deine Finja

 

Ps. Geht es nur mir so, oder ist es für dich genau so schlimm die Kontrolle an jemand anderen abzugeben?

Kannst du um Hilfe bitten?

In den vergangenen Tagen ist mir aufgefallen, dass es zwei Arten von Menschen gibt. Die Einen, für die es die leichtete Sache der Welt ist, ihre Mitmenschen um Hilfe zu bitten und die anderen, für die es die größte Herausforderung überhaupt ist.

Selbst nur kurz nachzufragen, ob man das Pferd kurz halten kann, wird da schon zur Mutprobe. Lieber fahren sie Nachts um 23 Uhr nach einem langen Tag bei der Arbeit und mit den Kindern, noch selbst zum Pferd um hier auszumisten…. Verstehe mich nicht falsch, das kann viele Thematiken beinhalten, heute geht es explizit um die Hilfe.

Denn auch hier ist es häufig ein Thema aus der Kindheit… Kommst du aus einem leistungsorientierten Haushalt?
Selbst in Situationen, äußerster Ohnmacht und Überforderung kämpfen einige Menschen noch mit dem Bemühen, alles alleine schaffen zu wollen.

Und was kann dahinter stecken? Vielleicht ist es in vereinzelten Fällen wirklich mal die Eitelkeit oder der mangelnde Wille, sich eine Schwäche einzugestehen. Doch ist es nicht meistens (unterbewusst) einfach die Angst zurückgewiesen zu werden?
Wir wollen unseren Mitmenschen ja nicht zur Last fallen… Vielleicht werden wir dann weniger respektiert oder gemocht…

Ich möchte das du dir heute überlegst, ob du heut nicht einmal um Hilfe bitten kannst, vorausgesetzt du gehörst zur zweiten Kategorie. Und gerne kannst du dir vorher schon überlegen, wie du dich revanchieren kannst. Es wird dich überraschen, dich einmal hilfebedürftig zu zeigen, wird deine Beziehungen stärken. Du gibst so deinen Mitmenschen die Möglichkeit auch einmal etwas gutes zu tun.

Abschließend möchte ich dir die Geschichte mit dem Hammer von Paul Watzlawick mit auf den Weg geben.

„Ein Mann will ein Bild aufhängen. Den Nagel hat er, aber nicht den Hammer. Der Nachbar hat einen. Also beschließt unser Mann, zu ihm herüber zu gehen und ihn auszuborgen. Doch da kommt ihm ein Zweifel. Was, wenn der Nachbar mir den Hammer nicht leihen will? Gestern schon grüßte er mich nur so flüchtig. Vielleicht war er in Eile. Vielleicht hat er die Eile nur vorgeschützt, und er hat was gegen mich. Und was? Ich habe ihm nichts getan; der bildet sich da etwas ein. Wenn jemand von mir ein Werkzeug borgen wollte, ich gäbe es ihm sofort. Und warum er nicht? Wie kann man einem Mitmenschen einen so einfachen Gefallen abschlagen? Leute wie dieser Kerl vergiften einem das Leben. Und dann bildet er sich noch ein, ich sei auf ihn angewiesen. Bloß weil er einen Hammer hat. Jetzt reicht´s mir wirklich. – Und so stürmt er hinüber, läutet, der Nachbar öffnet, doch bevor er „Guten Tag“ sagen kann, schreit ihn unser Mann an: „Behalten Sie Ihren Hammer“. “

 

Ich freue mich auf unseren gemeinsamen Weg in eine ’neue‘ Pferdewelt.

 

Ich wünsche dir alles Gute, auf deinem Weg, bewusst, liebevoll, zu wachsen.

 

Deine Finja

 

Ps. Auch die anderen kochen nur mit Wasser…

Spieglein, Spieglein…

Gestern sprach ich – praktisch den ganzen Tag – mit einer Freundin über die Spiegelungen.. und das kann dir nicht nur mit deinem Pferd weiterhelfen, sondern vielleicht dich auch in deinem Leben begleiten..

‚Wie es in den Wald hinein schallt, so schallt es auch hinaus.‘ Kommt dir dieser Spruch bekannt vor?

Wir rufen andauernd etwas in den imaginären Wald hinein. Manchmal bewusst, manchmal unbewusst. Und dabei sind auch nicht immer unsere Worte gemeint… Viel mehr unsere Taten. Das was von der Welt zurück schallt, hat dann häufig was damit zutun, was wir hinein gesprochen haben.

Laut dem Spiegelgesetz ist also, alles was dir im Außen begegnet ein Spiegel deiner Selbst. Du nimmst in deiner Umwelt und dich umgebenden Menschen oder Tieren, das was du auch in dir siehst.

Wenn dir an deinem Gegenüber, etwas positives auffällt, so passiert das nur weil du diese Eigenschaft auch inne hast oder sie noch entfalten darfst.

Andersrum ist es ebenso. (Auch wenn wir es manchmal gar nicht wahrhaben wollen…) Dich regt eine Person oder ein Tier richtig auf? Du lehnst eine Eigenschaft komplett ab oder bist fleißig am kritisieren? Überraschung! Auch du besitzt diesen Charakterzug. Du findest ihn an dir nur absolut schlimm und versuchst ihn zu unterdrücken und erlaubst dir nicht so zu sein.

Christian Bischoff bringt es wie immer auf den Punkt: Wenn ich sage mein Gegenüber ist ein A*****och oder scheiße, dann meine ich in Wirklichkeit: Ich bin scheiße…

Zeige mit einem Finger auf deinen Gegenüber und drei Finger werden in deine Richtung schauen. So ist es nun einmal.
Nachdem es eine Zeit gab, in der ich da stark gegen an gekämpft habe, weil ich mich auf gar keinen Fall in Verbindung mit meinem nervigen Gegenüber bringen wollte.. und damit nicht weiter kam.
Denn (oh Wunder..) kamen immer wieder die ähnlichen Menschen oder Pferdetypen auf mich zu, die mich an den Rand eines Tobsuchtsanfall brachten.

Ich habe damals noch aus Zufall. und heute ganz bewusst begonnen dran zu arbeiten. Was spiegelt mir mein Gegenüber, was ist es genau , was ich nicht mag. Was stört mich an ihm? Und dann schaue ich bei mir. Welchen Anteil habe ich noch nicht angenommen? Welche Emotionen oder Charakterzüge habe ich noch nicht liebevoll integrieren dürfen?

Diese Persönlichkeitsentwicklung kann man wirklich empfehlen… Man trifft viel weniger “anstrengende“ Menschen und hat ein glücklicheres Leben.

Wenn dein Pferd also heute auf dem Paddock scheinbar unfair ein anderes Pferd wegschickt… Was macht es in dir?
Welche Situationen hast du schon erlebt und gibt es etwas was dir beim Lesen direkt in den Kopf geschossen kam?

Ich freue mich auf unseren gemeinsamen Weg in eine ’neue‘ Pferdewelt.

 

Ich wünsche dir alles Gute, auf deinem Weg, bewusst, liebevoll, zu wachsen.

 

Deine Finja

 

Ps. Butter bei die Fische… Wer nervt mich so richtig? Und wie sieht mein Bild im Spiegel dazu aus?